Dielenboden im Neufbau Erdgeschoss




Hallo zusammen!

Ich habe folgende Idee des Aufbaus eines Massivdielenbodens im Erdgeschoss meines Neubaus und hoffe dass ihr mir hier etwas wieterhelfen könnt, da ich mir nicht ganz sicher bin ob es so praktikadbel ist.

-Gesamthöhe Fußbodenaufbau 16cm
-Abdichtung zur Bodenplatte mit Bitumenschweißbahn und darüber nochmal PE Folie.
-Höhenausgleich über einfache Lattung mit 10 oder 12 cm strakem Konstruktionsholz welches mit Betonschrauben an der Bodenplatte fixiert werden soll. Der Zwischenraum zur Bodenplatte wird dann ausnieveliert.
-Zwischen die Hölzer würde ich dann gerne eine dämmende mineralische Schüttung (isoself, etc.) einbringen bis auf ca. 6-8cm unterhalb der Dielen abgezogen wird
-Die letzten 6-8cm würde ich dann gerne mit einer Holzweichfaser ausfüllen.
Hiefür habe ich zwei Ideen:
-entweder eine Holzweichfaser Matte die mit Vorspannung eingebracht wird hier würden die Dierlemn dann dirrekt auf den Lagerhözern aufliegen
-oder harte Holzweichfaserplatten welche ich ein paar mm erhaben über die Lagerhölzer stehen lasse und dann die Diele darauf verlege (ala Steico floor etc.) so dass die Dielen nur auf den Holzfaserplatten aufliegen. Hierbei habe ich Schiss, das wenn sich die Schütten im laufer der Zeit setzen sollte, dann das ganze System instabil wird.

Vielen Dank schonmal für eure Ratschläge!!!!



Fußbodenaufbau



Wozu die Folie?





Hat mein Bauunternehmen gemeint. Zur Sicherheit... Ich würde mir aber lieber die Schweißbahn sparen. Denkt ihr das das möglich wäre? Meine Bodenplatte ist aus WU Beton und darunter sind noch 30cm Glasschauschotter



Dielenfußboden im Neubau



Glaschaumschotter als Kapillarsperre ist unnötig bei WU-Beton, der per se dicht ist.

Zur Dämmung hätte eine etwas stärkere-je nach Dämmstandard- Innendämmung genügt.

WU-Beton ist diffusions- und wasserdicht, sodass die Feuchtigkeitssperre nur das im Beton enthaltene Wasser abhalten muß.
Dafür genügt eine einfache Folie (PE, Katja Sprint von Knauf, Erika von Bauder oä), da bei diffusionsoffenem Bodenaufbau Restfeuchte durchdiffundieren kann.
Folie auch seitlich bis Oberkante Fußboden hochziehen.

6/12 KVH auslegen und mit Gummigranulatplatten, Kunststoffklötzen oä nivellieren und diese am besten an die Balken kleben.
Lose auslegen genügt bei geraden Hölzern-allenfalls mit Schrauben fixieren, wenn sie heruntergezogen werden müssen.

Zellulose ist am einfachsten und günstigsten-
leicht überhöht bis über das Balkenniveau einfüllen bzw während der Dielenverlegung unterstopfen.#

Gegen Staubentwicklung kann die Oberfläche leicht mit einem Pflanzensprüher mit Wasser besprüht werden- dies bindet die Fasern, ähnlich wie bei Pappmachee.Gut trocknen lassen.

Dann geölte Dielen aufschrauben.

Perlite oä kann auch eingefüllt werden,
oberseitig zB mit Holzflex- oder Hanfdämmplatten etwas überhöht so abdecken, dass diese durch die Dielen zusammengedrückt werden.

Andreas Teich



Fußbodenaufbau



Ihr Bauunternehmen meint also falls die Tölpelköpfe in der Firma die Abdichtung zerstören lassen wir uns vorsichtshalber gleich noch eine Folie sprich die Beseitigung unseres Mangels vom Bauherren bezahlen?

Sie sollten sich die Verträge, Angebote und Rechnungen der Firma anschauen. Wer so frech ist dreht noch andere Dinger.
Normalerweise kann auf die Bodenplatte, falls sie ordentlich in Waage und eben eingebaut wurde, gleich die Abdichtung aufgeschweißt werden. Ein paar cm Verbundestrich zum Ausgleich hätte man vorher vereinbaren sollen. Auf die Schweißbahn Holzfaserdämmplatten, darauf Dielung, ohne Lagerhölzer. Beispiel: Agepan TEP oder Steico floor. Man kann die Lattung auch selber in die obere Dämmlage einlegen. Die Dämmplatten müssen trittfest sein, die Gesamtkomprimierung der Dämmlage sollte 5 mm nicht überschreiten. Die Lattung trägt nicht, sie fixiert die Dielen nur.
Der Glasschaumschotter war als Dämmung und kapillarbrechende Schicht unnötig.
Ob das was da als Bodenplatte verbaut wurde WU- Beton ist bezweifle ich. Verlangen Sie dafür den Nachweis (Lieferscheine Betonwerk, Protokoll über die Einbaubedingungen, Nachweis der Rissweitenbeschränkung, Protokoll zur Nachbehandlung).
Sind Sie nicht stutzig geworden als Ihnen die netten jungen Werktätigen erst eine kapillarbrechende Schicht (Das kann Kies auch), dann WU- Beton (sicher mit prächtigem Preisaufschlag) und dann noch ZWEI!!! Abdichtungen aufgedrückt haben?
WU- Beton als Bodenplatte ist nur erforderlich beim Bau einer weißen Wanne, also eines Kellers der im Grundwasser steht.
Die aufstehenden Innenwände sind nicht von unten gedämmt, die Glasschaumpackung ändert daran kaum etwas. Besser wäre es die erste Steinreihe mit Foamglassteinen zu mauern. Die dichten, dämmen und tragen.



Abdichtung bei WU-Beton



Es gibt zahlreiche Untersuchungen zur Diffusionsdichte von WU-Beton.

Diffusion findet nur im Bereich bis etwa 8 cm Tiefe statt und nur bis zum Erreichen der Ausgleichsfeuchte.
Bis zu diesem Zustand genügt das Auflegen von PE-Folien, die auch die Diffusion von angrenzenden Wänden unterbinden soll.

Auch bei im Wasser schwimmenden Betonbauwerken soll keine Diffusion bei entsprechender Betonqualität auftreten.

Natürlich immer vorausgesetzt, dass tatsächlich alle Kriterien für WU-Beton erfüllt sind.

Andreas Teich



WU- Beton oder die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit



Wasserundurchlässiger Beton, genauer Beton mit hohem Wassereindringwiderstand, und die Mechanismen des Wassertransportes (Kapillarität und Diffusion) sind schon lange Gegenstand von Untersuchungen.
Für WU- Beton existieren zwei theoretische Modelle, einmal das Zweizonenmodell von Klopfer. Der teilt den Beton in eine Zone mit Kapillarwassertransport ein, mit einem Wassergehalt von etwa 0,10 Vol% (Außenseite) bis etwa 0,01% im Querschnttt ein. Im restlichen Teil des Querschnittes findet Wassertransport durch Diffusion statt.
Dann gibt es das Arbeitsmodell des DAfStb (2006/1) das von 4 Zonen ausgeht: außen die ersten 0-25 mm Druckwasserbereich, d.h. die Betonporen sind mit Druckwasser gefüllt (überhygroskopischer Bereich) dann bis etwa 70 mm Dicke der Kapillarbereich (hygroskopischer Bereich). Dann der Kernbereich ohne Wasserdampfdiffusion und da anschließend nach innen der Diffusionsbereich mit etwa 40 bis 80 mm Dicke. Es wird davon ausgegangen das ein Kapillartransport bis nach innen unabhängig vom hydrostatischen Druck nicht erfolgt.
Wieso es (nach Beddoe/Springenschmidt) eine Kernzone ohne Wasserdampfdiffusion gibt konnte keiner erklären.
Um diese Problematik endgültig zu klären habe sich 2007 einige Forscher (Rainer Oswald, Klaus Wilmes, Johannes Kotje) zusammengefunden und eine Forschungsarbeit zum Thema
Weiße Wannen- hochwertig genutzt realisiert.
Sie haben dazu 9 Gebäude, davon 3 schwimmende Häuser auf der Maas, ein schwimmendes Versuchshaus im Schwarzwald und 5 Gebäude mit Kellern im Druckwasserbereich untersucht. Alle waren mindestens 5 Jahre in Betrieb.
Selbst unter dampfdichten Abdeckungen innen lag keine Feuchtesättigung vor, die sich nach Jahren der Diffusion hätte einstellen müssen. Das heißt das bei entsprechender Einhaltung der technischen Regeln keine nennenswerte Dampfdiffusion durch WU- Beton stattfindet.
Die Ergebnisse wurden im Band 80 -Bauforschung für die Praxis- im Fraunhofer IRB Verlag veröffentlicht und können dort nachgelesen werden.
Das will aber nicht heißen das alle Bauteile die sich WU- Beton nennen diese Eigenschaften aufweisen. Manchmal wissen noch nicht mal Architekten was genau das bedeutet wenn Sie WU- Beton als Bauteil ausschreiben, noch viel weniger die Ausführenden. So gibt es zum Beispiel zwei Ausführungsvarianten, eine für hochwertige Nutzung da ist kein Wassereintritt zulässig. Für untergeordnete Nutzungen wie Parkhäuser, Unterführungen usw. sind vereinzelte Wassereintritte in geringer Menge zulässig. Solche Leckagen sind einfach behebbar, kleinere Stellen verschließen sich mit der Zeit von selber.



Bitumen und Kunststoff...



...werden sich auf Dauer nicht vertragen.
Weichmacherwanderungen.
Und wenn sie eine bituminöse Abdichtung legen wollen, dann empfehle ich ihnen eine sogenannte Katja einzusetzen.
Da müssen aber sämtliche Wandanschlüsse angekehlt werden.
Die Sperrbahnen sollten nachher nicht wieder durchdrungen werden (Schrauben / Bolzen etc.).
Lagerhölzer lose und planeben einbauen und als Zwischenfüllung Liapor los und abdeckend mit einer Holzweichfaserplatte.
Oder alternativ auf eine Ausgleichsschüttung von CemWood die Lagerhölzer aulegen und die Zwischenräume mit dem selbigen Material befüllen.
Abdeckend dann ein Vlies darüber und den Holzboden darauf verlegen.



Tatsächlich,



da trägt Jemand Hosenträger zum Gürtel :-)

Neben dem unsinnig opulentem bisherigen Aufbau (wechseln Sie besser die Baufirma, wenn Ihre Baukasse nicht unerschöpflich ist)sind auch Ihre Ideen verschwenderisch.

Wenn's nicht Plan ist, lassen Sie ein Planum mit einem Ausgleichsestrich herstellen, darauf die Schweißbahn ohne zusätzliche PE-Folie. Das Balkennivellement entfällt damit. Diese werden auch nicht mit dem Untergrund verschraubt, wozu auch? Wenn die verbleibende Aufbauhöhe (lässt sich planen!) mit verfügbaren Holzweichfaserplattenstärken (besonders viel Auswahl bietet hier die DOSER DHD) aufgebaut wird, reichen 40 x 60mm Latten, vorzugsweise KVH, auf und zwischen HWPl. Perfekt wirds, wenn die Dielen vollflächig auf den HWPl liegen. Dann reicht schon eine 21/22mm Diele für einen sehr soliden Boden.

Grüße

Thomas



Ausgleichsestrich



Erst mal für alle die meinen ich sollte die Baufirma wechseln:
Ich habe die Bodenplatte in Eigenleistung erstellt. Und da mach ichs einfach doppelt und 3 fach gut, weils danach immernoch nicht mal die Hälfte kostet was ne Baufirma dafür will! Miene Holzbaufirma wusste auch nicht das ich WU Beton verwendet habe. Und bei wems an den Kosten von 80m² PE Folie scheitert das er eine Haus bauen kann, der sollte es lassen denke ich!
Ich weiß ja nicht was an nem Estrich den ich reinmachen lassen so günstig sein soll. Da nehm ich doch lieber größere Kannthölzer nievellier die aus (wenn das für Sie ein Hexenwerk ist denke ich können Sie mir sowieso nicht weiterhelfen) und füll den Zwischenraum mit einer mineralischen Iso Schüttung aus, von mir aus evtl. auch gebunden. Dann hab ich das gleiche wie von Ihnen beschrieben nur günstiger und nebenbei noch mit Isolierung. Um Holzfaserplatten auflegen zu können brauche ich einen Eestrich.

Zum Anschrauben der Kannthölzer:
Wenn die Kannthölzer nicht angeschraubt werden, dann denke ich, besteht bei erhabenen Holzweichfaserplatten die Gefahr, das man die Kannthölzer beim befestigen der Dielen nach oben zieht.

Für die Abdichtung der Bodenplatte werde ich wahrscheinlich die Katja verwenden, gefällt mir.



Holzdielen auf KVH



Katja Sprint (oder Erika von Bauder) sind sicher geeignet als Feuchtigkeitssperre.
Sollten die Unterkonstruktionshölzer etwas verzogen sein können die auch in den Beton gedübelt werden,
wobei ich das kaum mache (bei drückendem Wasser auf keinen Fall die Abdichtung durchbohren)

Die Folie dichtet die Löcher genügend ab, wobei es hier ohnehin nur um minimale Diffusion geht, die bei diffusionsoffenen Bodenaufbau keine Schäden verursacht.

Eine flexible Dämmschicht direkt unter den Dielen wird durch das Eigengewicht der Konstruktion genügend zusammengepreßt (ein geringer Überstand genügt auf jeden Fall), sodaß aus diesem Grund keine Verdübelung der Unterkonstruktion nötig sein sollte.

Gebundene Schüttungen sind unnötig wenn sie nicht flächig belastet werden und nur zur Dämmung dienen. Perlite oä genügt, wobei Zellulose (oder Hanf) günstiger sind.

Andreas Teich



Dann ...



...sollten Sie vielleicht einfach bauen, ohne darüber zu reden. Die Antworten auf Ihre Fragen interessieren Sie offenbar gar nicht. Es ist deshalb jedenfalls sinnlos, daß sich Fachleute (für nix!) an Kreidlerflorys "Erfindungen" abarbeiten.

Kleiner Rat in Ihrem Sinne: Holzschutz interessiert Sie ganz sicher. Blattvergoldete Lagerhölzer haben den großen Vorteil, daß Holzwürmer von den güldenen Reflexen irritiert werden. Außerdem hat's nicht Jede(r).

Viel Spaß weiterhin wünscht

Thomas



Bodenaufbau in Feuchträumen



@ Thomas: Ich könnte auch eine Estrich aus Massivgold machen, da kommt dann sicher auch keine Feuchtigkeit mehr durch und deine sauteure PE Folie sparst du dir obendrein noch!

Wie würdet ihr denn den Übergang zu den Feuchträumen angehen? Normaler Estrich und darauf Fließen Verlegen oder auch Trockenaufbau mit Fließen?



Die PE-Folie...



schlug ich vor, wegzulassen. Wie so Manches andere auch. Lesen hilft.



Bodenaufbau in Feuchträumen



Feuchträumen sind heute auch keine Naßräume mehr-
ich habe auch im Bad einer vermieteten Wohnung vor über 20 Jahren Holzdielen auf den vorhandenen Holzbalken verlegt- kein Problem.

Bei Neubauten sollte ggf die Abdichtung im Türdurchgang getrennt und bis Oberkante Fußboden hochgezogen werden um eine Abgrenzung der Räume zu erzielen.

Bei ökologischem Anspruch könnten auch zB Glasschaumplatten mit Multibaudicht 2K oä, ohne zusätzliche Abdichtung, auf den vorher nivellierten Boden geklebt werden, Fliesen können mit demselben Material auf die Platten geklebt werden. (ggf vorher zementgebundene Platte verkleben oder Trockenestrichplatten verlegen)
Wandanschlüsse mit Abdichtungsstreifen herstellen.

Dieser Aufbau ist völlig diffusions- und wasserdicht und unempfindlich.

Andreas Teich