Dielung / Bretter aus dem Sägewerk auf Heizestrich kleben

24.04.2018 tobser



Hallo Forum,

sagt mal spricht eigentlich etwas dagegen, wenn ich mir Lärchebretter (oder auch ein anders Holz) im Sägewerk schneiden lasse (vielleicht so 20mm stark ), die dann auf meinen neuen Heizestrich klebe, die Furgen ausspachtel und das ganze dann mit einer Fußbodenschleifmaschine (Hummel oder ähnliches) abschleife und öle?
Ziel ist es einen günstigen rustikalen Holzboden zu erhalten der keine oder wenige "Ritzen" aufweißt

besten Grüße der tobias



Hallo,



ich bin kein Tischler, aber das Holz für Möbel, Fußböden etc. muss jedenfalls getrocknet sein!
Das wär mal das erste, also kein Konstruktionsholz für Holzfassade etc. kaufen.

Obs mit getrockneter Ware funktioniert kann dir vl. jemand anderes sagen.
Ich würd mich nicht ganz drüber trauen, speziell wenn dann alles verklebt ist. Da wird dann das Rausreißen im Fall der Fälle auch nicht ganz einfach.



Dielung kleben



Ich erinnere mich wage, dass dies schonmal Thema war und Thomas W. Böhme dazu was geschrieben hatte. Also vielleicht ist in der Suche was zu finden dazu.



Dielung kleben



Doppel



Es spricht...



jeder gesunde Holzverstand dagegen. Für eine Verklebung auf FBH bedarf es enger Kriterien, und die werden mit 08/15 Sägewerksbrettchen nicht erfüllt.

Sie brauchen dafür eine DIELUNG. Und einen verlegereifen Untergrund. Die Massivholzverlegung auf Heizestrich betrachte ich als eine Aufgabe für einen Fachbetrieb.

Grüße

Thomas



Holz auf Heizestrich



Wir Verlegen seit Jahren Eichen-Stabparkett auf FBHZ-Estrich, sagen den Nutzern aber, dass hier Fugen auftreten können. Bisher hat das immer gut geklappt.
ABER: Holz ist Eiche 16-22mm, getrocknet und in Abmessungen 7/40cm oder ähnlich.
Alles darüber oder ein weicheres Holz funktioniert nicht, da das zu viel arbeitet.

Eine andere Lösung, die wir mit großen Dielen verwenden ist das Janssen System, FBHZ ohne Estrich.
Super! http://www.janssen-fussbodenheizung.de



"Super"...



Heizsysteme im Trockenaufbau auf Basis hoher Vorlauftemperaturen werden auch schon 'mal zurückgebaut.

Ich halte außerdem das genannte System für einen kostspieligen Irrweg.

Vorallem aber, die Aufbauhöhe ist gar nicht da. Sonst gäbe es ein besseres System.

Andererseits: Sowohl größere Dimensionen als auch "weiche Hölzer" können geklebt funktionieren. Nicht die Härte entscheidet über die Fugenbildung, sondern das Schwindmaß, die Feuchtewechselzeit und die konkreten Bedingungen vor Ort.

Grüße

Thomas



Fußbodenheizung Janssen



Das System ist seit Jahren erprobt und funktioniert prima.
Viele der Projekte mit Dinesen-Dielen sind in diesem System ausgeführt.
Die Verteilerbleche sorgen für eine gute Wärmeverteilung und das System kann in der Einschubebene verbaut werden, sodass die Dielen auf der alten Höhe verbleiben können.

http://www.janssen-fussbodenheizung.de/index.php/adelssitz-muensterhof-in-horstmar



Ja, prima.



Ich behaupte, daß die Wärmeverteilbleche eben keine gute Wärmeverteilung ermöglichen. Kleine Blechfähnchen, aufgesteckt auf Kupferleitungen. Damit das überhaupt warm wird, muß dieses System mit höheren Temperaturen betrieben werden. Risiko verstärkten Arbeitens. Ausserdem: Mindereffektiv für die Wärmepumpe. Sowas will ich ganz bestimmt nicht unter breiten massiven Dielen. All die verbindenden Fittings in der Heizebene können auch für Schäden sorgen. Wenn's besser geht, wozu sowas?

Bilder: Bitte beachten, daß hier nur Bilder eingestellt werden dürfen, an denen der Treadverfasser auch die Rechte hat. Wohlfeile Bilder aus der Produzentenwerbung sind nicht besonders erhellend.

Grüße

Thomas



Hallo und danke schon mal für die Antworten



Natürlich ist mir bewust das die "Sägewerkbrettchen" getrocknet sein müssen und sicher auch mal mehr einen Riss bekommen als rictige Dielung (was ist hier eigentlich besonders dran? die Auswahl des Holzes?) Aber ich bin der Meinung das wenn die "Brettchen" nicht zu stark sind sich das schwinden im Rahmen hält und der Kleber es schaft das auf dem Estrich zu halten.

PS: der Estrich ist auch schon länger fertig weil eben eigentlich eine Mehrschichtdiele rein sollte

beste Grüße



Wozu...



dann Risiken eingehen, die Du nicht einschätzen kannst? Beim Fußboden macht man keine Blindflüge.

Der Plan mit der Dreischichtdiele war gut. Die Idee massiver Dielung hingegen, von einem "Nebeibeidielenmalsomithersteller" gemacht und von Laienhand verklebt, weist ein beträchtliches Schadenspotential auf. Der eingangs geäußerte Wunsch geringer Fugen wird sich zudem nicht erfüllen.



weil



ich mir erhoffe einen schönen, rusikalen Boden mit breiten "Brettchen" zu bekommen der ein wenig historisch und "gestückelt" aussieht und ich schon länger nach alter Dielung suche und mir da wiederum nicht sicher bin ob sich Fichte/Tanne zum verkleben eignet

... beste Grüße



Breit...



massiv...FBH? Das passt noch weniger zusammen. Aus Dir spicht der "Mut" des Ahnungslosen. Eine Dielung hat zunächst einmal technische Parameter. Die kannst Du genausowenig einschätzen wie den vorhandenen Untergrund.

Es gibt raumlange Dreischichtdielen beträchtlicher Breite. In allen denkbaren Sortierungen und Rustikalisierungen.

Fichte/ Tanne? War's nicht gerade noch Lärche?