Alter Dielenboden fault weg

16.12.2004



Unser Haus ist nicht unterkellert und hat nur Streifenfundamente. Der Boden besteht aus alten Balken, die auf Ziegeln oder Holz gelagert sind. Diese Lager stehen auf dem nackten Boden. Auf diese Unterkonstruktion wurden die Dielen angebracht und darauf wiederum Parkett. Nun fängt das vor 10 Jahren aufgeklebte Parkett an sich zu lösen und der Boden riecht sehr muffig und faulig.
Mir ist klar, dass der Dielenboden saniert werden muss. Aber wie mache ich es richtig? Kann ich einfach den alten Boden rausreißen und eine Betonplatte machen oder Estrich? Wie muss ich den Boden richtig aufbauen? Und welche Fachleute können mir helfen?



Die Fachleute



sind Statiker, Zimmerleute und saSV für Wärmeschutz.
Bodenaufbau
- ca. 20-25 cm Kies als kapillarbrechende Schicht
- PE-Folie
- 12-15 cm Beton
- G200 Schweißbahn
- kreuzweise Lagerhölzer mit Dämmung aus Zellulose oder Perlite oder ...
- Rieselschutzpapier
- Dielenboden



Dielenboden



Hallo,
ich habe bei mir (mit Hilfe des Architekten) den Boden komplett herausgerissen, Folie verlegt, Beton geschüttet, Folie verlegt (und hochgezogen bis zur Oberkante Dielenboden), Lagerhölzer drauf, Isofloc-Schüttung als Dämmung drauf und dann Dielen gelegt, die Rieselpappe hab ich mir gespart, da die Fugen ja dicht sein sollten...



Nachfrage



Fred Heim:
welche Funktion hat der 12-15 cm starke Beton? Ist er in einem alten Haus nicht verzichtbar?



@Rudolf Köhler



ich verzichte nur ungern auf die Betonsohle, obwohl das vielleicht möglich ist, da sie mir die Möglichkeit gibt eine wirklich dauerhafte Feuchtigkeitssperre einzubauen. In allen alten Häusern, bei deren Sanierung ich bisher beteiligt war, waren die Lagerhölzer des EG-Fußbodens nicht mehr in Ordnung. Das hat sicherlich die verschiedensten Ursachen. Durch den Einbau der Betonsohle und einer darauf eingebrachten Feuchtigkeitssperre erhalte ich aber eine Grundkonstruktion, die mir Sicherheit über eine lange Zeit gewährleistet, egal wie der weitere Bodenaufbau aussieht.
Wenn irgendmöglich vermeide ich aber den Einbau einer starken Bewehrung (ich bevorzuge mittlerweile Faserbeton) um einer Veränderung des Erdmagnetfeldes vorzubeugen. Darüber hinaus gewährt mir diese Konstruktion mehr Sicherheit um einer erhöhten Radonkonzentration im Haus vorzubeugen, wobei dies natürlich auch eine Standortfrage ist.



Hallo Frau Liedke



ich wollte mich bei Ihnen erkundigen, ob sich Ihre Fußbodenkonstruktion bewährt hat? Wir haben genau den gleichen Aufbau vor. haben Sie eine Schweißbahn verwendent?
Gruß
C.Meier





Ich hatte nur Folie, aber ´ne dicke, keine Schweißbahn. Aber es hat sich bewährt. Ist seit 10 Jahren drin, und es gibt keinerlei Feuchtigkeit und immer warme Füße. Aber es muss natürlich sorgfältigst jedes entstandene Loch zugeklebt werden vorher. Allerdings würde ich meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, wenn man auf die verrückte Idee kommen sollte, irgendwann die Dielung zu versiegeln mit Laminat oder Teppichboden, dass es nicht doch Feuchtigkeitsschaäden gibt...
Gruß
Susanne Liedtke



Folien pur..



...sind wenig dauerhaft. Letztes Jahr hat sich hier eine Ratte sogar durch 2mm dicke Abdeckkappen eines Abwasserschachtes aus PE durchgefressen.

Auch ich rate zum Bodenaufbau, wie bei Fred Heim beschrieben.

Für Dämmung und Dielung (wir arbeiten auch gern mit Holzweichfaserplatten) unterbreiten wir gern bei Interesse ein Angebot.

Grüße

Thomas