Dielen auf Holzweichfaserplatten - wie Boden ausgleichen?

26.03.2007



Hallo,

ich möchte im Obergeschoß irgendwann mal meinen Traum-Dielenboden verlegen, im Moment ist das finaziell nicht möglich, deswegen möchte ich erstmal Rauhspund reinlegen und diesen beizen, bis in ein paar Jahren Geld für einen tollen Dielenboden da ist.

Ich zerbreche mir allerdinsg schon seit Tagen den Kopf, wie ich den Raum ausgleichen soll. Ich habe heute mal grob gemessen, über eine Raumlänge von ca. 4 Metern müssten mind. 5 cm ausgeglichen werden.
Der Bodenaufbau sieht im Moment so aus, dass die Originaldielen auf Balken genagelt sind.
Ich hatte mir den Bodenaufbau so vorgestellt, dass ich den Rauhspunt auf Holzleisten schraube, die zwischen Holzweichfaserplatten liegen. Aber wie soll ich nun die 5cm ausgleichen? Die Aufbauhöhe darf auch nicht zu hoch werden.
Die alten Dielen sollten, wenn möglich, liegen bleiben und Trittschall ist hier ein großes Thema.

Noch was am Rande: auf den Rauhspunt sollen anschließend auch die Profile für die Rigipswände geschraubt werden. Gibt es dabei Bedenken?
Ist es eigentlich egal, ob ich die Dielen dann quer oder längs zum Rauhspunt verlege?


Viele Grüße,
C. Lange
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Mir ist gerade selber eine eventuelle Lösung eingefallen:
Direkt auf die alten Dielen Holzweichfaserplatten, unterschiedlich strake Holzklötzchen sägen und unter Latten leimen und damit den Höhenunterschied ausgleichen, anschließend den Rauhspunt auf diese Latten schrauben.



Wieviel Aufbauhöhe steht denn zur Verfügung,



einschließlich der später zu verlegenden Dielung, ohne Berücksichtigung des Niveauausgleiches?

Grüße

Thomas





Hallo Carsta, ich würde zuerst die leichten Trennwände auf dem vorhandenem Dielenboden befestigen. Dann eine Ausgleichsschüttung, z.B. von Fermacell, 5 cm dick, ein- bringen. Darauf Holzweichfaserplatten verlegen, die im Nut/Feder - Bereich eine Holzlatte haben, die nicht auf der Schüttung, bzw. Dielenboden wg. Vermeidung von Trittschall aufliegt, Auf diesen Holzlatten kann entweder Rauhspunt, OSB-Platten oder eine preiswerte Fichte-Dielung verschraubt, bzw. genagelt werden. Problem ist, dass der Bodenaufbau am höchsten Punkt ohne Holzbelag 5 cm + 4 cm beträgt. Ein späterer "Luxus"dielen- Wunsch kann auf dieser Konstruktion verwirklicht werden.
Gruß aus der hessischen Wetterau.



Schallübertragung



Hallo Jörg,

wenn ich die Trennwände direkt auf die vorhandenen Dielen Schraube, habe ich das Gefühl, dass das nicht wirklich vorteilhaft für die Schallübertragung ist. Es ist ja nichts dazwischen, was den Schall etwas abdämpft. Sind meine Bedenken berechtigt?

@ Thomas:
ich hab mich jetzt an dem Balken orientiert, wo die Türzarge mit abschlließen soll. der Balkan hat eien höhe von 7cm. 2cm müsste man schonmal abziehen, damit der Raum gerade ist. Der Rest des Raumes liegt noch tiefer.





Hallo Carsta, die Befestigung der leichten Trennwände auf dem vorhandenem Dielenboden hat nichts mit Trittschall- Dämmung zu tun, da ja nach meinem Vorschlag der Fußbodenauf- bau nach der Ständerwand errichtet wird. Unter dem U-Profil der Ständerwandkonstruktion sollte allerdings ein Filzdämm- streifen zur Vermeidung von Schallbrücken sein. Diesen Dämmstreifen liefert der Anbieter der Metallkonstruktion. Solltet Ihr eine Holzständerkonstruktion aus dem Baumarkt nehmen wollen, empfehle ich trotzdem diesen Dämmstreifen, den es in mehreren Breiten gibt und der beim klassischem Baustoffhandel zu bekommen ist.
Gru



Trittschall



Hallo Jörg,

den Trittschall sah ich auch gar nicht als Problem, wenn ich die Trennwände direkt auf die alten Dielen baue, sondern ehr dass das eine Schallbrücke ist, die Filzstreifen kenne ich, hab ich gar nicht mehr dran gedacht. Aber diese Filzstreifen sind im Baumarkt so schweineteuer, gibts da keine günstigere Lösung? Vielleicht hab ich auch die falschen in der Hand gehabt, die waren aufgerollt und ich meine an einer Seite mit Klebestreifen versehen, sind das die richtigen?



Die beste Variante...



...ist auch die billigste. Bloß muß man das Geld eben jetzt haben:

Alte Dielung entfernen, auf den Balken die Höhendifferenz ausgleichen (mit keilförmig geschnittenen Leisten). Darauf die Traumdielung raumlang verlegen (was soll's denn sein, das so teuer ist?). Trittschalldämmung ist so zwar nicht drin, aber im eigenen Haus vielleicht doch von unterdeordneter Bedeutung. Immerhin kann man so vor der Neuverlegung die Hohlräume zwischen den Balken füllen, so vorhanden.

Die B-Variante ist insgesamt teuerer, aber augenblicklich muß nur der kleinere Teil gezahlt werden: ebenfalls alte Dielung 'raus und auf den Balken augleichen, Rauhspund verlegen. Darauf könnte, wenn genug Aufbauhöhe zur Verfügung steht, später das 40mm hohe Gutex/ Pavatex System aus Holzweichfaserplatte mit eingenuteter Holzleiste schwimmend verlegt werden, darauf die Dielung (24mm) geschraubt, oder die 50mm hohe Doser-Platte mit Stufenfalz und eingelegter Leiste, und darauf die Dielung verschraubt. Das sind beides einfache Aufbauten mit guter Trittschalldämmung, die ich all den wunderbaren Schüttungen vorziehen würde.

Grüße

Thomas





Hallo Carsta, der Filz ist wirklich auf Rollen und einseitig mit Kleber versehen. Ich würde zu einem traditionellem Baustoffhändler gehen. Der Filz ist aus dem Sortiment der Firmen Knauf oder Protektor und wirklich nicht teuer. Dem Beitrag des Herrn Böhme kann ich nicht zustimmen. Seine erste Variante schließt er wegen fehlender Trittschalldämmung selbst aus und ist auch wegen der notwendigen Handwerksleistung sauteuer. Warum er Schüttungen verdammt, verstehe ich nicht. Bei 5 cm Aufbauhöhe gibt es keine Setzungen, wenn sie mit 10% Überhöhe eingebracht werden. Die von Ihm vorgeschlagenen Holzweichfaserplatten sind exakt das, was ich in meinem erstem Beitrag geschrieben habe.
Gru



Nanu,



was soll den bei meiner A-Variante sauteuer sein? Das Schneiden von Keilen aus Leisten etwa? Dazu braucht es nicht unbedingt einen Handwerker, und wenn's doch einer machen soll, es braucht keine Ewigkeit. Meterlange Teilstücke (oder auch noch kürzer) tun es ja auch.

Trittschall sieht der eine dramatischer, der andere entspannter. Was bei vermieteten Räumen ein Muß ist, kann man privat durchaus reduzieren. Wenn ich oben bin, kann ich mich nicht gleichzeitig unten darüber aufregen. Und meine Kinder höre ich lieber ein bisschen. Das ist eben reine Geschmackssache.

Unser HWP- Aufbau, Jörg, ist eben nicht derselbe, weil ich einen ohne Schüttung vorschlage. Und ich habe die Erfahrung gemacht, daß es eben doch punktuelle Setzungen geben kann, wenn auf einer Stelle der ziemlich weichen HWP von Gutex viel rumgetranpelt wird, was bei Gelegenheitsdielenverlegern ja durchaus vorkommen kann. Auch gehört etwas Erfahrung dazu, das Ganze nicht nur waagerecht abzuziehen, sondern dieses Level auch beim Verlegen zu halten. Da kommt mir die Sache mit den Keilen auf den Balken für Laien leichter vor, wenn man denn vor einer kleinen Tischkreissäge keine Angst hat.

Vielleicht ein wenig weniger Theater? Wenn ich etwas verdamme, sieht das ganz anders aus. Ich habe lediglich geschrieben, was ich vorziehe. Wenns ohne Schüttung überhaupt nicht gehen darf, dann eher die von Mehabit. Die Teilchen verkleben miteinander unter Druck und wandern damit auch unter beim Verlegen belasteten HWP nicht.

Preiswerter als Dämmfilze sind Streifen aus 8 oder 1omm Holzweichfaserplatte (selbst gesägt und nicht sauteuer beim gierigen Handwerker), die dann unter die Wand gelegt werden.

Frohes Schaffen

Thomas





Hallo Thomas,

auch für deinen Vorschlag herzlichen Dank, jedoch glaube ich, dass das in meinem Fall nicht in Frage kommt, da ich den Trittschall soweit wie möglich reduzieren will (und nicht nur den sondern auch andere Geräusche wie Musik, Fernseher,...).

Ich habe hier schonmal einen Thread gestartet indem ich nach verschiedenen Meinungen zum Fußbodenaufbau fragte, da hieß es in bezug auf Trittschall, dass ich die alten Dielen drinlassen soll und lieber draufbauen soll, jedenfalls habe ich es so verstanden. Für mich bedeutet das auch wesentlich weniger Aufwand, denn der Raum hat eine größe von 31qm. Ich hatte dort schonmal 5 Dielen hochgenommen und das war sicher keine leichte Arbeit.

Viele Grüße,
Carsta