Dachpappe entfernen oder drauf lassen?

04.10.2009



hallo zusammen,

es geht um mein mobilheim, das hat ein flachdach. dort wurde vor 25 jahren Dachpappe drauf gemacht und seit dem vermutlich immer wieder mit schwarzer bitummasse übergespachtelt und gestrichen. das Dach ist stellenweise undicht und ich möchte es neu machen lassen.

ein Dachdecker hat mir gesagt, das ganze alte zeugs muss runter und dann käme eine allufolie drauf und darauf die Dämmung (styropor) und darauf eine neuartige kunststofffolie, die 20 jahre garantie hat. auf meine frage, wieso das ganze alte zeug runter muss, meinte er, das wäre so schwer, wenn er da noch was zusätzlich dann drauf machen würde, würde die Statik des hauses leiden und im schlimmsten fall zusammenfallen.....

ein zweiter dachdecker meinte: quatsch: dachpappe kann drauf bleiben, die Entsorgung ist viel zu teuer. außerdem, dann braucht es auch keine alu-unterspannflolie, sondern nur die dämmung und dann die Folie mit 20 jahren garantie.

ich weiß nun nicht so ganz, was ich glauben soll. da ich aber zusätzlich von innen unter die Sparren holzflexdämmung machen möchte und die ja auch relativ schwer ist, wär das ja noch zusätzlich vielleicht eine statische Belastung dann?????

also meine frage: ist dieses dachpappenzeugs (was ja ewig wieder übergespachtelt wurde) wirklich so schwer? oder sollte man es aus noch anderen gründen entfernen (giftig oder so was?)...

lieben gruß von sare





Der erste Dachdecker hat die richtige Lösung vorgeschlagen, wenn du einen vernünftigen neuen Aufbau willst, dann runter mit dem alten Krempel. Und so teuer ist die entsorgung auch wieder nicht.
Das die alte Abdichtung mit den Jahren immer schwerer wurde ist klar, wenn man ständig neue Pampe draugeschmiert hat.

Die Lösung des zweiten Dachdeckers ist vielleicht etwas kostengünstiger aber ich würde den ersten bevorzugen.
Der Vorteil ist das du einen komplett neuen Aufbau bekommst, man kann nie wissen ob sich in der alten Abdichtung vielleicht doch Restfeuchte befindet und diese Restfeuchte würde sonst schön dicht eingepackt und kann überhaupt nicht mehr verdunsten.

Also, runter mit dem Krempel und gut is..





Hallo,

es gibt immer Restfeuchte im alten Aufbau, der dann am entweichen gehindert würde, wenn Sie ein neues Foliendach aufmontieren.
Auch die Sache mit dem Gewicht ist ernstzunehmen: ich stell mal ein Bild ein, wie Abläufe mit der Zeit rätselhaft nach oben wandern: sie liegen dann hoch und trocken.
Positiv: nach neuer Norm (Klimafolge) müssen wir im Kohlenpott nur noch mit 45 kg Schnee rechnen statt mit 75.

Und die Dachpappe besteht fast nur aus Schadstoffen: PAKs.

Grüße vom Niederrhein



Hi Sare,



wir haben auf unseren Zirkuswagen damals erst Dachpappe aufgenagelt und dann Bitumenschweissbahn aufgebrannt - das wog dan mal locker ne halbe Tonne und schwarz im Sommer....da konntest du fast drauf kochen.....also wenn Folie, dann eine weisse.
Sonst gäbs noch Blech, aber das ist laut bei Regen und recht teuer.

Das Runtermachen hat auch den Vorteil, das du bequem von oben arbeiten und eventuelle Schäden in der Konstruktion gleich mitmachen kannst.

Gruss, Boris