Dielen von Ausgleichsmasse befreien



Dielen von Ausgleichsmasse befreien

Hallo,
wir haben die letzten Wochen auf den Knien verbracht und mit viel Mühe einen alten Dielenboden frei gelegt.
Ich habe vorher viel im Internet recherchiert, wie man am Besten vor geht. Der Boden war mit Ochsenblut, Ausgleichsmasse und PVC verschandelt.
Viele Versuche sind gescheitert. Am Ende haben wir mit viel Zeit und Nerven erst mit einer Sanierungsfräse die Ausgleichsmasse abgetragen, um dann mit dem Excenterschleifer und einem Tellerschleifer dem Ochsenblut zu Leibe zu rücken.
Vermutlich haben wir uns dabei eine Staublunge geholt aber es hat sich gelohnt. ;)

Nun stellt sich die gleiche Problematik im Flur. Jetzt überlegen wir, ob wir es hier noch einmal so machen, oder ob wir im Flur die Dielen mit einem Belag schützen, da diese ziemlich weich und empfindlich sind. Ich schätze, das dürfte Fichte sein!?

Hat jemand Erfahrung, wie empfindlich Dielen in einem Bereich sind, in dem auch viel mit Straßenschuhen gelaufen wird?
Lohnt sich da die Freilegung oder ist man mit einem anderen Boden besser bedient?



Alte Dielen sanieren



Viel Arbeit- aber das Ergebnis lohnt sich.

Zudem bekommt man dabei ein ganz anderes Verhältnis zu seinem Fußboden-dem einzigen Bauteil mit dem man immer physisch in Kontakt steht und daher einen großen Einfluß hat.

Wenn der Eingangsbereich direkt hinter der Haustür vor Sandeintrag und vor großer Nässe geschützt wird ist mMn auch im Flur ein Weichholzdielenboden möglich.
In manchen Haushalten ists Usus, beim Betreten Hausschuhe anzuziehen-nicht nur bei Moslems.
Das erspart eine Menge Reinigungs- und Pflegeaufwand.

Bei kleinen Flächen mit alten, einfachen Weichholzböden ist es wohl sinnvoller und bessser, diese gegen Eichendielen zu tauschen- es geht schneller, ist kostengünstiger und haltbarer.

Bei deinem alten Boden mit Spachtelmasse und Ochsenblut wäre es besser und schneller gewesen den mit einer schweren Parkettschleifmaschine (ca 70 kg) und Schleifpapier mit 16 er oder 24 er Korn abzuschleifen.

Also alles inkl Spachtelmasse abschleifen- nur wenn die sehr dick ist und nicht zu stabil mit dem Untergrund verbunden ist kann man versuchen, mit einem Hammer daraufzuklopfen und dann die Spachtelung mit einem stabilen Spachtel/Stecheisen abzuheben.

Ränder kann man uU -wenn man keinen Randschleifer bekommt- mit einem großen Winkelschleifer (178 oder 240 mm Durchmesser) Gummiteller und grobem Schleifpapier schleifen.
Das geht am schnellsten.
Atemschutz verwenden und am Anfang aufpassen, keine Riefen ins Holz zu schleifen.

Schleifen dauert gut einen Tag bei der Fläche und trägt weniger vom Holz ab.
Bei Sanierungsfräsen muß man sehr aufpassen, um nicht Macken und Vertiefungen ins Holz zu fräsen.

Zum Kostenvergleich kann man ein Angebot von Parkettlegern anfordern-
immer per qm inkl allen Kosten und nie im Stundenlohn anbieten lassen.

Die MwSt läßt sich ggf als 'haushaltsnahe Handwerksleistung'
zurückbekommen.Also besser gegen Rechnung arbeiten lassen.

Bei Fragen gerne eine mail schreiben- ich habe tausende qm Holzböden geplant, gelegt, saniert.

Andreas Teich





Danke!

Wir haben es ohne große Macken hin bekommen. Alle Schleifversuche im Vorfeld sind leider gescheitert und der Raum ist auch für einen Bandschleifer fast zu klein, um ordentlich damit zu hantieren.

Wir haben auch erst überlegt, das von einem Profi machen zu lassen, aber das war so ein persönliches Ding zwischen uns, den Vorbesitzern und dem Haus. Deswegen haben wir es selbst gemacht. ;)
Ich arbeite zum Glück bei einem Schleifmittelhersteller, deswegen hielten sich die Kosten in Grenzen. :D

Der Flur wäre der obere Flur, also nicht direkt hinter der Haustür.
Vielleicht versuchen wir es mal mit den Dielen...das wäre direkt vor diesem Zimmer...dann wäre es einheitlich. Den Unterschied zu neuen Dielen würde man wahrscheinlich direkt sehen.