Felderdielung

06.01.2010 Rittersitz



Hallo,

wir möchten gerne einen neuen Dielenboden einbauen - eine sog. historische Felderdielung ca. 25 qm. Ich würde folgendermaßen vorgehen:
· alte Dielen raus, da absolut durch
· 22 mm Rauspund auf Balkenlage (Balkenabstand fast 1m)
· umlaufendes Fries und Felderkreuz in Eiche 26 mm mit Holznägeln auf den Rauspund
· 26 mm 300 er breite Tannendielen mit Holznägeln aufbringen

Was wäre ggfl. noch zu beachten (Qualität des Rauspundes, Lage der Dielen zum Blindboden etc.

Vielen Dank im voraus!





Eine Trittschalldämmung, Hanffasermatte o.ä. auf dem Rauspund verlegen.
Rauspund aus dem Baumarkt hat noch zuviel Restfeuchte und schrumpft daher noch enorm.



Nie gehört



Gibts dazu auch Fotos? Hört sich sehr interesant an!



Bei Balkenabstand



1,0 m Rauhspunddicke >= 28 mm. Ausführung als statische Scheibe siehe Skizze in meinem Profil.
Wenn die obere Dielung mit der Rauhspunddiele verbunden wird, macht eine Zwischenlage zur Trittschalldämmung keinen Sinn.



Bild



also in etwa so...

http://www.holzrestaurierung-sperling.de/referenzen/schloss-rammenau-goldenes-zimmer-felderdielung/

PS: Sollte man zwingend auch die Schüttung erneuern?



Noch nie geshen



Was für eine Schüttung ist vorhanden, was soll erreicht werden? Wärmeschutz, Schallschutz, Brandschutz, ... Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus oder Mehrfamilienhaus?



Felderdielung



Meinst Du so was?
Dann ruf besser unser Mitglied Thomas Böhme an.
Sein Profil findest Du hier im Forum.

Viele Grüße



;-)



Nein, das ist Parquet a la Versailles - das hätte ich zwar auch gern, aber ist preislich gerade nicht zu erschwingen...Vor allem nicht die Originale mit Holznägeln fixierte ;-)

Felderdielung ist ein durch Eiche oder ein anderes Holz gegliederter Dielenboden...siehe Link



@ Sascha



Rauhspund ist Bauholz und darf bei 20% HF als trocken bezeichnet werden, egal ob aus dem Baumarkt oder woher auch immer.

Trittschalldämmung gleich welcher Art bei Befestigung der Dielung auf dem Unterboden ist wirkungslos und überflüssig. Gibt sie zu sehr nach, auch noch kontraproduktiv. Allenfalls eine dünne Trennlage aus Rohfilzpappe ist sinnvoll, um eine Reibung Dielung/Unterdielung zu verhindern.

@ Ritter

Statt Rauhspund würde ich eine 28er Fichtendielung in B-Qualität verwenden, der Mehrpreis fällt bei der geringen Menge kaum in's Gewicht. Die Lage der Dielen und damit die Feldergröße sollte sich an den Raummaßen und Achsen orientieren. Oft quer zur Unterdielung.

Für alle weiteren Fragen gern zu sprechen

grüßt

Thomas



Holznägel



Danke zunächst für alle Beiträge.

Gibt es irgendwo fertige Eichenholznägel oder muss man die selbst "schnitzen"?

Schüttung: Hier geht es mir eher um das ...muss es unbedingt raus...wegen Hygiene. Trittschall oder Dämmung ist egal...in der Schüttung ist alles was der Bauschuttcontainer von vor 250 jahren hergab Ziegelstücke, Holzfasern, Lehm...ne recht grobe Mischung. Lust habe ich nicht den ganzen Rassel rauszukarren somal sich darunter ein Klostergewölbe befindet.



Holznägel...



...macht man selbst! Linde, Birke, Weide sind dafür besser (im Innenbereich!) als Eiche geeignet. In den Eichenfriesen sehen freilich helle Nägel putzig aus, die Hirnenden ließen sich aber leicht nachfärben.

Spannagel, Der Möbelbau, S.76 zeigt dazu eine einfache Holznagelherstellungseinrichtung.

Besonders ritterlich könnte der Böden durch Räuchern nach dem Einbau wirken, das nimmt die Alterung der Eiche vorweg.

Grüße

Thomas



Ach ja,



die Schüttung. Wenn alles trocken ist, und Wärmedämmung kein Thema sein soll, kann's natürlich drinbleiben. Hohlräume könnten mit Blähton aufgefüllt werden.

Grüße

Thomas





so oder so, konnt mir jetzt auf die schnelle nicht vorstellen was Felderdielung sein soll, ein wenig "Bubbelfisch" und schon is man schlauer.





@ Böhme
was Rauspund betrifft habe ich sehr verschieden Erfahrungen gemacht, das zeug aus dem Baumarkt schrupft ungemein zusammen, spätestens nach 3 Monaten gibts riesen Fugen. Das Material aus dem Fachhandel hält auch nach Jahren noch so wie es sein soll.



@ Sascha



Das sind doch nur Gerüchte!

Was ein Rauhspund ist, regelt in Deutschland, wir ahnten es schon, die DIN. Ein Rauhspund mit einer HF von 20% trocknet in den Grenzen eines heterogenen Materials, wie es das Holz nun mal ist, immer gleich nach, egal, ob Baumarkt oder Fachhandel. Fichte hat ein mittleres differentielles Schwindmaß von ca. 0,3 - ganz gleich woher. Letzlich kommt alles sowieso von wenigen großen Herstellern, wer's auch immer verkauft.

http://www.holzfragen.de/seiten/schnittklassen.html

Sicherlich kann man mit Holzeinschlag zum rechten Zeitpunkt, Luftrocknung, schonende technische Nachtrocknung, Verwendung reifen Holzes etc. das Arbeiten des Holzes etwas verringern, für Rauhspund werden solche Kriterien jedoch nicht zum Tragen kommen, wo selbst die folierte Dielung oft genug aus besseren Weinhchtsbäumen gemacht wird. Siehe Bild nebenan, das Bäumelein mag kaum mehr als 30 Lenze gesehen haben. Bei Dielen hingegen sind oft gravierende Qualitätsunterschiede zwischen Baumarkt und Fachhandel, aber auch zwischen Fachhandel und spezialisierten Sägewerken festzustellen.

Grüße

Thomas