Diffusionsoffene Bodenbeläge

09.03.2016



Guten Abend liebe Foren-Leser / Schreiber,
wir sanieren seit 6 Jahren unser altes Haus mit Scheunenanbau. Endlich sind wir in den letzten Zügen angelangt und sind noch auf der Suche nach einem diffusionsoffenen Bodenbelag für unsere letzte Baustelle, die Diele. Holz schliessen wir aus, da wir das bereits in Mengen verwendet haben.

Es wird der alte Beton rausgeschlagen, so dass wir im Erdreich ankommen werden.
Der Bodenaufbau wird nun mit Liaver Blähglasgranulat und hydraulischem Kalk, Holzweichfaserplatte und Lithotherm Fussbodenheizung vorgenommen.
Darauf würden wir entweder Ziegelsteinfliesen oder Natursteine Verlegen wollen.

Nun haben wir gesehen, dass die Natursteine eine unterschiedliche Wasseraufnahme haben und wir stellen uns die Frage, ob nun jeder Naturstein (Granit, Kalkstein, Marmor etc.) verwendet werden kann, oder ob es hier Einschränkungen bezüglich der diffusionsoffenheit gibt. Gibt es Steine die wir meiden sollten? Was könnt Ihr empfehlen.
Wir freuen uns über Hilfe
Viele Grüsse
Familie Jung



Warum



ein diffusionsoffener Fußbodenbelag gegen Erdreich? Natursteine sind wenig bis gar nicht diffusionsoffen, egal ob Marmor, Granit oder "ziegelsteinfliesen". Zum Fußbodenaufbau gegen Erdreich wimmelts nur so von Beiträgen - Suchfunktion sei dank.





Die Wände des Hauses sind aus Rauhsteinen mit Lehm gemörtelt. Da bei einem nicht diffusionsoffenen Bodenaufbau die Feuchtigkeit (wie es jetzt aufgrund Beton der Fall ist) in das Mauerwerk geht, benötigen wir einen Belag der diffusionsoffen ist. Der Bodenaufbau ist prinzipiell klar, deswegen wir der Boden entfernt und auch neu eingebracht, in Form der Dämmung mit Liaver etc. Nur sind wir nun unsicher welchen Belag wir als Endbelag nehmen können bzw dürfen, Tonfliesen sind uns mit 100 EUR pro qm zu teuer, Holz haben wir bereits in den anderen Bereichen und für die Diele wollten wir etwas anderes.

Deswegen auch die Frage, in welcher Form ggf. Natursteine diffusionsoffen sind. Sandstein muss z.b. diffusionsoffen sein, wobei Granit wohl sehr dicht ist. Feinsteinzeug bzw. normale Fliesen fallen auch raus, da diese auch dicht sind, aber welches Material bleibt dann noch übrig bzw darf verwendet werden?



Erdberührter Fußbodenaufbau



Es ist definitiv nicht so, dass bei dichten Böden die Feuchtigkeit vermehrt in die Wände zieht.

Feuchte Wände gab es schon lange vor dem Aufkommen von Folien, Beton uä.

Warum das Glasgranulat und den hydraulischen Kalk?
Der hat doch auch zementäre Eigenschaften.

Wenn der Boden nicht absolut trocken ist kann die Holzfaserdämmung durchfeuchten-besonders wenn wie hier nach oben keine Austrocknung stattfinden kann.

Wenn kein Beton gewünscht wird könnte der Unterbau gut verdichtet werden, darauf zB Glasschaumschotter/-granulat verlegen,Feuchtigkeitssperre, Holzfaserdämmplatten und Creaton-Trockenestrichplatten als Belag.
Auf die kann später auch ein anderer Belag verlegt werden.

Wenn eine Fußbodenheizung gewünscht wird eine dünn auftragende Variante auf den Holzfaserplatten nehmen.
Die 45 mm dicke von Lithotherm hat Vorteile in Bezug auf Schalldämmung, die hier aber nicht benötigt wird und die mögliche Dämmhöhe reduziert.



diffusionsoffenheit



ist hier nicht angebracht. Mit diffusionsoffenen Materialien diffundiert die Feuchte aus dem Erdboden durch den Aufbau nach oben. Der Boden muss gegen Feuchtigkeit gesperrt sein. Wer hat Ihnen erzählt, dass Ihre Mauerwerksfeuchte aus dem Beton kommt? Wie sind die Mauern gegründet? Ich vermute, es gibt keine Horizontalsperre zwischen Fundament und Mauerstein. Übrigens weiß ich nicht, was Rauhsteine sind. Wer hat Ihnen den Fußbodenaufbau wie oben beschrieben empfohlen.
Übrigens, der Begriff Diffusionsoffen ist nicht klar definiert.



geölter Sandstein?



Hallo,

im Kraichgau gibt es wunderbaren Sandstein, der sich bestens als Bodenbelag eignet. Wir haben in unserem Flur große Sandsteinplatten aus dem Steinbruch in Maulbronn verlegt und anschließend geölt.
Im Blog von Nautral-Farben Deutschland findet ihr einen Beitrag wie das dann aussieht. Allerdings mussten wir wegen der Plattengröße bis zu 50*90 cm eine Plattendicke von 4cm wählen. Ich denke das würde eine ziemlich träge FBH ergeben :) Mit kleineren Platten können diese sicherlich dünner gewählt werden, aber Sandstein wird immer eine dickere Platte sein wie ein kompekteres Gestein wie Granit o.ä.

Viele Grüße

derMicha