Dielenboden ausgleichen

09.06.2020 Fabio


Dielenboden ausgleichen

Hallo Community,

ich bin neu in diesem Forum und möchte mich erst einmal vorstellen: mein Name ist Fabio, ich bin 44 Jahre alt und komme aus der Nähe von Mainz. Ich habe mir in der Gegend eine alte Hofreite gekauft, leider fehlt mir die Erfahrung in der Renovierung von Altbau. Ich hoffe hier auf Fachkompetente Hilfe und möchte auch gleich die erste Frage stellen.

Im obere Stockwerk des Hauses liegt überall Dielenboden. In einem Zimmer hat sich der Dielenboden in der Mitte von den Seiten her ca 1,5 cm durchgebogen und auch der ganze Raum ist in eine Richtung ca weitere 3cm schief. Auf den Bildern ist zu sehen wie es unter den Dielen aussieht. Dort habe ich Sand und eine Art Gestein gefunden, was aber sehr porös und leicht zu brechen ist. Ich möchte den Boden ausgleichen. Ich befürchte, dass Ausgleichsmasse allerdings zu schwer ist.

Muss ich also eine Holzkonstruktion auf die vorhandenen Balken aufbringen und den Raum so ausrichten? Es müssen auch keine Dielen mehr rain, sondern Laminat, also können Bauplatten drauf. Sollte da noch Dämmung drunter oder kann ich alles so lassen? Was wäre der effektivste Weg den Raum wieder auszugleichen?

Vielen Dank im voraus für eure Antworten



Bodengefälle



auf welche Länge fällt der Boden um die angegebenen Maße ab. Der Dielenboden sieht noch ganz gut aus- warum den gegen Laminat tauschen, welches hart und kalt ist ?



Dielenboden ausgleichen



Der Raum ist etwas über 5 Meter lang und ca 3 Meter breit. Das Gefälle geht über die gesamte Raumlänge. Der Bürostuhl rollt davon



Dielenboden ausgleichen



Sollten die Dielen nicht mehr zu gebrauchen sein diese demontieren und dann die tatsächlich vorhandenen Unebenheiten kontrollieren.
Um nicht die Felder ausleeren zu müssen können entsprechend zugeschnittene Hölzer auf die Balken geschraubt werden.
Als Boden wieder Dielen verwenden, da dies der leichteste Boden ist und zudem besser geeignet ist und keine zusätzliche Tragkonstruktion wie Laminat benötigt.
Bei stärkerer Belastung zB Eiche-Dielen verwenden
Der Hohlraum unter den Dielen kann zB mit Stopfjute ausgefüllt werden, was zur Hohlraumdämpfung beiträgtß.



Dielenboden ausgleichen



Vielen Dank für die Antwort. Welches Holz soll ich für die Unterkonstruktion verwenden und wie stark? Muss das Holz behandelt werden (ölen,lackieren etc)?



Andere Variante



wenn es denn nun unbedingt Laminat sein muss:
-Cemwood 1000 Schüttung zum Ausgleichen und Nivellieren
-OSB
-Laminat



Vermittels der Nivellierschüttung...



...läge die Last auf dem Einschub. Dafür ist er in aller Regel nicht geeignet.

Grüße

Thomas



@Thomas



richtig , eine dumme Idee von mir.



Dielenboden



Ich soll also die Dielen drinlassen und Schüttung draufmachen und das damit ausgleichen? Müssen denn da nicht Balken hin, damit die Schüttung abgezogen werden kann? Kommen die Balken denn danach raus?
So wie ich das verstanden habe, richtet man die Balken in Waage zum Raum aus.
Ich meine es muss nicht unbedingt Laminat sein, ein neuer Dielenboden würde auch gehen.
Jetzt bin ich verwirrt :-)



Vergiß meinen Vorschlag



das funktioniert wahrscheinlich schon mit den Türhöhen nicht. Die passen dann nicht mehr. Ich hatte einen anderen Beitrag vor Augen.



Dielenboden



Mit der Türhöhe ist kein Problem, die kann unten geschnitten werden. Die Frage ist nur, Schraube ich die Kanthölzer zum Ausgleichen oben auf die alten Balken oder muss ich die Schüttung abtragen und die seitlich an die Balken anbringen. Dann würde ich natürlich weniger hoch kommen. Und welche Kanthölzer nutze ich? Wie dick müssen die sein? Reichen 2x2 cm und da dann die Dielen drauf?



Die Balken wirken eher halbrund,



es wäre dann schwieriger, seitlich anzuschrauben.

Der Ausgleich AUF den Balken erfolgt mit keilförmig zugeschnittenen Leisten, entsprechend des Gefälles.

Das geht praktisch am einfachsten so:

Breite 40mm starke Bohlen auf Böcke legen, und mittels Schiene und Handkreissäge die keilförmigen Leisten für jeden Balken individuell abschneiden. Das erfolgt üblicherweise in mehreren Teillängen pro Balken. Diese Keilleisten nagelst Du an, und wenn die Fläche fertig ist, schraubst Du OSB passender Stärke (in Nut und Feder verklebt) oder besser Dielung drauf.

Ein Nivellierlaser auf dem höchsten Punkt der Balkenlage ist extrem hilfreich.

Grüße

Thomas

P.S. Auf einem Leistchen 2x2 kannst Du nicht laufen, es kann aber sehr gut zum Tomatenanbinden verwendet werden :-)



Balken auffüttern zum Höhenausgleich



60 mm breite Hölzer sind sinnvoll, bei Dielenstößen besser 80 mm.
Entsprechend den Balkenunebenheiten mit Tischkreissäge oder Bandsäge zuschneiden,
ggf mit Handhobelmaschine.
Ein Rotationslaser beschleunigt das Ausmessen, ansonsten Schlauchwaage oder lange Richtlatte und Wasserwaage verwenden.



Dielenboden



Alles klar, habe verstanden. Also Kantholz 40x60 auf die Balken legen und in der Fläche nivellieren, danach Dielen drauf. Nageln oder Schrauben? Und muss ich dann was in den Hohlraum drunter füllen oder kann ich das lassen? Muss das Holz der Unterkonstruktion behandelt werfen? Der Boden befindet sich zwischen 2 beheizten Räumen.



Boden ausgleichen



Wenn du die 40/60 KVH nur aufschraubst und darunter auffütterst wird der Boden natürlich höher.
Wenn du die Hölzer genau der Balkendurchbiegung folgend aussägst macht das mehr Arbeit, minimiert aber die Aufbauhöhe.

Auffüllen des Hohlraums unter den Dielen verbessert die Schalldämmung, da Trommeleffekte beim Begehen des Bodens vermieden werden.

Behandeln der Hölzer ist unnötig.



40mm Breite ist so gut...



...wie 60mm. Es geht ja nur um die Lastaufnahme. 40mm kann der ambitionierte Selbersäger aber mit einer nomalen HKS mit Schnitthöhe 55mm abschneiden, 60mm nicht. Zudem schneidet es sich besser von der breiten Bohle. Die ist in 40mm Stärke handelsüblich, in 60mm nicht.

Wie schon geschrieben rate ich zu Keilleisten minimal notwendiger Höhe, die dann überall auf den Balkenoberseiten aufliegen. Genau das würden Deine 40x60mm Leisten nicht tun. Die müssten dann aller ca. 20cm so unterkeilt werden, daß die Keilchen dauerhaft an Ort und Stelle bleiben. Das ist nicht unmöglich, aber sinnlose Liebesmüh. Wie ich auch nie 40mm Aufbauhöhe verschenken würde.

Grüße

Thomas



Jop so isses



Ich habe bei mir die Ausgleichshölzer aus einer 4/6er Dachlatte auf einer Tischkreissäge geschnitten in 4cm breite also. Vollflächig aufliegend, Mitte ca. 4cm dick und auf Null auslaufend. Teilweise sogar die Deckenbalken paar mm abgehobelt.
Die historischen vorherigen Hölzchen waren ein Witz, nur 1 bis 2 cm breit. Z.T. höher als breit. Jedoch sind die Deckenbalken auch teilweise nur von der Säge minimal gestreift gewesen. Da war im Prinzip gar nicht mehr Auflagefläche vorhanden.



Keilleisten?



Bitte entschuldigt, ich bin noch nicht so lange Handwerker wie ihr...@Thomas, Du schreibst ich soll Keilleisten verwenden zum Ausgleichen der Bodenhöhe. Wie stelle ich mir das vor? Keilleisten sind doch im Querschnitt dreieckig? Wie lege ich die denn auf die Balken auf? Dann stehr doch nur eine Spitze nach oben und wo mache ich die Dielen fest? Oder mache ich einen Denkfehler?

Bitte mal eine Idiotensichere Beschreibung für mich :-)



Steht...



...schon oben: Die Beschreibung, wie Du von Bohlen keilförmige (also sich verjüngende) Leisten abschneidet.

Der Zimmermann kennt Keilbohlen, deren Querschnitt ist tatsächlich dreieckig. Aber die meine ich hier nicht.

Grüße

Thomas



Keilleisten



die keilform bezieht sich auf die Form in der Länge, nicht auf den Querschnitt. Die Leiste wäre dann durchgängig 40mm breit und an einem Ende z.B. 30mm dick ( je nachdem wie hoch Dein auszugleichender Höhenunterschied ist) und am anderen Ende würde sie auf 0 auslaufen.