Dielenboden abschleifen oder ersetzen?

04.12.2007



Hallo an die Community!

Ich bin dabei ein ca. 100 Jahre altes Haus zu renovieren. in diesem Haus befindet sich in allen Räumen ein Dielenboden (üblicher Aufbau auf Balken, Hohlraum mit Schlacke etc.), welcher lackiert wurde (kein Ochsenblut) aber ansonsten in einem sehr guten Zustand ist.

So gut der Zustand des Dielenboden auch ist, so unmöglich ist der Zustand aber im 1 Stock des Hauses. Dort habe ich einen Raum, bei dem offensichtlich der "Dielenabfall" verlegt wurde. Soll heißen, der Boden hat so viel Geäst im Holz, dass dieser an sehr vielen Stellen bis zu 1cm uneben ist. Sieht zum Teil wie die Kraterlandschaft auf dem Mond aus.
Ich möchte den Boden (auch wegen der Schüsselung)abschleifen und wenn möglich erhalten. Die Dielen haben eine Stärke von 28mm. Wenn ich aber den Boden im 1 Stock. ebenschleife, sind diese Dielen dann noch stark genug?

Und wenn nicht, was haltet ihr davon diesen dann durch OSB Platten zu ersetzen?



Äste im Boden



sind manchmal das Zeugnis einer jahrzehntelangen, bisweilen jahrhundelangen Nutzung: die Böden sind ganz einfach abgelaufen worden, dabei blieben die härtesten Teile, eben die Äste, stehen.
Ich hab das jetzt in einer ehemaligen Schule gesehen, in denen die Lehrer und die Schüler mit ihren Holzpantinen die Böden abgelaufen haben. Gibt es schönere Zeugnisse einer frühen Nutzung ?
ich halte es nicht für möglich, die Äste einfach auszuschleifen. Auf keinen Fall sind diese Böden Abfallholz !

Grüße vom Niederrhein



Das könnte sein...



, dass die Abnützung schul daran ist. Dieser Raum ist nähmlich der erste, der betreten wirde, wenn mann in den ersten Stock kommt. Also wurde dieser Bereich auch am meisten begangen...

Und was halten sie davon, die Dielen zu entfernen, die Schlacke durch Perlit oder ähnlichem zu ersetzen, OSB drauf und neue Dielen auf den OSB schwimmend verlegen?



Wenn der Boden



tatsächlich nicht zu retten ist - ich gebe Dietmar Beckmann recht, dass nicht immer alles gerade und Plan sein muss - Rate ich von OSB-Platten ab und empfehle lieber eine Rauhspunddiele. Darauf kann dann schwimmend eine Diele verlegt werden. Der Aufbau beträgt allerdings ca. 6 cm bstehend aus 4 cm Holzweichfaserplatten mit Zwischenleisten und Dielenboden.



Im holzreichen Österreich



sollte es auch einfacher gehen:

Ersetzen sie ggf. den alten Dielenboden durch neue raumlange 28mm-starke Dielen. Das ist auch nicht teuerer und macht weniger Arbeit. Und es sieht besser aus, als ein Systemdielenboden mit vielen Querstößen.

Wenn Sie vom 28mm-Altboden tatsächlich bis zu 10mm Abschleifen oder partiell abhobeln, haben Sie mit viel Aufwand einen Dielenboden geschaffen, der nicht mehr trägt. Soweit es sich nur um einzelne Äste handelt, mag's noch angehen. Hochstehende Äste können mit der Lackfräse (Maffell) oder einen elektrischen Handhobel vor dem Schleifen egalisiert werden.

Grüße

Thomas