Dielenboden 27mm Kiefer

24.06.2011



Kann es sein das ich einen generellen Fehler gemacht habe?
Bis jetzt sind noch keine Probleme aufgetreten.

Wir haben ein winterfestes beheizbares Gartenhaus in Holzriegelbauweise gebaut.
Der Boden des Hauses steht auf Betonpunktfundamenten 30 cm über dem gewachsenen Boden.
Die Bodenkonstruktion von oben nach unten
-27mm Kiefern-Dielen

-Dampfsperrfolie mit Alu kaschiert

-10x16cm Fichtentraghölzer hochkant (in den Zwischenräumen Mineralwolle)

-Baupapier als Windbremse

-zöllige Fichtenholzbretter

Die Kieferndielen sind mit den Traghölzern fest verschraubt
(War das möglicherweise bereits ein Fehler?)

Aufmerksam geworden bin ich das da vielleicht ein Konstruktionsfehler vorliegt???

Weil mein Nachbar hat früher als Parkettleger gearbeitet und als er den fertigen Boden (natürlich von oben) sah meinte er ich habe etwas wenig Abstand zur Wand gelassen.
Es sind teilweise nur 3-5 Millimeter.

Der Boden liegt jetzt bereits ein Jahr drinnen, aber bis jetzt wurde das Haus weil es sich im Bau befand auch nicht genutzt.

Ich würde den Boden jetzt Abschleifen und versiegeln.
Aber wenn es da in Zukunft Probleme geben kann?



Dielenboden



Quer zur Holzfaser sind 3 bis 5 mm viel zu wenig.
Ich würde den Randbereich nachschneiden.
Abstand zur Wand ca.1 cm.

Viele Grüße
Holz Pur Manufaktur
Hans-Peter Mast





Und das die Dielen fest mit der Tragkonstruktion (feuchtemässig durch Dampfsperre davon isoliert) verschraubt sind macht kein Problem?

Schallschutz spielt keine Rolle denn drunter wohnt ja niemand.



Dielenboden



Früher wurden alle Dielenböden mehr oder weniger auf
die Traghölzer genagelt.
Das ist kein Konstruktionsfehler.

Viele Grüße
Hans-Peter Mast
Holz Pur Manufaktur



@Hans-Peter:



"Quer zur Holzfaser sind 3 bis 5 mm viel zu wenig."

Finde ich ohne Bezug zur Raumgrösse etwas pauschal die Aussage, wir sprechen von einem Gartenhaus und nicht von einem Ballsaal.....

Da innerhalb von einem Jahr sich da nix aufgeworfen hat, würde ich annehmen das reicht.

Gruss, Boris





Das ganze Haus hat 6x4 Meter aufgeteilt in zwei Räume.
Die Querseite des Kiefernbodens ist quer zur kurzen Seite.
Das heisst dort wo der Boden stärker quellen würde sind die
4 Meter.
Innen sind´s gar nur 3,80.



Entscheidend dürfte die Holzfeuchte sein



Wenn die Kieferndielen mit ungefähr derselben Holzfeuchte eingebaut wurden, wie sie jetzt im eingebauten Zustand vorherrscht, dann dürften die 3 - 5 mm reichen - auch wenn der Randabstand schon etwas mickrig ist.
Es ist aber sicher auch die Nutzung des Gartenhauses von Bedeutung. Wenn Sie dort ausschweifende Partys mit Dutzenden schwitzenden Gästen feiern und die Luftfeuchtigkeit im Raum recht hoch wird, kann das auch zum Quellverhalten beitragen.
Die Fachregel besagt, daß man pro 1% Holzfeuchteänderung bei Nadelholz und Eiche mit rund 0,24 % Schwund bzw. Quellen rechnen muß. Inwiefern das in der Praxis direkt so nachvollziehbar ist...keine Ahnung :-)
Generell würde ich beim nächsten Bauvorhaben mindestens 8 mm Randabstand geben.
Die Befestigung auf Lagerhölzern ist fachtechnisch nach wie vor völlig in Ordnung und nur dann schalltechnisch problematisch, wenn die Räume darunter bewohnt sind und die Decke ohne Luftschallfeder direkt mit den Lagerhölzern verbunden sind. Dies ist bei Ihnen aber ja nicht der Fall.

Gruß Andreas





Der eine Raum wird eine Hobbywerkstatt, die wohl im Winter nur stundenweise genutzt wird.
Der andere Raum wird Honigküche/Schleuderraum für die Imkerei.



15mm Wandabstand...



...sind bei massiven Böden üblich, und es gibt wohl auch keinen Grund, das so nicht zu bringen. Die Wandleiste überdeckt den Zwischenraum. Besonders im wenig genutzten (oft dann auch schlecht gelüfteten) und unbeheizten Raum können beträchtliche Holzfeuchteänderungen passieren.

Eine Laube mit Eichenparkett hat es nach einem Wasserschaden, trotz einer Breite von nur 2,20m, regelrecht auseinandergedrückt, unter dem Fenster fand sich ein Riss im Mauerwerk von 5mm... Das ist zugegebenermaßen ein extremer Fall, und die 15mm Wandabstand hätten vielleicht auch so nicht genügt.

Ich sehe aber häufiger in alten Scheunen, obwohl's da ja luftig ist, daß sich die Dielung im Obergeschoß hochkant stellt, je nach Witterung.

Lese ich das richtig, unter dem Boden ist 30cm Luft? Auf die Dampfsperrfolie hätte ich unbedingt verzichtet, aber wenn darunter der Wind weht und drüber auch zu unbenutzten Zeiten ein Luftwechsel gegeben ist, sicher unproblematisch.

Der Boden sollte nicht versiegelt, sondern mit einem wachsfreien Parkettöl aus dem Naturfarbensektor behandelt werden.

Grüße

Thomas