Sandstein innen trocken halten

24.02.2011



Hallo,

wir sind z.Z. auf der Suche nach einer Eigentumswohnung und sind nun eigentlich fündig geworden. Allerdings handelt es sich hierbei um ein altes Sandsteinhaus.

Wir haben bereits mit einem Gutachter die Wohnung besichtigt. Der einzige Punkt, der uns noch abhält, ist, dass der Gutachter uns vor der Gefahr von Schimmelbildung, aufgrund der grundsätzlichen Feuchtigkeit von Sandsteinen (in diesem Fall 60 cm dicke Außenwände) gewarnt hat. Er empfiehlt uns, ein Wärme-Rückgewinnungs-Belüftungssystem einzubauen, um eine ausreichende Luftzirkulation sicher zu stellen. Allerdings sei damit auch nicht ein 100%iger Erfolg gewährleistet.

Hat jemand damit Erfahrung bzw. gibt es andere, kostengünstigere Lösungen, die Wände trocken zu halten?

Für hilfreiche Antworten sind wir sehr dankbar.

Viele Grüße Danny u. Astrid



Es scheint ja schon ein Fachmann vor Ort zu sein....



... Eine Überlegung wäre, die Heizung auf die Außenmauern zu legen. Also Randleistenheizung oder Wandheizung.

Das könnte effizienter und evtl. kostengünstiger werden.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



wenn



das bisher nicht der Fall ist, wird es auch nicht bei normaler Weiternutzung passieren. Solltet Ihr jedoch Umbaumaßnahmen planen, die das Klima im Haus wesentlich verändern (dichte Fenster...), so kann Schimmel auftreten, wenn denn die anderen Faktoren noch hinzukommen. Eine kontrollierte Be- und Entlüftung kann grundsätzlich kein fehler sein, doch sind auch solche Eingriffe nicht als Einzelmaßnahme zu sehen, sondern sind Klug mit anderen Maßnahmen (Fußbodenheizung, Wärmespeicher, kollektoren oder ähnliches zu kombinieren. Allein der Einbau der KBE ist relativ Kosten- und "Dreckaufwändig", dass nur die drohende Gefahr das nicht rechtfertigen würde. Gutes Lüften über die Fenster verbunden mit einer nomalen heizen hat doch bisher auch alles trocken gehalten -- oder ist Nässe zu erkennen.



Was ist das?



"aufgrund der grundsätzlichen Feuchtigkeit von Sandsteinen"

Die sind doch nicht von Haus aus feucht!
Das ist doch Blödsinn.

Und dann dagegen ein "Wärme-Rückgewinnungs-Belüftungssystem" einzugbauen finde ich auch etwas sehr fraglich.

Haben Sie denn "feuchte Mauern"?
Hat der Gutachter eine oder mehrere Messungen unternommen?
Gibt es Flecken, Ausblühungen etc.?

"Andere, kostengünstige Lösungen" kann man nur vorschlagen, wenn man genau weiss, was Sache ist. Mit Mutmassungen und vagen Untersuchungen oder Diagnosen kann man wenig anfangen.

Vielleicht lesen Sie mal das:
http://www.jurahaus-verein.de/grosseschmidt/temp_haus-text.pdf
evtl kann das weiter helfen oder klarer sehen lehren.

gutes Gelingen

FK



Wir haben selbst eine denkmalgeschütze



Immobilie im Hochwasserberich und arbeiten auch bei Sandsteinen oft mit einer Kombination von Wandheizungen und thermischen Horizontalsperren.

Grüße aus Koblenz



Danke für die Antworten



Sorry, wir wollten nicht gleich mit einer Flut an Informationen "abschrecken". Aber es ist tatsächlich so, daß das Raumklima vor ca. 2 Jahren verändert wurde.

Der Eigentümer hat u.a. neue, dichte Fenster einbauen lassen, die Wasserrohre sowie das Heizungssytem erneuert und von innen einen Mineralputz mit Styroporanteil!? (hat das einen Isolationsnutzen?) aufgebracht.

Der Gutachter hat in der Begehung noch keine Messungen vorgenommen. Feuchte Mauern sind auf den 1. Blick nicht ersichtlich. Allerdings sind in den Ecken etwas dunklere Stellen erkennbar, deren Ursache uns nicht ganz klar ist.

Das Objekt ist für uns besonders interessant, da zu der Wohnung ein ausbaufähiger Dachstuhl gehört. Unsere derzeitigen Überlegungen gehen dahin, daß wir im Zuge des Ausbaus die Belüftungsanlage mit einbauen könnten, sofern dies eben den gewünschten Nutzen bringt.





.. das klingt ja mal nach einem soliden Gutachten. Lassen Sie sich vom Eigentümer erklären was für einen Putz er eingebaut hat. Möglicherweise ist dort auch Unsinn eingebaut worden.

Dunkle Flecken in den Ecken sollten "ergründet" werden. Bei falschem Putz und ggf. daraus resultierender Feuchtigkeit muss von etwas mehr "Instandsetzungsaufwand" ausgegangen werden. Beim Dachboden müssen Sie vor dem Kauf klären ob das überhaupt genehmigungsfähig ist. Der Dachausbau muss auch im Kaufvertrag / Teilungserklärung enthalten sein. Wenn es mehrere Bewohner einer WEG sind müssen alle dem Ausbau und den Eingriffen am Gemeinschaftseigentum "Dach" zustimmen.

Eine dezentrale Belüftung ist ein herumdoktern an Folgen, nicht an der Ursache.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Sind die dunkelenen



Stellen in den Ecken kalt?

Einfach mal die Hand drauf legen.

Grüße



Re: dunkle Stellen kalt?



Per Hand ist da schwer ein Unterschied auszumachen. Da der vorherige Mieter kürzlich ausgezogen ist, sind die Räume nicht geheizt und die Wände daher eiskalt.



Re: Hr. Kornmayer



Der Eigentümer hat uns eigentlich bereits von Anfang an glaubhaft versichert, daß bei der Renovierung ein speziell für Sandsteine, atmungsaktiver Mineralputz verwendet wurde.

Bezüglich des Dachbodenausbaus würden wir die notwendigen Genehmigungen und Vereinbarungen natürlich Vorab klären und vertraglich sicherstellen. Aber trotzdem danke für den Hinweis.