Dielenboden restaurieren

16.11.2009



Hallo,

Wir haben vor ein paar jahren ein Fachwerkhaus (Baujahr um 1900) gekauft. am Wochenende haben wir im Wohnzimmer den Fußboden aufgerissen um einen Treppenabgang ins UG zu bauen. Nach Entfernen von 2 Schichten Laminat und Spanplatte sind wir auf einen Dielenboden gestoßen. Es handelt sich um Tannendielen ohne Nut und Feder genagelt. Darunter befindet sich ca. 20cm Schüttung aus Kiesel und Erde. Darunter Stroh und dann die eigentliche Decke (Längsdielen und Querbalken. Es reizt natürlich diesen Dielenboden freizulegen. Deshalb habe ich mich heute morgen von einem Bodenleger beraten lassen. Dieser hat mir eindeutig davor abgeraten. 1. Wäre der Schleifaufwand viel zu groß. Eine Alternative wäre den Boden abzustrahlen. 2. Die Fugen dazwischen (1mm)könnten nicht ausgefugt werden. deshalb würde die darunterliegende Schüttung immer "hochstauben". Jetzt will ich mich aber aufgrund dieser einen Aussage noch nicht endgültig von meinem Vorhaben abbringen lassen. Hat von euch jemand Erfahrung und mir einen Rat?



Dielenboden restaurieren



Hallo Kunzstück,
ist der Boden wirklich aus Tanne ? Oder vielleicht aus Fichte?
Die Dielen sollten überwiegend stehende Jahresringe aufweisen.
Ist das der Fall ist eine Sanierung sinnvoll.
Wo steht denn das Haus ? Ich bin öfters in der Gegend.

Viele Grüße
Hans-Peter Mast
Schreinermeister



...



...vielen Dank für ihre Antwort! Die Dielen könnten auch aus Fichte sein. Das kann ich leider nicht beurteilen. Was versteht man unter "stehenden" Jahresringen? Wie siehen sie denn die Problematik mit der darunterliegenden Schüttung? Bekommt man die Fugen irgendwie "dicht"?
Wir wohnen übrigens ganz in der Nähe von der Autobahnausfahrt (A5) Hartheim Heitersheim.





Hallo,
schreiben Sie mir eine e-mail mit ihrer Telefonnummer.
Ich rufe sie dann zurück.

Hans-Peter Mast



1 mm



ist doch keine Fuge!!! Ich hab schon die dritte Mietwohnung mit Dielenboden, alle selbst geschliffen, und je älter, desto cm (!!!) die Fugen. Nach der ersten Wohnung hab ich nie wieder dieses Kittzeug für den Fußboden verwendet. Hier hab ich so bis 1 cm Fugen - die müßte man wirklich ausspanen, geht aber auch so. Is halt bissel Luft zwischen, na und?
Und wenn ich Fußbodenleger wäre, würde ich auch abraten. Neues Zeugens Verlegen geht doch viel einfacher und sauberer! Wogegen Schleifen ne richtige Drecksarbeit ist, die ich nie wieder für jemand anders (Vermieter!) mache, erst wenns ans eigene Häuschen geht. Dann hab ich wenigstens bissel Erfahrung mit der Schleiferei gesammelt. Und das Ergebnis eines aufgearbeiteten Holzfußbodens ist meiner Meinung nach jedem anderen Boden vorzuziehen. Auch wenns nicht ganz perfekt ist - Hauptsache, die Kinder ziehn sich keine Splitter ein! Hat sich mein Kind aber noch nie - und das trägt NIE Hausschuhe!



@ HP



"Die Dielen sollten überwiegend stehende Jahresringe aufweisen."

Warum den das?

@ Kunzstück

Der Mann will einfach nicht schleifen, vielleicht kann er es auch gar nicht. Manchmal ist es nicht mal notwendig, wenn Farbschichten leicht entfernt werden können. Strahlen ist auf weichen Nadelholzböden meist gleichbedeutend mit Abriss. Such Dir einen besseren Ratgeber. Und viel FReude mit Deinen alten Dielen.

Grüße

Thomas