Eichenparkett aufarbeiten




Hallo zusammen
Ich habe aus einem Abriss 70m2 Eichenstabparkett ausgebaut. Da es schon einige Blessuren hat , wollte ich es ?ber eine Abrichte schieben. Leider hat das Parkett auf der Unterseite Teerr?ckst?nde welche die Abrichte nach kurzer Zeit verkleben, Ich wei? auch nicht ob der Teer eine Isolierschicht gegen Feuchtigkeit war oder als Kleber diente. Hat jemand eine Idee wie ich das hinkriege? vielen Dank Sybille .



Das



war vermutlich Kleber und ist bittererweise vermutlich PAK-haltig. Das macht das ganze Parkett Sondermüll... :-(

Vielleicht mal testen lassen, aber ich habe wenig Hoffnungen.



Teer



oder Gussasphalt wurde als Kleber genutzt. Aber ich vermute auch, daß es Teer ist. Wenn ja, das Holz beproben lassen. Ist es mit Schadstoffe belastet, entsorgen....



Entsorgen!



Selbst ohne die PAK - Problematik zu streifen ist der Einbau alter Stäbe nur sehr selten sinnvoll. Neue Stäbe sind alle gleich groß, eben, müssen nur noch minimal geschliffen werden, haben keine Schäden...

Nach dem Abrichten wird die Nut-Feder Passung noch weniger passen.

Grüße

Thomas



Dafür



gefällt mir persönlich bei wirklich alten Stäben (also von vor dem 2. Weltkrieg) einfach das Holz besser, da kann ich die Unregelmäßigkeiten ignorieren. Ich hatte in letzter Zeit öfter stark abgeschliffene Altböden neben neuen und Farbe wie Maserung sind deutlich anders. Die alte Eiche ist dunkler und wirkt lebendiger. Ist natürlich Geschmackssache und vielleicht gab es anderswo auch leicht andere Sorten bei denen das weniger auffällt, aber mir ist es den Aufwand wert (habe schon mit meinem Vater um die 80 m2 Eichen-Fischgrät aus der Zeit der Jahrhundertwende ausgelöst und neu verlegt).



Ich habe ja...



...nichts dagegen, wenn das jemand als Hobby begreift. Es ist aber in keinem Fall wirtschaftlich sinnvoll. Selbst bei kompletter Eigenleistung steht vor dem fertigen Boden so viel Zeit und Arbeit...das sollte vorher 'mal erwähnt gewesen sein.

Grüße

Thomas



Hier



kostet Altparkett verlegefertig nicht so viel mehr wie neue Stäbe - Eiche neu liegt bei ca. 40-50/m2 (Super-Schleuderangebot 30, das ist angeblich der Einkaufspreis), Altparkett gereinigt und paketiert bei 60. Die Debatte hatten wir letztes Jahr, weil die Sanierungsfirma den Altparkett vertragsgemäß vorsichtig herausgelöst und getrocknet hat - mit der Spitzhacke herausgerissen, tropfnass in Müllsäcke gestopft und monatelang in einem ungeheizten Raum mit undichtem Dach gelagert. Die durften dann die Differenz zahlen bzw. deren Versicherung.

Arbeitszeit hat die Parkettfirma glaube ich nicht mal extra berechnet, obwohl die mangelnde Maßhaltigkeit natürlich den Aufwand erhöht, das würde ich nie bestreiten.



Das...



...ist nicht verallgemeinerbar. Die Verlegung alten Parkettes muß,realistisch kalkuliert, mit dem zumindest verdopppelten Preis einer Neuverlegung berechnet werden. Und da sind die Vorbereitungen wie Formatieren noch gar nicht dabei.

Grüße

Thomas



Eichenparkett aufarbeiten



vielen Dank für Eure schnellen und hilfreichen Antworten.

Hallo Andreas Du schreibst ich soll das Holz beproben lassen, wo kann ich das machen lassen? Hast Du eine konkrete Adresse?

Hallo Kellergassenkatze. kannst Du mir mal bitte genau beschreiben wie Du das Parkett aufgearbeitet hast?. Wenn es nicht Schadstoffbelastet ist werden wir es aufarbeiten.

Danke Euch



Umweltlabor



Hallo Sybille


Google mal nach Umweltlabor, Schadstoffanalyse oä. Aber es könnte sein, daß Du für die Kosten der Analyse neues Parkett bekommst....



Bitte die Überspitzung nachzusehen,



aber man kann tatsächlich aus lauter Geiz zuviel bezahlen...



Also



bei uns war der Ablauf im Prinzip so:
Entnageln, Sortieren (die Stäbe haben eine klar definierte Ober- und Unterseite und bei Fischgrät gibt es linke und rechte Stäbe) und mit Ziehklinge o.ä. Nut und Feder von Dreck, Wachsresten usw. befreien. Um die Lagerfähigkeit bis zur Wiederverlegung zu verbessern haben wir dann noch immer 50 Stäbe zu einem Paket geschlichtet, die oberste Lage "Gesicht nach unten" und mit Draht zusammengebunden.

Beim Verlegen mussten wir dann ab und zu Stäben mit Tischkreissäge und eventuell Oberfräse mit Nutfräser Manieren beibringen. Lohnt auf alle Fälle nur wenn
- das Holz schön ist
- die Stäbe nicht zu stark geschliffen wurden (über der Feder steht noch deutlich mehr Holz als unter)
- keine allzu schlimmen Schäden oder Ablagerungen vorhanden sind - dicke Kleberschichten wären für mich ein absolutes KO-Kriterium
- die Stäbe sich halbwegs ohne Kraftanstrengung fugenlos zusammenfügen lassen, wenn man auf jeden Stab mit dem Hammer eindreschen muss sorgt das für Fehler und wird schnell langweilig





Dank an alle die mir weitergeholfen haben.
Ich bin zwar neu hier, aber ich dachte das es ein Forum von Liebhabern und Interessenten von "Alten Schätzchen" ist,
wieso dann die Diskussion um "wirtschaftlich Sinnvoll"



Hallo Mauerblümchen



Naja ist ein Forum wie jedes andere auch....Du hast Zuspruch bekommen und auch gegenteiliges ,es liegt an dir was du davon nutzt.
Hier im Forum schreiben nun auch mal Geschäftsleute/Hanwerker mit und die kalkulieren nun mal,wirtschaftlich sinnvoll.

Viel Spass mit deinem hoffendlich unbelastetem Parkett.

Grüße Martin



Als Handwerker...



...sollte ich besonders daran interessiert sein, die teuerstmögliche Umsetzung zu machen.

Da man aber oft genug schon mit einer Scheinohnmacht auf Kundenseite zu rechnen hat, wenn etwas wirtschaftlich Sinnvolles in solider Ausführung angeboten wird; und sich "Liebhaberei" am Bau in anderen Dimensionen auswirkt als beim Briefmarkensammeln - deshalb ist der wirtschaftliche Aspekt eben auch Teil der Diskussion.

Zudem ist der Mehrwert bei der Verwendung alten Parkettes nicht wirklich vorhanden. Geschliffen wird hinterher sowieso, so daß man halt in jedem Falle Eichenholz (das sah früher nicht anders aus als heute) bekommt, nur eben mit ein paar nicht herausschleifbaren Schäden und breiteren Fugen.

Wenn das also dem Kunden den (geschätzt) doppelten Verlegepreis wert ist - jederzeit gerne. Es sollte aber für einen guten Handwerker selbstverständlich sein, umfassend und auch über den (naturgegeben fachlich begrenzten) Horizont des Kunden hinaus zu beraten.

Grüße

Thomas