Drempelumbau und Tauwasser

02.02.2015



Hallo Zusammen

Ich habe auch eine Frage, da ich mittlerweile für unseren Fall 3 verschiedene Meinungen habe.

Wir haben ein Haus aus den 30er Jahren, dieses wurde saniert und bekam ein neues Satteldach.

Wir haben vor 3 Jahren angefangen das Dach auszubauen und zu dämmen. Jetzt haben wir festgestellt das wir Probleme mit Tauwasser zwischen Dämmung und Unterspannbahn haben.

Unser Aufbau:
- Ziegeleindeckung
- Hinterlüftung
- Unterspannbahn diffusionsoffen sd <0,1m
- 20cm Mineralwolle
- Dampfsperre sd=100m

Es handelt sich um ein unbelüftetes Warmdach und die Dämmung geht bis zur Fußpfette.

Die Dampfbremse wurde innen über die Fußpfette bis an die alte Decke gezogen und sauber verklebt.

Problem: Man hat nun festgestellt, dass durch die alte Holzbalkendecke von unten Luft sich ihren Weg sucht, und zwar durch das alte Mauerwerk (kein betonierter Ringanker) und entlang der alten Deckenbalken (diese liegen bis auf 2cm außen auf dem Mauerwerk auf) unter der Fußpfette durch, hinter die Dampfbremse. Dort kondensiert logischerweise die warme aufsteigende Luft, teilweise richtige Konvektion vorhanden und kondensiert). Das Wasser läuft die Unterspannbahn dann über die Dachschalung hinweg und durchfeuchtet diese komplett.

Jetzt haben wir den Tipp bekommen, da wir keine luftdichte Anbindung der Dampfbremse bis runter hinbekommen, eine Abseitenwand zu bauen.

Idee: Die Dämmung wird im unteren Bereich des Dach entnommen, eine Abseitenwand wird gebaut. Diese wird auf den neuen Boden im Dach (Styrodur mit OSB Platten) aufgestellt. Die Dampfbremse wird bis auf den Boden vor der Abseitenwand runtergezogen. Hinter der Abseitenwand wird der neue Boden entfernt, so dass die alte Holzbalkendecke wieder sichtbar ist. Um das Ganze abzuschliessen sollen wir den Drempelboden (Holzbalkendecke) einfach mit Mineralwolle belegen, bitte ohne Folie. Um die Feuchtigkeit im somit geschaffenen Drempel (der nun als Kaltdach besteht) abzulüften, werden Lüftungsziegel eingebaut.

Was haltet ihr denn von dieser Idee, eines Experten ?

Die Feuchtigkeit soll angeblich durch die Dämmwolle durchdiffundieren und ablüften, die aus den unteren Stockwerken kommt ?

Ratlose Grüße
Markus





Klingt sehr kompliziert:
Zwei Fragen habe ich sofort:
- Warum geht der Planer davon aus, dass die Dämmung durchfeuchtet wird? Wenn alles richtig gemacht ist, sollte der Kondensationspunkt nicht in einer ungeschützten Dämmung sein oder diese von feuchter Luft durchströmbar sein, denn die Dämmung verliert dann ihre Dämmfähigkeit (zum großen Teil).
- Der Drempel verlagert den Taupunkt doch nur, oder? Die Balkenköpfe werden weiterhin vom Tauwasser umspült...

Kannst Du nicht die unteren Räume dämmen und gegebenfalls mit Dampfbremse versehen?

Gruß
Matthias