Drainage, Hochpunkt über UK Fundament?

16.07.2018 BlackDevil



Hallo Zusammen,
wir sanieren derzeit unser Haus BJ1951. So wie es aussieht, ist das Fundament aus Beton mit sehr groben Kieseln und es wird nach unten nicht breiter, so wie man erwarten würde. Von außen sieht es so aus, als höre die Kellerwand einfach irgendwann auf.

Nun stellt sich mir die Frage, wo ich den Hochpunkt für eine Drainage setzen soll. Normal wäre es 20cm unter der Oberkante des Fundaments, allerdings ist das so klar von außen nicht erkennbar. Soll ich von der UK zu einem Referenzpunkt hochmessen und von der Strecke 20cm abziehen?

Danke im Voraus :)



Moin,



1. Finger weg vom Fundament und schon gar nicht bis UKF graben --> Grundbruch-->Einsturz
2. Wozu soll die Drainage sein gibt es einen aktuellen Anlass, es hat ja schon recht lange ohne funktioniert?

Gruß aus Hessen



Hi



Bis zur Unterkante Fundament wollte ich auch nicht, auch wenn unser Architekt etwas anderes sagt ist es mir zu wieder das Haus komplett freistehen zu lassen mit seinen Bruchsteinwänden.

Anlass sind die 85-90% Luftfeuchtigkeit im Keller. Der Boden ist sandig/lehmig mit vielen Kieseln. Die Kellerwände sollen abgedichtet und das versickernde Wasser abgeführt werden. Die Bruchsteinwand hat bereits lose Stellen (die in dem Fall mit KS ausgebessert werden sollen).

Wie gesagt, an einer Stelle (20cm breit) haben wir die UKF gefunden. Von dort ausgehend würde ich zu einer Referenz hoch messen. Damit könnte ich dann runterrechnen in welcher Tiefe ich 20cm über der Fundament Unterkante bin.



Planung



...ein Architekt? Sicher, dass er der richtige Ansprechpartner ist? Bruchsteinwände würde ich nicht freilegen.Sorgt dafür, dass kein Regenwasser an die Wand plätschert....entfernt eventuelles Gebüsch vor den Wänden....im Sommer Fenster zu im Keller....legt doch erstmal PVC auf den Fußboden und schaut, was mit der Luftfeuchte passiert. Ich vermute, euer Keller ist "arschkalt" und wenn dann Feuchte warme Luft in den Keller kommt, habt ihr plötzlich solche Feuchtewerte....ohne es genau zu wissen, ich denke nicht, dass euer Problem das Erdreich an der Wand ist



Hi



Die Erde speichert die Feuchtigkeit ziemlich gut. Nach gut zwei Wochen Hitze ist die Erde knapp unter der Oberfläche (<10cm) noch so feucht, dass man solide Bälle draus formen kann.

Bezüglich Drainage bin ich daher auch noch skeptisch und noch nicht am Ende. Die Wände von außen gegen die Erde abzuschotten erscheint mir aber sinnig.

Kurzer "Nebenhinweis": Die Wände bestehen ganz unten aus einer Art Stampfbeton (mit sehr groben Kieseln), danach einer Schicht Bruchstein, dann ein Betongurt, darauf sauber geschnittene Sandsteine und darauf eine Betondecke. Darauf dann Bims. Der Betongurt schaut zur Hälfte aus der Erde heraus und es gibt eine (mit Sicherheit nicht mehr ganz in Takte) Horizontalsperre zwischen Bruchstein und Beton.