Dielenboden hebt sich

30.09.2006



Hallo liebe Community,
ich weiss, dass diese Frage schon mehr als einmal behandelt wurde, aber bevor meine Frau mir weitere Vorwürfe macht ("ich hab dir ja gleich gesagt, du hättest das jemanden machen lassen sollen"), muss ich diese Frage nochmals einbringen.
Ich habe vor zweieinhalb Jahren einen Fichtendielenboden verlegt, auf Fliessestrich, einfache Lattung, in die Feder verschraubt. Nun hebt sich am Übergang zur Kaminecke im Sommer der Boden, an dieser Stelle habe ich die Lattung nicht verschraubt.
Meine Frau besteht auf eine Lösung ohne sichtbare Verschraubung. Ist dies in diesem Fall noch möglich?
Und falls nicht, wie stark muss eine Verschraubung angebracht werden, in den Estrich, um diese Spannung zu halten, bzw. gibt es andere Möglichkeiten?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

ein gestresster Ehemann ;-9



Empfehlung für den gestressten Ehemann:



lassen Sie das Ihre Ehefrau (wohl "die beste aller Ehefrauen",wie ein bekannter Schriftsteller seine Gattin nannte) mal machen.
Ein stressfreies Wochenende wünsch Ihch Ihnen.





Sehr geehrter Herr Dinter,
verstehe ich Sie richtig, Sie haben den ganzen Dielenboden nur in Nut und Feder verschraubt und sozusagen schwimmend verlegt?
Oder nur in einem kleinen Bereich, weil Sie dort mit Fließestrich gearbeitet haben und keine Holzunterkonstruktion vorliegt?
Können Sie dann mal biite auf dem Bild einmal einzeichnen, bis wohin eine Verschraubung vorliegt?
Grüße
Bernd Kibies



Randpressung?



Guten Tag, wie Hr. Kibies sagt muss die Konstruktion noch besser beschrieben werden. Es handelt sich prinzipiell wohl um eine behinderte Quellbewegung des Holzes. Dabei werden so große Kräfte frei, dass es Ihnen nicht gelingen wird mit einigen Schrauben dagegen zu arbeiten. Ist der Boden Schwimmend verlegt und stößt vielleicht im Sommer, wenn die Holzfeuchte steigt an Wände, die die Quellung behindern?
Dann sollten Sie mit einer Schattenfugensäge oder ähnlichem Werkzeig den Rand des Bodens nachschneiden, damit er auch im gequollenem Zustand nicht gegen die Wand stößt.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold





Wie Herr Arnold schon beschrieben hat, sollte der Randbereich (10 bis 15 mm zu Wänden oder anderen Bauteilen) nachgearbeitet werden.
Damit Sie nicht immer gegen die harte Kante im Übergang Cotto/Diele laufen, sollten Sie sich vielleicht eine Übergangsschiene mit Schräge und Falz anfertigen lassen. Das sieht nicht besonders professionell aus, damit wird der Dielenboden in diesem Bereich aber noch etwas nach unten gedrückt. Diese gibt es auch aus Metall, auf diesen Materialmix sollten sie aber verzichten.
Ansonsten sehe ich nur die Möglichkeit einer Neuverlegung. Benutzen Sie bitte einmal vorher die Suchfunktion im Internet. Einige Hersteller stellen umfassende Infos zur Verfügung, z.B. http://www.dinesengulve.dk/tysk/pdf/01%20Douglasie%20Rauml%E4ngen%20Anleitung.pdf
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies





Hallo zusammen,

danke für die vielen Antworten.
Die einfache Unterkonstruktion besteht im ganzen Raum. Die Auffüllung erfolgte mit Perlite. Zwischen Lattung und Dielen liegen Fasermatten.
Die Unterkonstruktion wurde überall in den ganzräumig gegossenen Fliessestrich verschraubt. Die Lattung wurde im Abstand von 40cm verlegt. Nur am Übergang zu den Fliessen an dieser Stelle (siehe Bild) habe ich die Verschraubung der Lattung vergessen.
Ansonsten ist die Darstellung korrekt, die Dielen wurden lediglich in der Feder mit der Lattung verschraubt.
Die Dielen stossen an dieser Stelle nicht an die Fliessen an. Es besteht ein Abstand von 1,5cm.


Gruss

Jochen



Das ist aber ein sehr schöner und seltener Plattenboden...



...den Sie da unter den komischen Holzdielen haben! So einen Boden hätte ich auch gerne im Erdgeschoß. Schade, daß der Boden nun verhunzt wird.

Gruß Gunther





Hallo Gunther,

die Fliessen habe ich in der Kaminecke verlegt und befinden sich nicht unter den Dielen. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.





Der Dielenboden stößt ja auch nicht gegen die Fliesen.
Beachten Sie die das Quell- und Schwindverhalten von Holz in seinen verschiedenen Hauptrichtungen, in der Längsrichtung ist dieses sehr gering. Tangential und radial ist es am größten.
MfG
Bernd Kibies





Hallo Herr Kiebis,

danke für die Antwort. Da der Boden zum Absatz hin (im Bild in der oberen linken Ecke) verlegt wurde, kann von dort aus ohne weiteres die Verlegung ausgleichen bzw. die Neuverlegung vornehmen. Sollte ich hiermit warten, bis sich der Boden in der kälteren Jahreszeit wieder entspannt hat?





Hallo Herr Kiebis,

ihr link . http://www.dinesengulve.dk/tysk/pdf/01%20Douglasie%20Rauml%E4ngen%20Anleitung funktioniert nicht, ich komme auch nicht auf http://www.dinesengulve.dk .
liegts an mir oder ist ein schreibfehler in der url?





Versuchen Sie bitte:
http://www.dinesen-gulve.dk/dansk/dinesen.asp?side=flashforside
danach im unteren Menü auf D,
danach auf Technik.



Hallo Jochen,



Du solltest die Wandleisten abnehmen und schauen, ob der Dielenboden an die Wand stößt (es sieht jetzt jedenfalls so aus) und ,falls ja, wie schon hier geraten einen Wandabstand von ca. 15mm herstellen. Ich hatte mal einen Fall, da hatte ein eiliger Mensch die beim Verlegen benötigten Keile in der Wandfuge gelassen.

Das sollte eigentlich genügen.

Gutes Gelingen

Thomas W. Böhme





Hallo Thomas

>>Du solltest die Wandleisten abnehmen und schauen, ob der >>Dielenboden an die Wand stößt (es sieht jetzt jedenfalls >>so aus) und ,falls ja, wie schon hier geraten einen >>Wandabstand von ca. 15mm herstellen.

Trotz der Tatsache dass ich die Dielen verschraubt habe?
Ich werde es morgen in jedem Fall ausprobieren...

Danke $ Gruss aus der Palz

Jochen





Hallo,

die Dielen haben sich tatsächlich ausgebreitet,
nachdem ich den Wandabstand wieder hergestellt habe,
haben sich die Dielen wieder gelegt.

Dankeschön!!!!