Feuchtigkeit und Schimmelbildung in den Ecken der Zimmerdecke

17.02.2003



Hallo,

ich habe ein älteres EFH, bei dem vor mehreren Monaten das alte Dach (Ethernit) erneuert wurde (Dachpfannen). Das Dach ist von innen (noch) nicht gedämmt. Vor einiger Zeit ist die alte Heizung (Warmluftheizung) durch eine moderne Brennwertheizung und Heizkörper in den Räumen ersetzt worden. Seit dieser Zeit habe ich das Problem, das im 1. Obergeschoss die Zimmerdecke (in den Ecken) feucht ist und sich langsam Schimmel bildet. Zunächst war es eine Ecke, dann wurde auch die andere Ecke der Decke (zur Außenwand hin) feucht. Das Dach scheint dicht zu sein (auch bei starkem Regen). Die Außenwand ist an der Südseite und besteht aus Mauerwerk und Putz (nicht isoliert). Was geht da schief und wie könnte ich die Ursache feststellen? Danke für Ihre Antworten...

MfG
Anonymus



klassisch



Es liegt nicht am Dach,...fahren Sie die Brennwerttherme genau so warm wie die Warmluftheizung? Ich nehme eher an, dass Sie energiesparender vorgehen und Ihre Zimmer im 1. OG nicht so intensiv genutzt werden wir unten- so komisch es klingt, daran liegt es.



richtig ...



Danke für Ihre Antwort Herr Garkisch. In der tat werden die Zimmer im 1.OG nicht so intensiv genutzt, aber so vom Wärmegefühl kann ich sagen, dass es mit der Warmluftheizung abends im besagten Zimmer kühler war als mit den Heizkörpern jetzt. Was ´mich aber doch erstaunt ist, dass meine Hand richtig "nass" wird, wenn ich über die Feuchte Stelle drübergehe...
Ist es sinnvoll einen Gutachter für Bauschäden zu beauftragen oder kann man auch selber Abhilfe schaffen und etwas dagegen unternehmen (z.B. von innen mit Spezialmitteln Streichen etc.)?



Physik



..das Empfinden entspricht nicht immer der Physik. Ein Gutachter wird feststellen, dass an den Zimmerecken der Taupunkt unterschritten ist, da sich dort eine geometrische Wärmebrücke befindet. Halten Sie die Luftwechselraten höher als üblich (oder lassen Sie keine Warmluft aus dem Untergeschoss nach oben dringen) und heizen Sie mehr, wenn Sie auf eine Aussendämmung verzichten wollen. Natürlich können Sie auch auf den Frühling warten, dann werden die feuchten Stellen abtrocknen. Im Zweifelsfall sollten Sie einen Gutachtwer beauftragen, denn meine Empfehlungen kommen aus der Ferne...