Drainage ja oder nei bei einem alten Haus

18.03.2007 Altesfachwerk



Moin, moin
kurz zum Haus. Das Haus ist ca. 130 Jare alt und ein Zweiständerfachwerhaus. Das Fundament besteht aus Feldsteinen und unser Dach ist Reet. Das Haus selbst steht im Grund, d. h. das gesamte Wasser läuft hier hin. Vom Reetdach kommt natürlich noch das Regenwasser da man ja keine Regenrinne hat. Von unten drückt das Wasser hoch. Wenn man durch den Garten geht, hört man das Wasser richtig und es kommt nach oben. Unser Boden ist stahr lehmhhalting und trocknet dadurch nicht super schnell ab. Der Mutterboden ist sehr schwer.
Im Haus haben wir trotz dieser extremen Feuchtigkeit aber nur zwei kleinere Stellen mit Feuchtigkeit an Innenwänden.Im Sommer sind diese Stellen absolut trocken. Die Aussenwände sind trocken.
Nun die Frage, ist es sinnvoll eine Drainage ums Haus zu legen? Was passiert mit dem jetzigen Untergrund? Könnte das dem Haus mehr Schaden wie nützen? Wenn Drainage, wie weit weg vom Haus? Tiefe 80 cm frostfrei?
Wir würden es halt zur Erhaltung machen, möchten aber auch keinen Schaden durch Überaktionismus bereiten. Das Wasser auf dem Grundstück ist zwar in der Übergangszeit etwas nervig, kann man sich aber mit arrangieren.

Danke schon mal fürs lesen und hoffe auf Antworten

Tatjana



Dränung ja oder nein beim alten Haus



Hallo Tatjana,
Euer Haus kommt anscheinend ganz gut auch ohne Dränung zurecht.
Wenn Ihr Euren Garten etwas trockener haben wollt, geht das mit Rigolen (so eine Art Dränung aber ohne Rohre) ganz gut. Interessant wäre in dem Zusammenhang die Bodenverhältnisse, also Schichtenabfolge, Höhen, Grundwasserverhältnisse und Bodenarten.
Habt Ihr eine Vorflut, in die Ihr Wasser einleiten könnt?

Viele Grüße
Georg



Rigolen, Dränung



Genauso wird es gemacht.
In der modernen Niederschlagswasserbeseitigung ist die "Rigole" sowas wie die Wiederauflage des bewährten Straßengrabens in anderer Schreibweise. Man schafft einfach kleine Senken im Wasserspiegel.

Das sollten Sie aber nicht neben Ihren Fundamenten machen, weil die Rigole eben Wasser anzieht. Wenn Sie hier ein ableitendes Dränrohr legen wollen, dann nie unter Tiefe der Fundamente. Fehlende Vorflut können Sie nur durch Pumpen ersetzen.

grüße



Wenn möglich ist eine Drainage immer von Vorteil.



Sehr geehrte Frau Koppermann,

wenn es möglich ist bei Ihnen eine Dränage zu verlegen, ist das immer sinnvoll. Beachten Sie hierbei den HGW, die Möglichkeit einer entsprechenden Vorflut, das nötige Gefälle, die Tiefe, den Abstand und den Aufbau der Drainage.

Ist der HGW (Höchstgrundwasserstand) nicht bekannt, dann graben Sie ein Loch - dringt das Wasser von den Seiten her ein, handelt es sich um Schichtenwasser und die Dränung ist möglich.

Ein abschnittsweiser Einbau ist ohne Gefährdung der Fundamente möglich.

MfG Andrea