"Problemdusche"?

14.09.2008


Hallo an das gesamte Forum!
Letztes Jahr haben wir ein sehr altes (250 Jahre?) Fachwerkhaus erstanden und schon viele Tips aus dem Forum übernehmen können (z.B. konnten wir die alten Dielen in 2 Räumen retten und Ölen und die sind so klasse!), also herzlichen Dank bereits jetzt an alle, die hier aktiv mitmachen!

Aber nun haben wir einen Wasserschaden im Bad der ersten Etage. Ein Lecksucher der Versicherung kam und stellte fest, dass das Leitungswasser ausschließlich durch die Fugen, alten Fliesen und Dübellöcher an der Wand der komplett eingebauten Badewanne runter gelaufen ist. Leider durch die Decke ins Erdgeschoss. Tatsächlich hörte das Getröpfel auf, wenn wir nicht duschten (wir haben die Badewanne auch zum Duschen benutzt).
Er meinte, eine Firma könne das mit Röhren trocknen. Nachdem wir hier im Forum gelesen haben, entschlossen wir uns aber die Wanne zu entfernen mitsamt der alten Wandfliesen und das zeigte sich als sehr gut, denn unter der Wanne und an der Wand unten und dem Boden ist alles feucht. Einige Dielen mussten wir raussägen und noch darunter die Latten bis wir nun freien Blick haben auf die Rückseite einer Gipsplatte der unteren Etage, die zwischen den Deckenbalken ist.Wir haben aber nur so viel wie nötig entfernt und die neuen Fliesen am Fußboden des restlichen Bades gelassen. Da wir uns nun nicht mehr trauen, wieder Fliesen an die Wand zu machen (der Lecksucher meinte, es würde immer Feuchtigkeit durch die Fugen von Fliesen dringen) und eine Dusche einzubauen, dachten wir an eine Fertigdusche (die rundherum geschlossen ist)und an einen Lehminnenputz an den Wänden. Schön sind die Fertigduschen ja nicht, aber praktisch? Jedenfalls meinte ein Verkäufer zu uns, wir könnten auf keinen Fall so eine Dusche auf einen nicht betonierten Fußboden stellen, da die sich durch die Schwingungen verziehen würde. Was können wir tun, um nicht gleich das ganze Bad auseinander nehmen zu müssen?
Für eine hilfreiche Idee wären wir äußerst dankbar!
Herzliche Grüße an alle!
Bettina





Hi Bettina,

zum Einen gibt es so ne (ich kenne sie in schlumpfblau ;o) Masse, die kann man auf Riegipsplatten sreichen (z. B. von der Firma Knauf), die dann verfliest wird - damit ist die Riegipsplatte wasserdicht. Zum Anderen gibt es schon Duschen, die haben alle Seiten aus Glas. Also es ist keine Fertigdusche mit Boden und Deckel ;o) sondern die rückwand ist auch aus Glas (super zu putzen kann ich da sagen - nie wieder Fugen schrubben). Da gibt es eine Firma in Kirrlach... ich such mal raus, wie die heißt, dort gibts die zum Beispiel.

Grüße Annette (grade so kein Vogelsberg mehr ;o)

Grüße Annette



Ihr solltet



das Bad aber besser auseinandernehmen. Klingt schlimm, wird aber bestimmt billiger, als noch ein Wasserschaden.
In allen Wasserbelasteten Bereichen ist eine Wasserdichte Ebene zu installieren, und Fliesenflächen und Silikonfugen sind NICHT wasserdicht.
MfG
dasMaurer



Dichte Dusche



Hallo Bettina,
natürlich tritt Feuchtigkeit durch die Fliesenfugen. Deshalb muß man die Wand ja auch darunter abdichten. Habe allerdings noch nie gehört, dass es solche Mengen sein können, dass ein derartiger Wasserschaden entsteht. Oder aber die Wand ist mit massenhaft Bohrlöchern perforiert ;-)

Jedenfalls könnt Ihr zum Abdichten eine Gummifarbe wie Lastogum auf den Putz/Erstrich auftragen, mindestens 2 Mal. Problem ist, dass Ihr ja nun schon Feuchte Wände habt, das muss erstmal abtrocknen und kann eine Weile dauern.

Zumindest übergangsweise wäre eine Fertigdusche daher vielleicht sinnvoll. Wieso sollte die nur auf betoniertem Boden stehen können? Wie haben so ein Teil bei ebay für unsere Baustellenzeit gekauft – mit integrierter Warmwasserbereitung und Pumpe für's Abwasser. Billig, grottenhäßlich und anstrengend zu reinigen (wegen Schiebetürführungen) – aber was soll sich denn daran verziehen?

Auf Dauer wäre das aber nie was für mich, leider läuft die Baustellenzeit viel länger als gedacht...
Mein Rat wäre also, wo Ihr eh schon alles entrümpelt habt: einen guten Fachmann zu Rate ziehen und schauen, wo und wie man eine vernünftige, dichte Dusche hinbekommt.

lg, mag



Aus diesem Grunde



habe ich mich auch für eine Fertigdusche entschieden.
Stimmt, man muss 'ne Weile suchen, bis man was Sinnvolles gefunden hat - die Preise sind ja nicht Ohne.
Gern wird derartiges als Wellness-Dingens verkauft. Das sind dann Duschen mit Dampfgenerator und Massagedüsen und solches Zeug.
Ich habe eine Dusche von "Eisl" aus dem Hornbach erstanden. Dusche mit Rückwänden, Boden und Deckel, Brause, Düsen und Radio(!). Sieht sogar recht schick aus - viertelrund mit rauchigem Glas und Schiebetür.
Das gute Stück stelle ich dann einfach vor meine Lehmwand auf den Holzboden und freue mich über den gesparten Stress mit Fliesen und abdichten und verschimmelten Silikonfugen.
Hoffentlich hälts auch 'ne Weile.





Hallo Frau Wandtke,

mit einer vernünftigen Abdichtung funktioniert das auch so. Ich kenne geflieste Duschbereich auf einer Holzdecke, die seit 20 Jahren dicht sind - ohne Wanne.

Gleiches System baue ich gerade bei mir ein: Holzbalken mit Betonestrich (Bestand), alternative Abdichtung (sopro), Fliesen, fertig.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Also ich weiß nicht...



...klar muß vernünftig gedichtet werden, daß ist die Grundvoraussetzung. Aber Getröpfel ein Stock tiefer wegen fehlender Dichtebene ala Lastogum??? Für mich klingt das eher so, als hätte die Rohrleitung vom Mischer zur Brause ein Leck und wenn der Mischer geöffnet wird, geht's los.

Gruß Patrick.



"Problemdusche"



Hallo zusammen,
ich hatte schon eine Antwort geschrieben nach den ersten drei Rückmeldungen, aber vielleicht hatte ich meinen Namen nicht ausgeschrieben? Finde sie nicht mehr.

Jedenfalls vielen herzlichen Dank für alle Antworten!
Es sind gute Anregungen für uns dabei!
Unbedingt interessiert uns noch (liebe Anntette) wie die Firma heißt, die die Glaswände rundum anbietet. Könntest Du nochmal nachsehen?
Seit etwa 2 Wochen trocknen wir jetzt mit einem Luftentfeuchtungsgerät. Es ist tatsächlich so, dass die Feuchtigkeit "bloß" aus der naßgeduschten Wand kam. Allerdings war da auch nichts abgedichtet, so dass das Wasser ungehindert in den Lehm hinter den Fliesen laufen konnte und wir glauben, dass das nicht erst seit wir das Haus haben passiert ist. Und etliche Vorbesitzer haben da ihre diversen Dübellöcher hinterlassen.
Das mit der Wellness- Geschichte ist uns auch so vorgekommen: Teure Fertigduschen, aber ohne Dampfdusche und Aroma-Zerstäuber ist kaum was dabei.
Habe bei der Firma "Blumenberg GmbH" eine Holzdusche gesehen. Die sieht ja klasse aus! Und die geben lebenslange Garantie. Hat jemand Erfahrung mit solchen Böttcher-Produkten? Bei den Duschen bräuchte man auch keine dichte Wand, die haben Glaswände.
Nun müssen wir rechnen und überlegen...
Ich danke allen für Ihre Überlegungen!
Viele Grüße
Bettina