Dielen abschleifen - mit welchen Maschinen arbeiten?

27.07.2010



Hallo,

wir möchten in zwei Räumen (insgesamt ca. 50m²) den Dielenboden Abschleifen (um ihn anschließend zu ölen).

In einem der Räume (ca. 20m²) handelt es sich um alte Weichholzdielen, die mit Ochsenblutfarbe gestrichen sind. Dieser Anstrich ist aber nur in einem relativ kleinen Bereich noch dick und gut erhalten; überwiegend ist die Schicht schon sehr abgelaufen und sollte insofern gut runtergehen. Von den Dielen muss aber insgesamt vermutlich ziemlich was runtergeschliffen werden, da sie sehr uneben sind und vor allem an einer ausgeflickten Stelle mehrere Millimeter Höhenunterschied zwischen zwei der Dielen ist.

In dem anderen Raum haben wir neue Lärche-Dielen verlegt.

Beim Durchblättern des Prospekts vom Maschinen-Verleih sind wir angesichts der Auswahl nun ins Grübeln geraten, wie bzw. womit am Besten vorzugehen sei.

Zur Auswahl stehen:

Lägler Profit (44kg; "für leichte Schleifarbeiten")
Lägler Hummel (82kg; "für schwere Schleifarbeiten")

Trio Dreischeibenschleifmaschine

Randmeister Randschleifmaschine (178mm)
Elan Rand-, Ecken- und Stufenschleifmaschine (150mm)


Ich dachte, erst eine Walzenschleifmaschine fürs "Grobe" und dann für den Feinschliff mit der Scheibenschleifmaschine hinterher ... Nun bekamen wir von anderer Seite die Auskunft, auch den Feinschliff (er sagte, 120 reicht) könne man mit der Walzenschleifmaschine vornehmen.

Wie sind hier Eure Erfahrungen und sollte man da wohl mit der "Profit" oder der "Hummel" ran?

Weiterhin: wir haben einen eigentlich recht guten Exzenterschleifer (Bosch "blau" GEX 150). Kann man die Ränder und Ecken damit machen, oder ist es sinnvoll, eine Randschleifmaschine zu leihen? Wo ist da der Unterschied? (Wir haben überall Wandheizung, insofern gibt's keine Heizkörper, unter die man drunter müsste. In einem der Räume muss man allerdings um etliche Balken herumschleifen.)

Herzliche Grüße,
Sandra





Hallo,

die Profit reicht aus. Du kannst alles damit machen, außer die Ränder. Dafür empfehle ich eine große Flex mit entsprechenden Schleifpapier. Der GEX ist klasse, den habe ich auch, für die Dielen funktioniert er allerdings nicht. Dauert viel zu lange.

Würde folgende Körnungen empfehlen: 24, 40, 80, 120. Hier gibts weitere Infos: http://www.oekodeal.de/ Da habe ich die Maschinen immer ausgeliehen und das Öl gekauft. Allerdings für Dich natürlich zu weit. Aber zur Info reichts aus.

Auf der Seite gibt auch eine Anleitung zum Schleifen. Es sollte handwerkliches Geschick vorhanden sein.

Ein Tipp: vorher den Boden Stück für Stück absuchen und alle (!!!) Nägel entfernen, bzw. versenken, da sonst die Gefahr besteht, dass die Walze beim Schleifen kaputt geht.

Das Öl wird dann mit einer Einscheibenmaschine einmassiert.

Gruß
Jensemann



Für den Feinschliff,



besonders bei zu ölenden Flächen, reicht die Walzenschleifmaschine nicht aus. Selbst bei Profis am Steuer nicht. Walze sollte bis 120er Körnung geschliffen werden, danach mit der Einscheibenmaschine (nicht mit der TRIO) mit 100er Gitter, wenn deutlichere Längsriefen zu sehen sind, auf jeden Fall aber mit dem 120er Gitter. Jeweils unter Superpad.

Zu ölende Flächen sollten besonders fein geschliffen werden, da kein Lack Schleifspuren verdeckt. Bei zu groben Endschliffen steigt die Dreckbindung des Bodens.

Grüße

Thomas