Dielenboden aufarbeiten

11.08.2020 Sebastian L

Dielenboden aufarbeiten

Hallo Profis,

ich habe mich nun entschieden meinen Boden selbst aufzubereiten. Ist ein spannendes Projekt und ich kann nur dabei lernen. Ich habe diese Woche Urlaub und leiehe mir für morgen Schleifmaschienen aus.
Für Euch benötige ich aber eure Unterstützung:

* Fugen füllen: es sind alte Dielen (ohne Nut-Feder) und gibt Fugen mit einer Breite von 1mm - 12mm. Aufgrund der Zeit möchte ich die Fugen mit Dichtmasse füllen. Ich bin jetzt auf Pafudima Top Elastic mit Ringschnur gestoßen. Könnt ihr das empfehlen? Oder sollte ich lieber zu SikaFlex 221 gehen?

* Dielen reparieren: Ich habe einige gesplitterte Dielen. Was soll ich hier vor dem Schleifen vorbereiten, Kleber, Spachtelmasse? Was ist eure empfehlung (Fotos siehe unten)

* Ein Stück Diele ist rausgebrochen: Was kann ich hier machen? (siehe Foto unten)

Danke,
Sebastian



Foto gesplitterte Diele


Foto gesplitterte Diele

Fotos von gesplitterten Diele



Foto von kaputter Diele


Foto von kaputter Diele

Foto von kaputter Diele



Foto von abgebrochener Diele


Foto von abgebrochener Diele

Foto von abgebrochener Diele



Foto von gerissener Diele


Foto von gerissener Diele

Foto von gerissener Diele



Foto von gerissener diele 2


Foto von gerissener diele 2

Foto von gerissener diele 2



Immer langsam



Moin, moin

Zunächst einmal muss alles schön fest sein - lose Dielen wieder annageln und Stifte versenken.

Dann würde ich mit einem gröberen Band (z.B. 60er) schauen wie das Holz flächig aussieht. Die defekten Stellen, wenn die am Rand liegen würde ich erst einmal nicht bearbeiten, da sie herausbrechen können.

Wenn dann die Fläche im Kreuzgang bearbeitet ist, kannst du mit dem sauberen Schleifstaub eine Masse herstellen, mit welcher hinterher die kleinen Fehler verspachtelt werden. Die größeren Spalten werden normal mit Leisten verschlossen. Diese sägt man sich auf der Kreissäge und passt sie ein.

Öl eignet sich als Basis für die Spachtelmasse - wenn du später mit Lack versiegelst, nimm Lack als Basis.

Die ausgeflickten Stellen müssen sehr gut trocknen und dort würde ich auch nur mit dem Handschleifer arbeiten.



Welches Öl als Basis für die Spachtelnasse



Hallo,
Mit welchem Öl oder welcher Basis würde ich das anrühren? Welches Verhältnis?



Öl



habe mit Rustic Öl von Junckers gute Erfahrungen gesammelt - ist nicht ganz billig. Damit wird das Holz insgesamt wieder stabilisiert.

Sicherlich gehen aber auch andere Öle die gut aushärten können. da würde ich aber vorher probieren: kleinen billigen Pinsel rein und trocknen lassen. Wenn der Pinsel richtig gut verklebt, dann taugt das Zeug was :-)
Die Mischung so ansetzten, dass eine teigige Masse entsteht. Die Stellen ruhig mit Öl vorher einstreichen und die Masse fest eindrücken. Dann trocknen lassen und nach zwei Tagen vorsichtig anschleifen.



Welches Rustic Öl von Junkers?



Hi,

da gibt es nun mehrere Rustik Öle von Junkers. Wie wäre das Mischverhältnis von Sägespähnen und Öl?
Was ist mit anderen Mitteln wie Knochenleim?

Danke
Sebastian



Öl



https://www.junckers.de/oberflachenprodukte/varekort/rustic-oil

Bei Knochenleim und anderen Leimen siehst du später den Leim, da der nicht das Öl aufnimmt. Mit dem Öl durchtränkst du den Schleifstaub förmlich und bekommst eine Holzpaste in Farbe des geölten Holzes.

Nimm mal 5 ccm Öl und einen Teelöffel Schleifstaub - verrühren und falls noch Öl sichtbar ist weiter Schleifmehl dazugeben, bis es sämig ist unk kein Ölüberstand vorhanden ist. Dann hast du das richtige Maß.



Erstes Ergebnis / Frage



Hallo,

Ich habe den Boden des ersten Raums geschliffen. Hat ganz gut geklappt - außer vielleicht die 34 Grad C unter dem Dach.
Nach mehrmaligem Schleifen bleibt jetzt aber immer noch die alte Farbe im Fugenbereich (sieht Foto) wie kann ich das abschleifen? Weiter mit der großen Walz-Schleifmaschiene (K24) oder mit einem anderen Schleifer?

Danke!
Sebastian



Foto


Foto

Hier ein Foto von dem Boden nach den ersten Schleifgängen. Das Ochsenblut war doch sehr schwierig mit runter zu bekommen.



schon ganz gut



das sieht doch schon ganz gut aus.

Die Ecken und eventuell einige Vertiefungen kann man gut mit einem kleinen Winkelschleifer mit Fächerscheibe bearbeiten. Für den Winkelschleifer gibt es für ein paar Dollar in der Bucht einen Ansatz mit Staubabsaugung. Leistet gute Dienste und ist viel preiswerter als so ein Kantenschleifer.

An deiner Stelle würde ich nun spachteln wo nötig und mit feinerem Korn nun nachschleifen (120, 160er). Dann alles absaugen und den ersten Ölgang mit Pinsel und Lappen.
Am zweiten Tag nochmals Ölen - je nachdem, wie stark der Boden saugt auch noch ein drittes Mal. Bei jedem Gang wird der Boden weniger Öl aufnehmen. Also nicht das Öl direkt auf den Boden gießen! Sonst bleibt es in den Fugen und verdirbt den Boden.



den Lack aus den Fugen


den Lack aus den Fugen

habe ich bei uns mit nem kleinen, alten Kreissägeblatt per Hand ausgekratzt und ausgesaugt.

Mit der Walzenmaschine habe ich keine Erfahrung, hab alles mit der 125er Rotex und 24er Festoolscheiben per Hand erledigt, da keine zusammenhängende, große Flächen zu schleifen waren.

Die dunkleren Stellen im Holz werden sich beim Ölen aber farbig unterscheiden, weil noch schmutz drin ist.
Da musst du entscheiden, ob du mehr Material abtragen willst, oder ob dir ein "wilderes" Erscheinungsbild gefällt.
Ich habe versucht so wenig wie möglich material abzutragen, weil die Dielen eh schon sehr dünn waren(ca20-22mm).

edit: nach dem 24er solltest du aber noch ein paar zwischenschliffe bis 120/150 einlegen, sonst siehst du beim ölen alle riefen.