Rauspund verlegen

13.11.2006



Hallo zusammen, ich möchte in unserem Haus (Bj. 57) im 1. OG auf die Betondecke Dielen bzw. Rauspund schwimmend verlegen.
Aufbau: Beton - Dämmmaterial - Rauspund (verleimt)
Was sollt ich zudem noch grundsätzlich beachten?



Warum soll der Rauhspund verleimt werden.



Dielen oder Rauhspund sollten geschraubt werden. Ein gutes Produkt für die Verlegung sind Holzweichfaserplatten mit Zwischenleisten, in die der Boden verschraubt werden kann. Lagerhölzer auf Filzstreifen, mit einer Schüttdämmung in die Zwischenbereiche geht aber auch und ist sicherlich etwas kostengünstiger.
Es wäre gut, noch ein Wort über den gewünschten bzw. geforderten Schallschutz zu erfahren.



Vollholzdielen und Rauhspund...



sind für die schwimmende Verlegung grundsätzlich ungeeignet. Wenn Sie aus Gründen der Aufbauhöhe nicht auf den guten Vorschlag von Fred Heim eingehen können, müssen Sie zur (recht teueren) Dreischichtdiele greifen. Die wird durch den mittleren Querzug abgesperrt und kann verleimt und schwimmend verlegt werden. Trotzdem sollten die Elemente nicht übermäßig breit sein.

Dünne Dielung mit Entlastungsnuten auf der Unterseite (bis ca. 22mm Stärke) können Sie auch kleben. Zu bevorzugen sind dann aber Nadelhölzer oder Eiche, andere Laubhölzer wie z.B. Buche arbeiten dafür oft zu viel. Mit Rauhspund geht das nicht, der ist deutlich zu feucht und müsste erst nachtrocknen, dabei verzieht er sich aber gern. Mit Schallschutz ist bei der Klebevariante aber nicht viel drin. Für Ihre Gesundheit: Wählen Sie Kleber aus der Bio-Ecke.

Grüße

Thomas W. Böhme



Re.: Vollholzdielen und Rauhspund...



Hallo, leider habe ich nicht den Platz für eine Unterkonstruktion.
Nun habe ich versucht mich zu informieren und bekomme von allen Seiten unterschiedliche Meinungen.
Kann ich die Dielen auch mit Klammern unsichtbar befestigen oder ist das nicht ausreichend?
Wegen dem Schallschutz dachte ich die schwimmende Verlegung und keine Feste Verbindung zum Betonboden. Als Flächige Unterlage wollte ich Filz verwenden.

Gruß
Peter Asendorf



Es gibt



spezielle Dielen, die geklammert werden können. Einen wirklichen Schallschutz aus einer dünnen Filzlage und dem dann schw. verlegten Holzboden, kann man aber nicht erwarten. Will man einen gewissen Schallschutz erreichen muss der Aufbau höher werden. Holzweichfaserplatte + Dielen = ca. 6 cm. Diese Höhe sollte man über einer Betondecke eigendlich immer zur Verfügung haben, oder ist der hier beschriebene Beton in Wirklichkeit ein Estrich?



Die Verlegung von Vollholzdielen mit Klammern...



... (d.h. nichtabgesperrte Dielen) halte ich für problematisch und würde sie denn auch meinen Kunden nicht anbieten. Gründe: Der Boden kann ungehindert durch wirksame Befestigungselemente in der gesamten Breite arbeiten. Zwischen Sommer und Winter geht es da schnell um Zentimeter. Da die Dielen durch die Klammern kaum am Boden gehalten werden, kommt es oft zu großen Fugen oder Aufwölbungen. Wenn an der einen Breitseite vielleicht noch ein schweres Bücherregal etc. steht, ist der Ärger vorprogrammiert. Solche Schäden anderer Firmen habe ich schon sanieren müssen.

Außerdem: Sie können nicht irgendwelche Klammern mit irgendwelchen Dielen (Rauhspund scheidet da wegen des Nachtrocknens sowieso aus) kombinieren, das muß dann schon von einem Anbieter stammen. Und billig ist das auch nicht gerade.

Für Ihren Aufbau (schwimmende Verlegung auf Estrich) kommen also nur abgesperrte (Dreischicht-) Elemente in Frage, das gibt es sowohl als Dielung als auch als Parkettstäbe, und natürlich Fertigparkett( weiterhin auch Laminat, aber über dessen negative Eigenschaften gibt es ja einiges im Forum).

Sollten Sie noch weiterbauen und in anderen Räumen die Wahl des Unterbaues noch möglich sein, lassen Sie besser Platz für 40, besser 60mm hohe Lagerhölzer.

Gutes Gelingen

Thomas W. Böhme





hallo!ich hatte ein ähnliches problem im meinem wohnzimmer.mein Wohnzimmer war ursrünglich "zwei zimmer"und die besonderheit bestand darin,daß das eine Zimmer eine Balkendecke mit verlegeplatten und das andere zimmer eine fertigbetondecke hatte.ich wollte damals dielen verlegen.das zimmer mit den verlegeplatten war kein thema aber das zimmer mit der fertigdecke schon...ich hatte mich damals beraten lassen und man sagte mir,daß man die dielen mit einem speziellen kleber direkt auf die fertigdecke kleben kann.das habe ich auch gemacht.da die dielen aber ein naturprodukt sind und auch "arbeiten"habe ich jede dritte Diele zur sicherheit mit dübeln und schrauben an der fertigdecke befestigt.die ganze "geschichte"liegt nunmehr seit anderthalb jahren-ohne daß sich irgend etwas hebt,senkt oder lockert.viele grüsse!