Fußboden gesperrt oder diffussionsoffen ??????????

25.07.2006


Hallo, wird sind gerade bei der Renovierung eines Haußes Bj. ca. 1900 und bräuchten dringend einen Tipp!!!!



Unser Haus besitzt einen kleinen Kriechkeller mit Gewölbedecke, in dem scheinbar aufgrund einer Kanalabsenkung jahrelang Wasser gestanden hat. Das Problem ist nun zwar behoben, eine Restfeuchtigkeit befindet sich noch in den Wänden und wird aufgrund des Lehmbodens und hohem Grundwasserspiegel wohl auch dort bleiben.



Das Problem ist die Sanierung des Fußbodens über der Gewölbedecke. Der alte Dielenboden war an den Wänden rundherum vermodert und zerfressen (die Vorbesitzer hatten hier auch eine Art Laminat darübergelegt!), im Zentrum des Raumes jedoch trocken und gut erhalten. Die originale Schüttung ist Sand, in dem die Querbalken schwimmend verlegt waren.


Daraus ergeben sich folgende Fragen:



1. sollte zwischen gemauerter Gewölbedecke und Schüttung eine Sperrfolie eingebracht werden, um das Eindringen von Feutigkeit zu verhindern? Oder sollte der Dielenboden lieber unterlüftet werden, um die Feuchtigket abzuführen?


2. Sollte eine Sperrfolie eventuell nur an den Wänden angebracht werden, die die Feuchtigkeit an die Schüttung abgeben?


3. Welche Schüttung wäre überhaupt sinnvoll?





Hallo, das Problem hatten wir auch, im Wohnzimmer. In der Küche (nebendran) war nichts, obwohl auch hier der Dielenboden mit PVC zugelegt war. Der einzige Unterschied lag daran, dass im Wohnzimmer eine Betondecke eingezogen war.

Wir haben uns entschieden, nirgends eine Folie einzubauen, denn irgendwann hätten wir das Problem dann wieder. Sie könnten in den Hohlraum beispielsweise Tonkügelchen oder Korkgranulat füllen. Wir haben die Kellerdecken dann von unten gedämmt.

Das Problem bei Ihnen ist 100%ig, dass der Boden nach oben nicht offen war. Wäre kein PVC gelegt worden und die kühle Feuchte des Kellers hätte nach oben "entweichen" können, wären Ihre Balken auch nicht vergammelt.

Grüße Annette



Annette hat recht



ich würde ebenfalls keine Folien anbringen. Für Hinterlüftung sorgen (bspw. durch Luftschlitze in den Fußleisten) und mit einer Fußleistenheizung auch für eine gute Wärmeverteilung in den Wänden. Dann bleibt es auch trocken.

Im Keller könnte man versuchen, die Feuchtigkeit mittels einem kleinen Entfeuchtegerät (die Geräte müssen auf das Raumvolumen abgestimmt sein) zu entziehen.

Grüße



Danke für die Infos!



Sollte der Dielenboden dann auch offenporig sein? Mit einer Lackschicht würde man ja auch den Feuchtigkeitsaustausch stören, bleibt nur noch ölen, oder???



Hartwachs oder ölen



ist die Qual der Wahl. Mal bei Kreidezeit (www.kreidezeit.de) vorbeischauen, die haben die richtigen Produkte.

Man könnte aber auch mit Waid Streichen und anschließend wachsen. Leider gibt es dazu keine gescheite Homepage, die Unterlagen kann ich aber gerne mailen.

Grüße

PS: und keine Angst vor der Pflege. Die ist weniger aufwendig als man glaubt.





Ich habe mal wo gelesen, dass man Holz immer beidseitig mit dem selben Zeugs behandeln soll ;o) - das geht ja aber schlecht

Für stark beanspruchte Räume würde ich glaub ich kein Hartwachsöl mehr nehmen. Holz ist immer empfindlich, das ist klar, aber wenn man beispielsweise Parkett kauft, das schon mit Hartwachsöl behandelt ist, verhält es sich anders, als wenn man Weichholzdielen damit streicht...

Grade bei alten Dielen schlürft das Holz das "Präparat" ein. Bei neuen hält es schon etwas besser, aber man sieht ziemliche Laufstraßen. Und die sind dann grau - wenns nicht stört, kein Problem, aber ich bin momentan in der Phase, in der ich keinen "Dreck" mehr sehen will ;o). Zumindest nicht in meinem Wohnzimmer :o(

Grüße Annette

PS: so ein feuchter kalter Kriechkeller hat unheimlich viele Vorteile: Ist beispielsweise ein herrlicher Bier-Kühlschrank ;o)



Beidseitig



geht nur bei Neuverlegung ;-)

Parkett ist wesentlich teurer als raumlange Dielen (das 3-4 fache). Ich hab den Osmo-Katalog hier liegen, bei den Preisen bleibt einem die Luft weg. Der qm ab 87,90 EUR (Eiche), aber als s.g. Systemdielen - nur 2 m lang

Gewachste/geölte Böden können problemlos nachgepflegt werden. Wenn man die Pflegehinweise der Hersteller beachtet, gehts ohne Ansätze.

Ein Holzfußboden braucht nun mal ab und an etwas mehr Zuwendung, genau wie Natursteinplatten. Dafür gibt es aber auch keinen schöneren Fußbodenbelag. Am schönsten sehen raumlange Dielen aus.

My two cents





Na ja, wir hatten uns damals Dielen aus Ahorn ausgesucht, raumlang, 80 Euronen pro qm. Leider konnten die dann doch nicht liefern (fiel denen dann nach 10 Wochen Wartezeit und einen Tag vor Lieferung ein...). Wo man Eichedielen für 25 Euro bekommt, das weiß ich auch net... Dafür gibts höchstens Kiefer...

@Ulrike

Wie pflege ich denn gewachste/geölte Dielen Deiner Meinung nach "problemlos und ansatzfrei"? *gespanntbin*

Grüße Annette



Eiche raumlang



... zu einem bezahlbaren Preis zu finden ist reine Glücksache. Wir haben ein ganz kleines Sägewerk gefunden, die Dielen müssen aber noch 1 Jahr lufttrocknen, bevor sie in der Trockenkammer endgetrocknet werden. Immerhin 40 cm breite Dielen zu einem wirklich günstigen Preis. Sie werden halt erst im nächsten Frühjahr verlegt ...

Pflege: Annette, schau mal beim Hersteller nach. Bei Kreidezeit und auch im Osmokatalog wird das sehr gut beschrieben.

Grüße





genau, in der Trockenkammer waren meine Ahorndielen auch. Und die kamen dann so verdreht raus, dass sie mir nur noch 2-Meter-Stücke anbieten konnten und das wollte ich dann nimmer - für 76 Euro ;o)

Was der Hersteller empfiehlt, das weiß ich auch. Allerdings Du weißt ja, wie das so ist mit den Versprechungen... Versprechen tun se alles, halten können se's später nimmer... (siehe Ytong im Fachwerkhaus) - das sind halt 2 Paar Schuhe.
Das einzige, was hilft, ist neu Abschleifen und nochmal streichen... (und das mach ich dann auch wirklich das allerletzte mal).


Grüße Annette



Jepp hier:



Keinen Sand, Straßenstaub in die Räume tragen, besser saubere Hausschuhe benutzen, bzw. Fuß-/ Abstreifmatten auslegen

Hmmmm... sag das mal meinem Hund ;o). Oder den Gästen...
oder wenn ich nochmal schnell rein muss, weil ich was vergessen hab... oder wenns aus den Deckenritzen rausbröselt...

Grüße Annette



Empfindlich



Liebe Annette,
weißt Du, wie empfindlich Parkett auf derartige Behandlung reagiert? Vor allem Sand mag es sehr. In kürzester Zeit sieht es herrlich zerkratzt aus. Selbst hart versiegeltes Parkett ist da sehr eigen. Seit dieser Erfahrung habe ich mir angewöhnt, die Straßenschuhe im Flur auszuziehen. Und einen Hund hat auch nicht jeder ;-)

Wenn man das auch beim normalen Holzfußboden berücksichtigt, gibt es irgendwann zwar Laufstraßen, aber die kann man ausbessern.



Holzböden



und anderes gibt`s bei retter-der-bretter.de



Genau



und das muss man auch seinen Kindern angewöhnen und den Nachbarskindern und Freunden...

Dann sieht der Boden immer schön frisch aus.
Ansonsten halt eben nicht...

Ausbessern kann man das, hab ich ja schon geschrieben, indem man es abschleift.
Ansonsten eben nicht...

Ich hab mir Bootslack für die Treppe vorgenommen.

Grüße Annette