Wasserperlen an der Kellerdecke

04.03.2013



Hallo zusammen,

erhoffe mir Informationen zu folgendem Problem:

Bereits zwei/dreimal habe ich festgestellt das die Kellerdecke im Bereich eines Anbaus voll mit "Wasserperlen" ist. Dieser Keller geht noch in einen kleinen Keller vom Haupthaus über. Dort ist nichts.
Insgesamt sind die Wände und der Boden trocken.
Auch haben wir eine Zwangsentlüftung (Kanalrohr).
Das Haus steht die meiste Zeit leer und wird auch nicht beheizt.

Wie kommt die Feuchtigkeit an der Decke zustande ? Wäre eine Dämmung der Kellerdecke hilfreich ?

Danke im voraus
Christian



Das sind gleich drei Plobleme...



1. Warum kondensiert die Feuchtigkeit an der Decke?
--> weil die Decke der kälteste Teil des Kellers ist. Es wäre nicht ungewöhnlich, wenn der Keller im Winter wärmer ist, als das unbeheizte Erdgeschoss

2. Hilft Dämmung der Decke dagegen?
--> es ändert sich ja nichts an der grundsätzlichen Temperaturverteilung

3. Wo kommt die Feuchtigkeit her?
--> hier kann nur gemutmaßt werden.
a) doch durch Boden und Wände, aber halt so allmählich, dass sich die Flächen trocken anfühlen
b) Wo eine Entlüftung vorliegt, muss auch neue Luft zugeführt werden. Wie ist das gelöst?

MfG,
sh





"Auch haben wir eine Zwangsentlüftung (Kanalrohr)."

Was spricht gegen die Annahme, dass es gnau umgekehrt ist und das Kanalohr den Keller mit feuchter, vergleichsweise warmer (Abwasser) Luft versorgt.

Sowohl Luftfeuchte als auch höhere Temperatur lassen Luft von unten nach oben aufsteigen und das Kanalrohr dürfte sicher unten sein.


Gruß G



Die Idee...



... eine Raumentlüftung an die Abwasserent- oder Belüftung anzuschließen, wäre keine gute, neinneinnein... unabhängig vom geschilderten Problem.

Ich habe das mit dem Kanalrohr so interpretiert, dass lediglich über ein KG-Rohr ein dauerhafter Verbund mit der Außenluft hergestellt ist.

MfG,
sh





Zunächst einmal vielen Dank für die Antworten.
Es ist richtig dass lediglich über ein KG-Rohr ein dauerhafter Verbund mit der Außenluft hergestellt ist

Eine Luftzufuhr erfolgt nur sporadisch durch ein Kellerfenster da das Haus leersteht.

Gruß
Christian





dann war die Idee natürlich falsch.



Wenn also...



... im Prinzip keine Luft rein kann, dann kann auch keine raus.

Eine Möglichkeit zur Lösung bestünde darin, eine ähnliche einfache Zuluftzuführung am anderen Ende des Raumes zu schaffen und die Umwälzung mit einem Rohrventilator in der Abluft zu unterstützen. Das Teil muss ja nicht rund um die Uhr laufen. Per Zeitschaltuhr rund eine Stunde am Tag auf mehrere Intervalle gelegt, macht für ein "Billiggerät" rund 0,015 kWh/d und damit rund 70Ct Stromkosten pro Halbjahres-Saison bei Investition von um die 25,- Euro und ein bisschen Arbeit...

MfG,
sh

PS @Götz: Macht ja nix, lieber einmal mehr zum Denken angeregt, als den Sand in den Kopf gesteckt... oder so ähnlich...



Uuuups & Nachtrag...



... natürlich könnte auch über das eigentlich als Entlüftung beschriebene Rohr eine Menge Feuchte bei ungünstigen Bedingungen (Wetterseite, Schlagregen, etc.) in den Keller eintreten.

MfG,
sh



Heute



Hallo Christian,
Heute war so ein Tag ,an dem sowas passieren MUSS.

Bei uns war es heute nacht - 5 grad . Diese kalte Luft fällt in den Keller und kühlt die Kellerdecke. (Kanalrohr).

Danach scheint draußen die Sonne und es wird + 15 grad warm.

Die warme gesättigte Luft lüftet in den Keller und sucht sich eine kalte Stelle um zu kondensieren.(Decke)

Die Parole lautet: KELLER IMMER NUR DANN LÜFTEN, WENN ES DRAUSSEN KÄLTER IST ALS DRINNEN.

Die Idee von Sebastian H. ist schon ganz gut--- nur sollte man noch die Temperatur steuertechnisch berücksichtigen.

viele Grüße



Wie wäre es



wenn die Verbindung nach Außen geschlossen ist und stattdessen
der Keller regelmäßig über die Raumseitige Kellertür, Luke oder was auch immer entlüftet wird?
Belüftung von Außen als Zuluft für den unbeheizten Keller halte ich für riskant.



warum denn in die Ferne schweifen



...hier gibt es doch den Problemlöser



Trockner



@bpB,

Genau: Das wäre das richtige Gerät ;-))

viele Grüße





Andersherum als oben

@steiner: Belüftung heißt auch Entlüftung... Beides muss gewährleistet sein... also Luftaustausch von feuchter durch trockene Luft... jedenfalls in der kalten Jahreszeit ist das mit natürlicher Lüftung möglich... und im Sommer, obwohl oft umgekehrt, meistens unkritisch, jedenfalls für Wohnräume und für Kellerräume, die dorthin einen Austausch haben...
Warum also riskant? Begründung bitte...

MfG,
sh

@bpB: Der darf sich auch gerne sinnvoll beteiligen...





@SH
heißt sinnvoll bei Ihnen viel?





Keineswegs... aber was soll das?...

sh





Ich hab den Link für Sie noch mal fett gemacht.



Ja und nun?



Ich kann momentan nicht ganz folgen...

MfG,
sh





Durch die im Winter erfolgte Kältezufuhr durch das Rohr, entsteht an der Kellerdecke Tauwasser. Zumindest dann, wenn im EG geheizt wird und der Dielenboden die Temperaturdifferenzen gewährleistet. Der Taupunkt verlagert sich auf die Kellerdecke und dort ist dann Tauwasser.
Vorraussetzung ist bei näherer Überlegung, daß die Decke gestrichen oder lackiert ist. Kann aber auch sein, es ist kein Dielenboden, und dann?





Es ist die Kellerdecke unter einem Anbau. Die Decke ist aus Beton. Ob sich in der Decke eine Dämmschicht befindet ist mir nicht bekannt (stammt noch aus LPG-Zeiten).
Alle Beiträge deuten ja in Richtung Be-/Entlüftung hin.
Werde mir mal dahingehend Gedanken machen. Die Idee mit dem Lüfter im KG-Rohr finde ich schon mal gut. Die Zufuhr von neuer Luft kann durch öffnen (kleiner Spalt) vom Kellerfenster ermöglicht werden.

"KELLER IMMER NUR DANN LÜFTEN, WENN ES DRAUSSEN KÄLTER IST ALS DRINNEN."
Somit kommen nur die Wintermonate in betracht.

"... natürlich könnte auch über das eigentlich als Entlüftung beschriebene Rohr eine Menge Feuchte bei ungünstigen Bedingungen (Wetterseite, Schlagregen, etc.) in den Keller eintreten."
Ein guter Hinweis. Das Rohr ist auf der Wetterseite. Werde hier die Konstruktion nochmals überdenken.

" regelmäßig über die Raumseitige Kellertür, Luke oder was auch immer entlüftet wird?"
Als Zugang gibt es nur eine Bodenklappe (Luke). Diese befindet sich im Flur. Habe diese auch schon öfters mal offen gelassen. Solange das Haus nicht ständig bewohnt wird geht das ja noch, aber dann .....

Danke und Grüße
Christian