welches Holz am Fachwerkbau hält am längsten?

18.07.2007


Hallo,
bin ein wenig verunsichert.
lese auf fachwerkhaus.de , dass Douglasie bzw. Lärche nur 200 jahre halten ,während in einem buch stand dass Tanne /Fichte gar vierhundert jahre hält.
Eiche schließe ich mal aus der Frage aus(weil zu teuer).
wenn man nun ein Fachwerk bzw Bauerhaus(vierständerhaus) nach historischem Vorbild neu bauen will,würd ich selbstverständlich konstruktiv alles richtig machen



Welch einfache Frage!



Hallo
und eine komplizierte Antwort:
... wenn alles richtig gemacht wird: Eiche ...

allerdings gibt es Kaputtsanierer, die den besten Hölzern den Garaus machen
wobei die gerne bestimmte Materialien und bestimmte Baudetails bevorzugen, damit sie sicher sein können, dass auch das beste Holz in die Knie geht.

FK



wenn Sie für die Ewigkeit bauen wollen, nehmen Sie bitte nur



bei abnehmendem Mond wintergeschlagene Hölzer. Dann sollte das Bauholz gut entrindet werden und langsam getrocknet oder geflößt werden. Für die Fußschwelle und die Stiele beim sichtbare Außenfachwerk
eignet sich Eiche sehr gut. Für Deckenbalken und Dachsparren ist sowohl Douglasie wie auch Fichte sehr gut geeignet. Als optimale Holzschutzmaßnahme empfiehlt sich das Anflammen sämtliche Hölzer.
Das beste Bauholz haben unsere Vorfahren aus abgebrannten Fachwerkhaus-Ruinen geholt. Zu beachten wäre noch, daß die Schlagregen/Wetterseiten z.B. mit Verschieferungen gut geschützt sind und die Holzbauteile gut belüftet bzw. gut in Lehmbaustoffe eingepackt sind.



Speedy Gonzales..grins



Hi,FK
du warst aber schnell! hatte meine Frage ausversehen zu früh abgeschickt,sorry.
sicherlich ist Eiche so ziemlich das Beste,aber Lärche Kernholz ist in Holzhärte ähnlich und auch sehr widerstandfähig
hab gelesen ,dass Weichholz(Tanne,Fichte,Kiefer) wegen der biegbarkeit gerne für Dachwerk genommen wurde.(Wittbek/Celle 1592)
Gruß
PS:Kaputtsanierer gehören in den Knast,weil sie deutsche Baugeschichte zerstören .einerseits schaut das deutsche volk tatenlos zu bei solch Zerstörung,andererseits schaut es begeistert zu bei erfolgreicher Sanierung(wenn richtig gemacht)



Augenmerk



Hallo Marc

Abseits der verständlichen Frotzeleien in den anderen Beiträgen.
Natürlich ist die Auswahl des Holzes für die Haltbarkeit von Bedeutung. Die Haltbarkeit kannst du zum Beispiel aus der Einstufung nach Resistenzklassen entsprechend der DIN EN 350-2 entnehmen. (siehe: http://www.parisek-saniert.de/holzschutz/vorbeugung.html)

Mir erscheint es aber wichtig zu betonen, dass die gründliche Ausführung unter Beachtung aller Tricks des konstruktiven Holzschutzes viel entscheidender ist. Wenn du die Norwegischen Stabkirchen betrachtest, so stehen diese zum Teil seit nunmehr über 800 Jahren und sind "lediglich" aus harzreichen Kiefernholz gefertigt.

Also: Vernünftig und durchdacht bauen, dann freuen sich auch die künftigen Generationen

Gruß Lutz



PS: Hilfreich und unterstützend erscheint die Verwendung der entsprechenden WTA Merkblätter und gute Fachliteratur