Dielen über Schaumglasschotter

19.08.2015



Guten Tag, liebe Forenmitglieder,

ich lese schon lange interessiert hier mit und habe schon manche Anregung bekommen.
Nun wage ich mich mal eine Frage zu stellen. Wir haben ein ca. 200 Jahre altes Bauernhaus im Schwarzwald übernommen.
Wir möchten gern den ehemaligen unteren Bereich des Hauses, der einmal als Pferdestall diente, zum Eingangsbereich umfunktionieren. Nach langen Überlegen haben wir nun folgende Idee:

Gewachsener Lehmboden , ca. 20 cm ausgekoffert
Geoflies
Schaumglasschotter (rütteln)
Vlies darauf

und nun würden wir gern einen Dielenboden draufmachen.
Wäre das machbar, eventuell habe ich noch etwas vergessen.
Für Anregungen wäre ich sehr dankbar

Grüße
Margitta



Eingangsbereich



Meinen Sie so etwas wie einen Flur den man von draußen als erstes betritt wenn man ins Haus will?



nasse Schuhe



Da würde ich eher einen Fliesen- oder Steinboden empfehlen.

Schaumglasschotter ist kein geeigneter Untergrund für Dielen oder Fliesen, und hat nicht den besten Dämmwert.

Bitte die Suche benützen, das wurde hier schon oft abgehandelt...

In unserem Haus:

Fliesen
Fliessestrich weil die Bodenplatte dem Fliesenleger nicht auf der richtigen Höhe war
Bodenplatte aus Beton
(hier wäre eine Folie besser gewesen)
XPS Dämmung
Splitt damit Dämmplatten flach liegen können
Lehmboden



Ja das geht



Schaumglasschotter braucht eine bestimmte Aufbauhöhe, die von Hersteller auch angegenben wird. Mit den 20cm Gesamtaufbau könnte das schon knapp werden. Da sich Schaumglasschotter nicht in Waage ausrichten lässt, werden bei Holzfußböden oft noch eine Ausgleichsschicht z.B. aus Perlite Ausgleichsschüttung dünn aufgebracht und entspechend abgezogen. Darauf legt man dann die hölzerne Unterkonstruktion zur Befestigung der Dielen in einem kleinen Raster am besten zweilagig über kreuz. Man kann auch vor dem einbringen des Schotters Stelzlager mauern, auf denen dann später die Balkenlage aufgelegt wird. Und zum Dämmwert: Egal was man einbringt, die Dämmwirkung erzeugt letztendlich die Schichtstärke der Dämmung und nicht der Wert, der auf der Packung steht. Außerdem wäre mir das persönlich echt egal, da sich zum Erdberührten Bereich die Energieverluste sowieso in Grenzen halten und man hier, wenn man von max. Dämmwirkung spricht, über Pfennigbeträge bzgl. der Einsparung unterhält. Wenn man das mit Kosten und Nutzen in Beziehung bringt, merkt man schnell, das es hier bur um Geldmacherrei geht. Vor allem im Altbaugewerbe. Bei Neubauten ist das sicherlich etwas anderes, da diese Gebäude ganzheitlich konzipert sind oder sein sollten.
In Eingangsbereichen, die von Außen Wasser zugeführt bekommen, ist sicherlich Holz nicht die optimalste Wahl. Kaputt geht das davon aber nicht. Es wird vielleicht etwas unschön mit der Zeit, was ja auch einen gewissen reiz ausmachen kann.

Gruß Emzet



Für einen Dielenboden ...



würde ich eher folgenden bewährten Aufbau empfehlen:

Ist der ausgekofferte, gewachsene Lehmboden tragfähig genug, eine Feuchtesperre darauf legen, vorzugsweise EPDM-Folie (Teichfolie)und an den Seite hochziehen, etwas über das Niveau der Dielen. Darauf Lagerhölzer mit 10 - 12 cm Aufbauhöhe, in Waage bringen. Zwischen die Lagerhölzer eine Dämmschüttung geben, ich persönlich finde Blähton am besten. Darauf die Dielung verschrauben oder nageln. Falls Sie dem Lehmboden nicht trauen, zunächst etwa 10 cm Betonschicht und darauf dann die Folie u.s.f.

Ein einfacher, preiswerter Aufbau und ein Fußboden, auf dem man barfuß laufen kann, ohne Eisfüße zu bekommen.

Auf unserer website finden Sie Fußboden-Aufbautipps etwas ausführlicher.

Viel Freude beim Restaurieren, Bauen und vor allem beim drin leben!