Klammerdielen bei "schiefem" Untergrund

01.09.2008



Hallo,

habe hier schon viel gelernt. Vielen Dank dafür! Jetzt habe ich aber ein wirklich vertracktes Problem:

Situation: In einem L-förmiger Raum sollen Klammer-Dielen schwimmend verlegt werden. Wgen Trittschall möchte ich nicht schrauben.

Problem: An beiden Schenkeln des L's geht der Boden, quasi ab einem Knick, ca. 2cm nach oben, über eine Strecke von 2m. Daher wird das schwimmende Verlegen sehr schwierig, weil im Knick die Dielen nicht den Boden berühren und es dann wippt. Estrich u.ä. kommt nicht in Frage weil es dann einen 2 cm Höhenunterschied zu angrenzenden Räumen gibt.

Ich habe an eine Ausgleichsmasse gedacht, das Problem ist, daß die ja gerade verläuft, ich bräuchte aber quasi eine "schiefe Ebene", damit alle Dielen vollflächig aufliegen.

1. Frage: Gibt es auch Ausgleichmassen, die ich wirklich spachteln kann, die also nicht selbst verlaufen, sondern sich wie z.B. Rotband verhalten? Würde dann den Boden quasi als schiefe Ebene "verputzen", dann liegen die Dielen vollflächig auf und alles wäre klar.

2. Frage: Kann ich beim Verlegen etwas richten? Wenn die Dielen mit Nut und Feder im Knick liegen, also Nut & Feder den Knick mitmachen, klappt das auf Dauer oder reißt das Holz?

Sollte ich eine zur normalen Verlegerichtung querverlaufende Diele in den Knick legen? Kann die den Knick aufnehmen?

Bin auf Antworten sehr gespannt!



Was ist...



...den der Untergrund? Für zementäre Untergründe gibt es einige Möglichkeiten.

Gruß Patrick.



Was ist...



...den der Untergrund? Für zementäre Untergründe gibt es einige Möglichkeiten.

Gruß Patrick.



Der Untergrund ...



... besteht aus alten Holzdielen, aber nicht sehr schön, deswegen die Neuen. Sind sämtlichst neu verschraubt.



Meine ehrliche Meinung?



Alte raus, Balkenlage ausgleichen und richtige Dielen rein.
Diese Klammerschwimmendmickymausdielen sind eigentlich nur ein Kompromiß. Auf einem sauber ebenen Untergrund meinetwegen, aber auf eine alte Dielenlage...
Ich weiß, es ist bequemer, der Nachwelt einen archeologisch spannenden Schichtaufbau zu hinterlassen und immer auf das alte drauf, technisch ist es aber immer die zweite Wahl.
Dann ist auch das Anschlußproblem mit Treppen und Türen geringer oder weg.

Gruß Patrick.



Auch ich...



...melde Bedenken an. Sie zahlen viel Geld für eine minderwertige Verlegelösung. Massive Dielen sollten immer mit dem Untergrund verbunden werden. Klammerlösungen gehen oft schief, und sie sind auch nicht immer leise (Klappern). Auf unebenen Böden scheinen mir Probleme vorprogrammiert.

So wie nebenan kann es schon 6 Monate nach Verlegung aussehen, trotz klimatisch richtigen Einbaus durch einen Fachbetrieb.

Grüße

Thomas



Auch



massive Dielen können in einer lose eingelegten Latte die nicht mit dem Untergrung verbunden ist verschraubt werden.

So habe ich eine Art schwimmende Verlegung ohne das Köperschallproblem.

Grüße Gerd



Hallo Gerd,



leider verstehe ich Deinen Vorschlag nicht. Soll die lose Latte unter die Dielen, an die Stirnseite ... ?



Hallo Schmitti,



ich hoffe auf dem Bild ist erkennbar was ich meine.

Der Balken mit dem Trittschallstreifen ist der aufgefütterte Deckenbalken. Das Holz dazwischen, hier KVH Holz ist nur lose eingelegt. An diesem Holz haben wir die Dielen verschraubt.

Grüße Gerd



Den Tip...



...von Gerd finde ich gut und das wäre doch was. Man braucht halt "richtige" Dielen, damit man durch die feder schrauben kann.
Die Mickimausdielen schon gekauft?

Gruß Patrick.



Die Mickimausdielen ...



... sind schon gekauft, sind aber ganz normale ca. 23 mm Vollholz(Eiche)Dielen, nur mit einer zusätzlichen Nut für die Klammern, von daher könnten die theoretisch auch geschraubt werden. Wenn ich Gerd's Idee nehme, müssten also die alten Dielen raus und dann die Hözer (locker) rein und dann verschraubt werden, das wird für den ganzen Raum eine gigantische Arbeit.

Hat keiner eine Idee, wie ich eine "Schiefe Ebene" hinkriege, mit nicht selbstverlaufender Spachtel/Füllmasse?

Danke für die bisherigen Tips!



Da sie...



...höchstwahrscheinlich freie Längen (und damit viele kürzere Stücke) eingekauft haben, geht Gerds Lösung hier eher nicht so gut.

Es gibt diverse Spachtelmassen, mit denen eine Ebene (oder eine in sich gerade abfallende Fläche hergestellt werden kann. Fragen Sie bei Ihrem Parkettfachhändler (Hinterseer vielleicht in der Nähe) nach einer geeigneten Masse auf Altdielung. Sie brauchen vorher eine Grundierung, sollten zusätzlich Fasern beimengen. Dann können Sie die Dielen Kleben oder durch die Spachtelmasse in die Altdielung schrauben.

Wenn es aber nur wenige zu nivellierende Stellen gibt, können die Dielen auch an den Schraubstellen mit ebenen Polsterhölzern unterfüttert werden.

Zwischen Altdielung und Neudielung sollte eine Rohfilzpappe gelegt werden. So wird das zwar kein wirklicher Trittschallschutz, aber im eigenen Haus vielleicht tolerabel.

Grüße

Thomas



Die Lösung ..



... war Ardex A 30, wen es interessiert. Super Spachtelmasse, trocknet sehr schnell und war genau richtig. Danke für alle Tips!



Lassen Sie den Spachtel,



trotz aller Begeisterung, vor dem Weiterbauen gut abtrocknen.

Grüße

Thomas