Duschwanne auf OSB Boden

16.12.2014 Engelhuber



Hallo Community, bin eben durch Zufall auf das tolle Forum gestoßen.
Wir renovieren gerade ein ca. 100 Jahre altes Fachwerkhaus (eine ehemalige Mühle). Eigentlich waren wir so weit "fertig", aber da sich nun doch noch Nachwuchs angekündigt hat, haben wir uns entschlossen den Dachboden auszubauen. Pfannen, Dämmung, etc ist bereits fertig. Auf den Boden mit ca. 60cm Balkenabstand haben wir 22er OSB Platten geschraubt und verleimt.

Nun geht es an Bad... Ursprünglich hatten wir vor Vinyl zu Verlegen da Fliesen auf dem Untergrund ja nicht so geeignet sind und Laminat unserer Meinung aufgrund der Feuchte auch nicht unbedingt geeignet ist. Eine ebenerdige Dusche kommt ja leider aufgrund der Balken nicht in Frage, aber trotzdem hätten wir gerne eine mit Mosaik geflieste Duschwanne. Möglichst flach...

Heute hatten wir noch mal einen Experten da der uns geraten hat lieber noch mal 25mm Epoxiestrich drüber zu ziehen und den Boden zu fliesen. Wäre auch einfacher mit der Duschwanne...

Spricht eurer Meinung nach etwas gegen unseren ursprünglichen Plan und welche Wanne und Montage würdet ihr empfehlen um das ganze auch dicht zu bekommen bzw was gegen die Schwingungen resistent ist?

An die Wände kommen die grünen Rigips Platten. Sollte doch auch ok sein oder?
Anbei noch ein Bild damit man es sich besser vorstellen kann.

Danke euch und Gruß





Hier noch ein Bild



Badeinbau



Hören Sie nicht auf selbsternannte "Experten" sondern wenden Sie sich an Profis. Badeinbauten auf Holzbalkendecken und im Altbau sind nicht mit angelesenem Baumarktwissen oder Forumstipps zu erstellen.
Es gibt aber erprobte und funktionierende Systeme, der Schwerpunkt liegt dabei auf "System". Materialien und Verarbeitung müssen zusammenpassen.
Für solche Anwendungen gibt es speziell entwickelte Duschen, Trockenbauestriche, Entkopplungsmatten und Abdichtungssysteme. Lassen Sie hier einen Fachmann ran.



Badeinbau



Hallo
Nur zur Info:
OSB Platten haben zwar eine wasserfeste Verleimung,
sind aber als Ganzes nicht wasserfest und quellen enorm auf, gerade im Kantenbereich.

Fliesenfugen sollen und können nicht wasserdicht sein-
wie übrigens auch im Schwimmbadbau nicht erwartet wird.

Die Abdichtung muß komplett unterhalb des Fliesenbelages vorgenommen werden.

Für Wände würde ich eher entweder Fermacell oder Rigidur- also Gipsfaserplatten nehmen, oder auch zementgebundene Spanplatten, die für Außenbereiche zugelassen sind.

Ich habe seit über 15 Jahren in einem vermieteten Badezimmer einen geölten Holzdielenboden, Badewanne freistehend mit separater Dusche- ohne Schäden.
Auch so etwas kann funktionieren- muß aber wie schon gesagt wurde, sorgfältig geplant und richtig ausgeführt werden.

Wenn ihr es selber benutzt habt ihr es ja in der Hand.

Man könnte auch Eichendielen nehmen und die Fugen z.B. mit Sikaflex abdichten, wie bei Teak Decks auf Yachten.

Darunter z.B. eine durchgehende EPDM-Folie an den Rändern hochgezogen und Durchführungen abgedichtet-Sonderkonstruktionen außerhalb der Norm müssen aber gut überlegt werden.

Es gibt aber die üblichen gummiatrigen Flexanstrich-Abdichtungen mit Fugenbändern- das ist aber nur im Naßbereich und der unmittelbaren Umgebung notwendig.

Das sollte jeder Fliesenleger wissen-
im Zweifel bei den Herstellern nachfragen.

Ich würde auch nicht raumhoch fliesen, lieber an Teilflächen Kalk- oder Lehmputz und diffusionsoffene Farben nehmen, Dampfbremse entsprechend wählen und für gute Lüftung sorgen- am Besten feuchtegesteuert.

Bei konkreten Fragen kannst du mir auch gerne eine mail schreiben.

Andreas Teich





Danke für eure Antworten.
Als Laie habe ich nun doch heraus gehört dass Epoxiestrich nicht zwingend notwendig ist. Ich würde schon gerne bei dem von uns favorisierten Vinyl bleiben nicht zu letzt wegen den Kosten :(

Unter der Wanne und Dusche (bzw im ganzen Bad) dann entsprechend mit einer EPDM-Folie "abdichten" !? Zu welcher Duschwanne würdet ihr raten? Sollte 120x90 groß sein.

Danke euch!



Bad Abdichtung



EPDM - Abdichtung ist eine Sonderkonstruktion, die mit dem übrigen System abgestimmt werden muß.

Es kann verwendet werden wenn ohne Verklebung darüber lose ein Deckbelag verlegt wird.

Ihr müßtet eine Duschewanne nehmen, die für euren Boden paßt bzw sich entsprechend abdichten läßt- gerade bei fast bodengleichen wichtig.

Es gibt Boden-Abläufe, die mit einer EPDM Schürze versehen sind, die mit dem Boden eingedichtet wird.

Wenn du eine OSB Platte als Unterboden hast könntest du auf diesen noch eine zementgebundene Platte legen zur zusätzlichen Sicherheit- die lasssen sich besser abdichten und sind komplett wasserfest und gibts als großformatige Platte 125 x 320 o.ä.

Frage aber besser euren Fliesnleger/Installateur, der für die Arbeiten haftet.

Deren Vorschläge kannst du dann ja hier mit genauer Materialangabe hier einstellen.

Andreas Teich



Trockenestrich



Ich würde Trockenestrich Platten im Bad verlegen, diese wasserdicht verkleben und darauf dann die Fliesen, Vinyl etc. aufbauen.

Selbst grüne Regipsplatten sind nicht 100% wasserdicht, da gibt es von Knauf ein Mittel zum Streichen mit Kanten etc.
damit haben wir alle Flächen die viel Wasser abbekommen gestrichen.



Bodengleiche Dusche



Dazu folgender Vorschlag:
Die Installation in einer Vorwand verlegen und diese mit GK (impr.) zweilagig (2 x 12,5 mm) oder einlagig (18 mm) bekleiden.
Für die Dusche vorzugsweise einen Wandablauf installieren.
Auf dem tragfähigen Untergrund eine Abdichtung aus Elastogum (3 x streichen; alle Kanten und Ecken mit Dichtband ausführen. Alle Installationsanschlüsse mit passenden Dichtrosetten versehen.
Darauf fliesen und die Eckfugen mit Silikon (ist eine Wartungsfuge) ausführen.
Diese Arbeiten sollten vorzugsweise von einem Installateur und einem Fliesenleger ausgeführt werden.





vielleicht wäre dieses etwas:

http://www.wedi.de/index.php?eID=ajaxDownloadMedium&attribute_id=4577&L=0

(das pdf findet sich nach dem Anklicken im Downloadordner)

Gruß

GE



Edelstahl Duschwanne



In meinem 300 jährigen Haus kommt nun endlich eine Dusche ins dritte Bad unterm Dach. Selbe Gedadanke wie meine Vorredner habe ich mir gemacht, es ist lange gegangen, bis ich auf di eLösung gekommen bin. Edelstahlwanne mit Rinnenablauf und integriertem, von oben zugänglichen Siphon (Sumpf). Ich habe sie mir auf Mass fertigen lassen aus 2mm Edelstahl und auf 32mm Lärche-Dreischichtplatten gestellt. Nähere Infos gern über PN
Grüsse



Edelstahlduschwanne als Problemlöser?



Eine Duschtasse aus Edelstahl (und warum 2 mm?) löst das Problem auch nicht.
Es ist letztlich unerheblich, aus welchem Material sie besteht.
Der Schwachpunkt ist der Anschluss an den Baukörper.
Entweder habe ich ein komplettes Bad aus K'stoff (von mir aus auch Edelstahl), wie sie im Wohnwagen- oder Schiffsbau verwendet werden oder ich muss die Duschtasse dauerhaft dicht an den Baukörper anschließen.
Eine Lösungsmöglichkeit habe ich w.o. aufgezeigt.
SG



Edelstahlwanne



...aus welchem Material den sonst, wenn es dauerhaft sein soll? Oder aus 10mm starkem Blech, nur, dann wird sie zu schwer.
Der Anschluss an den Baukörper ist wandseitig mit hohen Lappen (200mm)-ich hoffe jetzt kommt nicht die Frage warum 200mm- über welche drübergefliesst wird. Ohne Silikonfuge. Genau so der Einstiegsbereich, nur sind sie da abgewinkelt. Der eingescheisste Sumpf hat noch den Vorteil, das man keine unsicheren Flanschverschraubungen mehr hat, die nicht auch Dichtigkeit getestet werden können und an die man auch nie mehr drankommt. Keine Verfliesung ist wasserdicht! Was nützt mir eine dichte Bahn UNTER den Fliesen? Wohin geht die Feuchtigkeit??? Kein Fliessenleger gewährt mehr als 2 Jahre auf seine Arbeit. Das ist das Problem. Ich habe es gelöst und es funktioniert. Das genügt mir. Ich wollte es hier aufzeigen und dem interessierten (Alt-)Häusle-Bauer meine Idee weitergeben und eigendlich nicht auf Besserwisser, die es immer gibt, antworten. Nun hab ichs doch getan.



Edelstahldusche



@ loschinger

Beim Stöbern bin ich auf diesen Thread gestoßen.
Da ich vor einem ähnlichen Problem stehe, würde es mich interessieren, wie Sie das mit der Edelstahldusche gelöst haben.
Gibt es da Bilder, Zeichnungen oder Beschreibungen.
Wie sind die Langzeiterfahrungen?

Es würde mich freuen, von Ihnen zu hören. gerne auch als Privatmail an paul.hippenstiel@gmx.de

Schönen Sonntag noch

Paul Hippenstiel