Dielenboden als Doppelboden




Hallo,

nachdem ich nun meine aktuelle Baustelle, eine Sanierung einer 50er Jahre Wohnung, fast abgeschlossen habe möchte ich mich nun dem nächsten Werk zu wenden, der Planung eines Neubaus (oder Altbau mit hohen Decken).
Während meiner Sanierung habe ich oft hilfreiche Beiträge hier im Forum gefunden wofür ich mich herzlich bedanken möchte.
Da ich relativ viel selbst gemacht habe sind mir einige Dinge negativ aufgefallen.
Primär stört mich die nicht vorhandene Zugängigkeit der Gebäudetechnik (Elektroleitungen, Heizleitungen etc.).
In der Wohnung z.B. musste ich alle Elektroleitungen in der Wand knapp unter dem Putz verlegen.
Da ich als Informatiker eher mehr Steckdosen als weniger Steckdosen als sinnvoll erachte war das eine ordentliche Arbeit.
Dazu noch eine Menge an Ethernet-Leitungen und eine Vorbereitung für KNX.
In Leerrohre legen war nicht drin (Schlitztiefe), also ist jetzt alles unter Putz.
Ich habe zwar CAT7 Leitungen verlegt, aber wer weiß ob sich das am Ende gelohnt hat.
Aktuell kosten 10G Transceiver für Kupfer gut das doppelte wie für Glas.
Dazu kommen noch die horrenden Stromkosten für einen 10G Link.
Ob sich da so viel tun wird wage ich zu bezweifeln.
Glasfaser Verlegen ist aber ohne passende Leerrohre nicht mehr möglich.

Daher rührt auch meine eigentliche Frage:
Das Gebäude in welchem ich arbeite wurde, so weit ich das sehen kann, vollständig mit einem Doppelboden gebaut.
Für die Vernetzung von Rechnern ist das echt praktisch.
Da ich in einem Neubau gerne einen Dielenboden verlegen würde, frage ich mich ob die Unterkonstruktion nicht auch so ausgeführt werden kann, dass diese als eine Art Doppelboden genutzt werden kann.
Verzichten würde ich hier auf die dauerhafte Zugängigkeit der Installation im Doppelboden, da ein geschraubter Dielenboden sich doch sicher binnen eines Tages abbauen und innerhalb eines Tages wieder aufbauen lassen sollte (pro Zimmer)?
Dort könnte man dann bequem sämtliche Hausinstallationen unterbringen.
Vorgeschwebt ist mir soetwas wie:

Dielenboden
Unterkonstruktion
Holzfaserdämmung in Höhe der Installationstechnik (80mm?)
Rohdecke

Nach Möglichkeit könnte man da dann die Leitungen für Elektro, Daten, Heizung, Lüftung etc. unterbringen.

Gibt es Erfahrungen ob so etwas möglich (und sinnvoll) ist oder ist das kompletter Quatsch?
Stichpunkte wären für mich z.B. Schalldämmung, Wärmedämmung, Belastbarkeit.

Da tragende Gebäudeteile meist nicht verändert werden würde sich natürlich auch ein zukünftiger Besitzer über eine vollständig zugängige Gebäudetechnik freuen, da dies eine Sanierung erheblich vereinfachen würde. Sofern nichts dazwischen kommt dürften das wohl mein Kinder oder Enkel werden.

Über hilfreiche Hinweise würde ich mich freuen.



Die Demontage eines Dielenbodens wegen ein paar Drähten?



Das würde ich bleibenlassen. Ist ein Heidenaufwand und gerade bei Massivdielen ist nicht sicher, ob wirklich alles wieder genauso zusammenpasst.

Bei einem Neubau würde ich in Fußleistenhöhe einen Verlegekanal in der Wand vorsehen, der von Wandleisten (bzw. -brettern) geschlossen wird. Entscheidet man sich zudem für eine Wandheizung (sehr zu empfehlen!) müssen an oder in der Wand tasächlich nur unterschiedliche Stromleitungen geführt werden. Das passt dann sogar unter ein ausgehöhltes Wandbrett.

Wenn's unbedingt in den Fußboden soll, würde ich den Dielenboden als ein Feld mit umlaufendem abnehmbarem Wandfries ausführen. Dazu müsste man aber auch noch die Fußleisten abbauen...definitiv nicht meine persönliche Wahl.

Wer sagt denn überhaupt, daß in ein paar Jahren überhaupt noch gedrähtelt wird? Die Vorhersage kommunikationstechnischer Entwickelungen ist mit Sicherheit noch schwieriger als eine Wettervorhersage.

Grüße

Thomas