Dielenboden über undegdämmten Gewölbekeller

04.11.2014



Hallo zusammen,

das Thema wurde hier ja schon öfters behandelt - trotzdem eine Frage dazu....
Der Gewölbekeller hat einen Lehmgestampften Boden, "normale" Kellerfeuchte, ein Lagerkeller eben.... und unbeheizt.
Im Raum obendrüber ist die Schüttung aus Sand/Schlacke/Steine, darauf die Lagerhözer und Holzdielen. Auf den Holzdielen waren dann SPanplatten genagelt und darauf dann 3 Lagen PVC Boden.
Den Boden habe ich jetzt rausgerissen und schaufel grad die Schüttung raus (muss weg, weil da ein Fundament für einen Kachelofen auf das Gewölbe kommt).
Die Lagerhözer und tlw die Dielen sind leider total zersetzt (wäre es schwarz könnte man meinen es wäre Kohle *g*) und Holzwürmer haben auch ihren Teil dazu beigetragen.
Von "oben" sahen die Dielen aber ok aus.
Jetzt die Frage:
Ist die Spanplatte bzw der PVC Boden "schuld" am Zerfall der Hölzer?
Danke.



Schuld ist...



die Feuchtigkeit. Zu deren Ansammlung hat der Aufbau einen unbekannten Anteil beigetragen.

Zur Belastung des Gewölbes sollten Sie zwingend einen Statiker hinzuziehen!

Zum Aufbau ein Vorschlag: In den Gewölbezwickeln kann durchaus etwas von der alten Schüttung verbleiben. Geovlies drauf, dann eine Leichtbetonschale (Blähton + Zement) bis OK Gewölbekappe oder wenn möglich auch höher.

Je nach vorhandener Aufbauhöhe könnte mit Sperrbahn / Lagerhölzern in Holzweichfaserplatte / Dielung weitergebaut werden.

Grüße

Thomas



Leichtbetonschale



Hallo HErr Böhme,

zunächst vielen Dank für die Antwort.
Der alte Aufbau mit Spanplatte und PVC Boden hat teilweise dafür gesorgt, dass anfallende Kondesfeuchte nicht verdunsten konnte? -Haber ich das so richtig verstanden?

Für die Leichtbetonschale: Wird das Material dann einfach vermischt und dann aufgeschüttet? Oder mit Wasser vermengt? Oder würde das dann durch anfallende Kondesfeuchte mit der Zeit hart?

Gruß



Ja,



aber daraus ist nicht zu schussfolgern, daß dieser Aufbau ohne Spanplatte /PVC überlebt hätte. Wenn von unten zuviel Wasser kommt, stirbt der Unterbau auch, wenn nur eine Hobeldiele drauf ist. Ich würde also zwingend eine Sperrschicht einbauen, und für deren Einbau ist eine planeben abgezogene Leichtbetonschicht sehr vorteilhaft.

Zum Leichtbeton selbst: Versuchen Sie doch 'mal, Georg Böttger hier aus dem Forum für diesen thread zu interessieren. Ich betrachte Unterbauten aus der Sicht des Dielenlegers und habe also meine Meinung dazu, Ausführungsdetails (Mischungsverhältnis, Körnung Blähton...) kommen besser vom Spezialisten.

Und vergessen Sie bei der Trauerfeier für Ihren alten Aufbau die Kondensfeuchte. Sie haben einfach von unten einen Feuchteeintrag, sprich: zu hohe Luftfeuchte. Eine Kondensation findet hingegen an kälteren Bauteilen statt, und die Unterseite der Diele war sicher wärmer als die Feuchte Luft aus dem Keller.

Grüße

Thomas