Bad im 1. Fachwerk-OG

03.01.2005



Hallo,

in einem Raum, der wahrscheinlich die vergangenen 100 Jahre als Lagerraum gedient hat, wollen wir ein Bad einrichten. Der Boden besteht aus einer Holzbalkendecke mit Staken, Lehm und einem dünnen, teilweise gerissenen und gerissenen Estrich (original). Die Wände bestehen aus Fachwerk mit Ziegelausfachung und Lehmputz.

Das Bad soll ein Waschbecken, ein WC und eine Dusche erhalten. Nur im Spritzwasserbereich liegende Wandflächen (Waschbecken und Dusche) und der Boden sollen gefliest werden. An den übrigen Wandflächen wird der bestehende Lehmputz überarbeitet, ergänzt bzw. erneuert.

Unklar sind wir uns noch darüber, wie eine sichere Abdichtung des Bodens und der Anschlußbereiche zu den Wänden erreicht werden kann. Wahrscheinlich über eine verschweißte Folie unter Trockenestrichplatten. Aber wir wird die Folie ein Stück an den Wänden hochgezogen? Auf der Folie hält doch wahrscheinlich kein Putz?

Wie verhindert Ihr, daß keine Feuchtigkeit durch geflieste Flächen dring und anschließend nicht mehr entweichen kann?

Viele Grüße



100% wasserdichten Fliesenbelag gibt es eigentlich nicht ...



soweit die technischen Merkblätter des Fliesenhandwerks und seiner Verbände. Deshalb die ganzen Abdichtungen im Untergrund. Für Dein Problem liegt hier die Lösung: http://www.schlueter.de/produkt.aspx?doc=8-1-kerdi.xml&pg=funktion
Wir verwenden die Produkte, bzw. artverwand von anderem Hersteller, sehr erfolgreich. Gruß aus dem Siegerland



Duschwanne



Ich gehe davon aus, das eine Duschwanne eingebaut wird. Also wird der Fliesenboden nicht sonderlich belastet - oder? Ich verlege in Bädern sogar Dielenböden.

Man hat natürlich ein Problem, wenn ein Rohr bricht. Ob dann aber die möglichen Abdichtungen wirklich helfen ist eine Frage, über die sich die Gelehrten noch streiten. Ich persönlich habe es am liebsten, wenn man einen Schaden sofort erkennen kann. Also das Wasser aus einem beschädigten Rohr sofort irgendwo sichtbar abtropft. Dann kann ich schnell reagieren und verhindere starken Nässestau in den Konstruktionen.

Aber wie gesagt, die Gelehrten streiten sich noch und es hängt sicherlich auch einiges von den darunter befindlichen Räumen ab.





Hallo Uwe,

danke für den Tip. Genau so ein Produkt habe ich gesucht!

Hallo Fred Heim,

die Anregungen bzgl. Dielenboden im Bad haben wir uns schon durch den Kopf gehen lassen und uns für eine Mischung entschieden. Der Teil des Raumes in dem die Duschwanne steht wird gefliest. Der übrige Bereich mit Waschbecken usw. bekommt Dielen.

Viele Grüße



Schön!





...leider ist in Deutschland der gesunde Menschenverstand nicht gefragt...



Fred Heim hat recht, aber da in dieser Nation alles reglementiert ist, so müssen wir Fachleute die anerkannten Regeln der Technik beachten. Sinn ist hier nicht gefragt. Im Schadensfall wird gefragt: Wer hat beraten? Ist er im Sinne der Landesbauordung als Fachbauleiter tätig gewesen? ..............
Natürlich stehen hinter diesen Vorschriften ganz klar diverse Lobbyisten mit wirtschaftlichen Interessen in Millionenhöhe.

Gruß an alle mit gesundem Menschenverstand und Mut zur Lücke....



... Fred Heim



... mir fällt da noch ein...
Fachbauleiter sind für Empfehlungen haftbar. Das könnte bei einem Wasserschaden, der nicht "Baurechtkonform" verhindert wurde für den beratenden Fachbauleiter (Architekt, Ing., Fliesenleger) teuer werden. Kostenbeteiligung der planenden Zunft dürfte nach Rechtssprechung in diesem Fall bei fast 100% liegen.
Wenn ein guter Fliesenleger vor Ort wäre, hätte er die Ausführung abgelehnt, bzw. ein juristisch wasserdichtes Bedenkenschreiben mit Haftungsausschluß angestrebt. Natürlich mit Unterschrift von Bauherr und Planer.

Soweit mein Kenntnisstand aus dem Alltag. Ob das in anderen Ländern auch so ist, können vielleicht Gesellen der Wanderschaft berichten...

Schönes Wochenende



@Uwe Werthebach



Meintest du mit deiner Aussage meinen Wunsch, dass evtl. anfallendes Wasser möglichst schnell durchtropfen soll?
Dann nenn mir doch mal die Quelle (kenne ich wirklich nicht), die vom Planer fordert eine wasserdichte Konstruktion im Badezimmerboden einzubauen. Ich glaube auch, dass das Problem im Einfamilienhaus nicht vorhanden ist. Gehen durch eine nicht eingebaute Dichtung allerdings die Möbel eines anderen Bewohners den Weg allen irdischens habe ich vermutlich ein Problem.
Und dann sind da ja immer noch die geliebten Versicherungen ... die ja im Bedarfsfalle immer einen Grund finden nicht zuständig zu sein.



@ Fred Heim



Die Forderungen nach erhöhter Dichtigkeit, besonders beim Bauen im Bestand, ergeben sich aus den Technischen Merkblättern des ZDB und des Fliesehandwerks, als auch nach den Veröffentlichungen diverser Artikel in den Fachzeitschriften, als auch nach der gängigen Rechtsprechung. Werde die Textstellen suchen.
,-)



Hallo Uwe Werthebach



schon mal Danke, mach Dir aber nicht zu viel Arbeit!



@ Fred Heim



http://www.sopro.de/planer/de/data/pdf/Planer_Kap03.pdf s*OÜRRY pC SPINNT im M+oment kann ich nicht anders schreibenä. #löink ist hiölfreich.- gruß recherche war für mich auch nüochmal interessant.- im übrigen hilft die empfohlene abdichtung von schlüter bei der überbrückung des gerissenen estrichs-. also 2 fliegen mit einer klappe.



@Uwe Werthebach



schon mal danke für den Link. Mir war natürlich schon bekannt, dass diese Produkte auf dem Markt vorhanden zu haben sind. Die Frage lautete aber: "Bin ich verpflichtet die Produkte einzusetzen?"