Duschtasse Acryl oder Keramik auf Holzboden?

05.03.2006



Hallo,
wir wollen in unserem Haus (Bj. 1907) ein Badezimmer im 1. Stock einbauen.
Der Dielenboden muss wegen der Leitungen teilweise aufgemacht werden, er soll dann "überdielt" werden.
Fliesen sollen nicht aufgebracht werden (kalt und auf schwingendem Dielenboden eh nicht von Dauer..).
Die Duschtasse soll in einer Ecke des Raumes eingebaut werden.
Eine Meinung war: auf jeden Fall Polyestrol-Unterbau unter die Tasse wegen der möglichen Bewegungen der Diele unter der Tasse.
Eine andere Meinung war: Polyestrol-Unterbau nützt nichts, besser wäre Duschtasse aus Keramik, denn die ist stabiler.
Ich persönlich habe nichts gegen Keramik, manche sagen, Acryl wäre fusswärmer, ich finde Keramik auch O.K..
Wozu ist zu raten und wie sollte die Abdichtung zwischen Fliesen und Duschtasse sein - damit nichts zwischen Duschtasse und Fliesen in den Boden "sifft"?
Mit freundlichen Grüßen!



Acryl oder Stahl Duschtasse



Duschtassen aus Stahl mit Emaill sind sehr strapazierfähig und in vielen Formen und Größen zu haben. Wichtig ist eine entsprechende Erdung der Duschtasse.
Bei Acryl hat man einen weichen Werkstoff mit empfindlicher Oberfläche, der natürlich immer wieder aufpoliert werden kann.

Ich würde heutzutage immer dem Stahl dem Vorzug geben, wobei ich hier auf eine gute Qualität aus dem Sanitärfachhandel achten würde.

Der Vorteil bei einfacher Pflege ist die Langlebigkeit.



Kaugummiwannen (Acryl)...



taugen bei Duschen aus meiner Sicht nicht viel, da sie nicht stabil genug sind. Wenn die bei Belastung Bewegungen machen, ist die Andichtung gefährdet. Mal vielleicht bei Kaldewei schauen, deren Badewannen sind aus 3 mm Blech, da werden die Duschwannen nicht viel dünner sein.
Andichten erfolgt durch ein Dichtband, das mit seinem selbstklebenden Bereich an die Wanne geklebt wird und das freie Ende an die Wand mit der zweiten Schicht Dichtmasse eingearbeitet wird. Zuvor wie gesagt erste Schicht (Lastogum zum Beispiel).
Als Unterbau würde ich bei diesem konkreten Fall im Bereich der Dusche einen stabilen OSB-Unterbau machen (min.25mm), darauf Trockenestrich so groß wie die Dusche und die Tasse vernünftig untermaueren. Mit den neuen Dielen kann man dann die Ausmauerung anfahren.
Für die Dielen im Bad hat Thomas Böhme als Fachmann in einem anderen Beitrag Eiche oder Douglasie empfohlen. Bei dem guten Mann mal nachfragen, ich bin mehr der für die "mineralischen" Sachen.
Das Andichten von normalen Duschtassen sind so eine Sache. Die Lösung mit dem selbstklebenden Dichtband ist der Stand der Technik, auch wenn es etwas seltsam klingt.
Erdung nicht vergessen (auch wenn sie bei Verwendung von Kunststoffinstallationen etwas aus der Mode gekommen sind).
Und immer dran denken: "Wasser hat einen kleinen Kopf!"

Gruß Patrick.