E-Motor bei Saugaustragung im Pelletlager

25.11.2014



Liebe Fachwerk-Cummunity!

Ich hätte eine Frage zur Gestaltung der Saugaustragung in Pelletlagern.
Ich renoviere gerade ein Haus aus dem 19. Jhd. Das Lager meiner automatisch beschickten Pelletheizung habe ich bereits mit Baubewilligung gebaut habe und es wurde bereits kollaudiert. Ich habe mich dabei auch mit dem Rauchfangkehrer abgesprochen und den kritischen Teil durch Fachfirmen installieren lassen (die Saugaustragung durch den Heizungsinstallateur und die F90 Lagerraumwände/T30 Türe durch die Baufirma des Bauführers).

Was mich wundert ist, dass ich nun, nachdem ich mich mehr und mehr für Bauthemen interessiere (und Foren herumtreibe ;-) ) gemerkt habe, dass ich eine sehr unübliche Einbauart der Saugschnecke habe - die mir allerdings sehr praktikabel scheint, wobei ich mich nur Frage ob diese hinsichtlich Normen wirklich i.O. ist. Und es würde mich sehr interessieren, ob diese noch jemand hat:
Normalerweise wird anscheinend der Elektromotor der Schnecke außerhalb der F90-Wand im Aufstellungsraum der Heizung montiert. die Schiene führt durch diese Wand in den Lagerraum.
Bei mir ist das so konstruiert: Im Lagerraum ist eine Holzwand, welche die Pelletslagerstätte begrenzt. Zwischen dieser und der F90-Wand des Lagerraums befindet sich der Elektromotor. Er ist also im Brennstoflagerraum - mit explosionssicher aufgeführtem Elektroanschluss. Die Saugschläuche werden über Brandschutzmanschetten durch die F90 Wand in Richtung des Aufstellungsraums (Wohnraum) der Pelletsheizung geführt.

Meine Frage wäre:
- Hat jemand so eine ähnliche Lösung, mit Motor im Lagerraum (schon gesehen)?
- Weiß jemand, ob es grundsätzlich eine Vorschrift gegen elektrische Geräte in Brennstofflagerräumen gibt?

In den Abschnitten der in Österreich relevanten Vorschriften (OIB Richtlinien und Bauordnung meines Bundeslandes) hätte ich nichts dazu gefunden. Nicht einmal etwas zum Explosionsschutz
Dort sieht es eher aus nach: "F90 und mach beim Rest was du willst." Auch diese ganzen Themen wie Erdung der Befüllstutzen etc. sind dort zu meiner Verwunderung gar nicht geregelt.

Ich bin erstens interessiert und zweitens etwas Verunsichert, ob ich nochmal mt den Fachleuten besprechen soll - obwohl ja schon alles abgenommen ist.

Vielen Dank und LG
Ein begeisterter neuer Hausrenovierer ;-)



Anforderungen an Pelltslager



Hallo,

Schau mal hier auf Seite 28

http://www.propellets.at/wpcms/wp-content/uploads/depv_lagerraumbroschuere_2013.pdf

Ansonsten habe ich jetzt nichts gefunden speziell für AT.
Bei uns in Baden-Württemberg muss ich erst ab 15 m3 oder 50 kW Leistung der Pelletsheizung überhaupt einen Brandschutz einhalten.



Raumaustragung



Oki, wie immer kein Name...


Also Hallo Namenloser


Ich komme aus Niederösterreich und hab schon zwei Pelletslager gebaut.
Meine Raumaustragung ist komplett im Pelletlager, dh, Schnecke, Schneckenantriebsmotor sind nur durch eine Bretterwand (Schaltafeln) von den Pellets getrennt. Alle Metallteile sind mit 4m² Cu-Draht miteinander verbunden (Befüllrohr, Entlüftungsrohr, Schneckenbauteil) und an eine Potentialklemme am Kessel geführt. Die Pelletsschläuche (Saugschlauch und Belüftung) haben einen Cu-Draht eingearbeitet, der metallisch blank am Vorratsbehälter angeschlossen wird.

Das komplette Lager ist F90, eine entsprechende Brandschutztür muß eingebaut sein.
Die Raumaustragung selbst darf und kann auch dementsprechend im Pelletslager inkl Antriebsmotor eingebaut werden. Dieser ist ein Drehstrommotor, der Exgeschützt von der Bauart her ist.

NICHT installiert werden darf im Pelletslager eine Beleuchtungseinrichtung!


Sollte der Potentialausgleich fehlen, würde kein Pelletslieferant den Bunker füllen... die größte Gefahr beim Betrieb entsteht durch statische Aufladungen beim Befüllen....


Andreas

Meine Verbindungsdaten stehen im Profil, bei weiteren Fragen anrufen.....sfg