Drainage legen bei Teilkeller

20.04.2005



Hallo zusammen,

wir haben ein kleines Problem bei der Verlegung der Drainage um unser 169 Jahre altes Fachwerkhaus.
Das Haus ist 1/4 unterkellert (Gewölbekeller mit Lehmboden, Keller von Hälfte des Giebels bis zum Hof) und steht mit dem Giebel der unterkellerten Seite und der Rückseite zum Hang. Der Keller geht etwa 2,50m ins Erdreich, der Rest des Hauses ca. 40 cm. Wie tief sollte man die Drainage verlegen? Bei 2,5 m Tiefe habe ich Probleme das Wasser abzuleiten. Das Foto zeigt den Giebel mit Teilkeller und die Hofseite. Ich hoffe mit der Drainage auch ein bisschen Wasser von den Wänden abzuleiten, da wir keine Sperrschicht in der Wand einbringen können oder kennt jemand ein System für 70 cm starke Granitwände?



Teildrainage



Hallo
Also das kommt ganz auf den Untergrund an, auf den das alte Gemäuer gegründet ist.
Wenn der Untergrund sehr tonhaltig ist, kann eine Drainage auch kontraproduktive Auswirkungen auf das Gesamtgefüge haben.
Wenn es zu einer Austrocknung im Fundamentbereich kommt, kann es zu Setzungen das Baugrundes und somit des Bauwerkes kommen!
Also Vorsicht vor allzu schnellen "Sanierungsarbeiten" und schnellen Trockenlegungen!
Ein altes Haus kann da böse reagieren!
So aus der Ferne wars das!
Grüsse aus Nürnberg!
Florian Kurz





hallo ralf mirtschin,
fernanalysen sind wie hr. kurz schon sagte, eher schwierig. die dimensionierung, tiefe, Abstand zum fundament, ableitung udgl. kann schnell und kostenlos von einem fachberater von drainrohren geliefert werden. ein hydrologisches Gutachten wäre ein bischen übertrieben. sicher wollen die fachberater der firmen etwas verkaufen, aber ein Querschnitt größer oder ein spülschacht mehr ist bei einer sochen massnahme kein erheblicher kostenfaktor. ausschlaggebend ist auch die kiespackung und die ableitung am fundament. das anfallende wasser sollte über einen absturzschacht oder rigole abschliessend zum versickern zugeführt werden. hier kann man, wenn die umstände entsprechend sind auch über eine versickerung des oberflächenwassers und des regenwassers aus den dachflächen nachdenken. die eingesparten kanalabgabengebühren können sich demnächst, wenn geregelt, in einigen jahren amortisieren, wenn diese auf dem eigenen Grundstück der versickerung zugeführt werden.
schöne grüsse
christian bernard



Hat evtl. auch jemand daran gedacht, dass mit einer Drainanlage erst recht Wasser ums Haus geleitet wird?



Es sollte schon einmal darüber nachgedacht werden, warum das Wasser überall hingeleitet werden soll.
Der Wunsch, dass das Wasser immer nur abfliesen soll, ist verständlich, aber man muss auch darüber nachdenken, dass dadurch eine Leitung ums Haus verlegt wird die, wenn es nicht schneller wegläuft als es eindrinngt ein Problem entsteht.
Wer solche Drainanlagen nach mehreren Jahren gesehen die nie gereinigt wurden, (wer macht das schon) hat sicher auch gesehen - manches wähschst zu und einiges verschlammt.