Welchen Fußboden auf OSB-Platten?

30.07.2006



Zum Bild: Das zukünftige Eßzimmer ist im Bildhintergrund (hinter dem Rundbogen) zu sehen


Hallo Ihr Lieben,

in unserem zukünftigen Eßzimmer befindet sich augenblicklich noch ein in die Jahre gekommener Teppichboden, der auf jeden Fall ersetzt werden soll.

Am liebsten hätten wir als neuen Fußboden Terracotta-Steinzeugfliesen. Haken: Das Zimmer befindet sich im ersten Stock und der Untergrund besteht bereits aus OSB-Platten, die ich an sich liegen lassen möchte.

Was nun? Lazemoflex? Oder doch Dielen, Laminat, Parkett? PVC ist igittigitt...

Wie würdet Ihr das machen?

Liebe Grüße,
Christoph



Dielen ! ---



möglichst breit und so um die 10 % Restfeuchte.
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Sichtbar nageln ( durch OSB durch , in die Lagerhölzer )mit geschmiedeten Nägeln .
( maschinengeschmiedete Nägel mit Vierschlägigem Kopf !
- google : Künzel Nägel )
- Oberfläche der Dielen Ölen oder wachsen.
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Da freut sich das Forsthaus !
-
A. Milling



Würd ich auch sagen



Also wir haben das gleiche Problem und haben uns für Dielen entschieden, nur auf einer kleinen anhöhe kommen Schieferplatten.
Aber wie findet man den die Lattung unter der OSB?
Haben den Teppich ja schon runter, aber dann kommt noch PVC Boden den ich eigendlich wegen des Superklebers drinn lassen wollt.



Dieses Problem haben wir glücklicherweise nicht...



... bei uns ist unter dem Teppich pure Spanplatte. Einzig der Übergang zwischen (wieder) Teppich im Wohnzimmer - im Bild auf der hiesigen Seite des Bogens und Dielenboden auf der anderen Seite macht mir Sorge. Na ja... Irgendjemand mit einer Idee, wie es doch nocht Terracotta werden könnte?

Gruß aus Göttingen,
Christoph





Hallo Christoph,

ich habe auf OSB-Platten terracotta Fliesen verlegt. Die OSB-Platten müssen nur fest sein und nicht federn. Mit Flexkleber und Flexfuge keine Probleme und das seit Jahren.
Ich weiß allerdings nicht, ob Terracotta Steinzeug das Gleiche ist und die gleichen Eigenschaften hat. Fragen Sie mal den Händler. Dielen habe ich auch, aber an Stellen, die weniger strapaziert werden.

Gruß J, Simon



Dielung



wäre jedenfalls barfußtauglich und auch dem Charakter des Hauses angemessener. Keramische Böden im Obergeschoß gibt's ja historisch gesehen eher kaum. Die "Wikinger-Variante" mit ja ziemlich großen sichtbaren geschmiedeten Nagelköpfen von Künzel(Hallo Andreas Milling, ich hoffe, daß Du mir diesen leisen Spott nicht übelnimmst) wäre mir viel zu rustikal. Nägel als Gestaltungselement in historischen Dielenböden sind mir nicht bekannt, ursprünglich wurden die Nägel meist versenkt und die Löcher verkittet, hatten auch häufig einen schmal-länglichen Kopf, der sich besonders gut versenken ließ. Im Laufe der Zeit sind sie durch Abnutzung des Holzes wieder an's Tageslicht gekommen.

Ob die angedachten Fliesen dauerhaft ohne Schäden auf OSB liegen, hängt u.a. von der Stärke der Platten und dem Balkenabstand ab. Jedenfalls dürfen die Platten trotz Flexkleber nicht, auch nicht geringfügig, schwingen.

Überhaupt : dauerhaft... Ich war am Wochenende in Ilmenau und habe im dortigen Amtshaus dem Dielenboden zum 250zigsten gratuliert. Schon Goethe wandelte zu Jugendzeiten darüber. Ich kann mir nicht vorstellen, daß dünne Platten aus leimgebundenen Holzresten eine gute Basis für Böden sein sollen, die eine wirklich lange Zeit leben sollen.

Mein Rat also: OSB raus, 28er Dielung aus Douglasie, Eiche, Schwarzkiefer, Lärche o.ä. raumlang auf die Balken verlegen,bis ca. 25cm Breite würde ich verdeckt mit Spax-Dielungsschraube schrauben, Ölen. Damit entsteht ein strapazierfähiger, leicht regenerierbarer und partiell reparierbarer Boden, der (bei geölter Oberfläche) lebenslang nicht geschliffen werden muss.

Bei der Materialbeschaffung helfe ich bei Bedarf gern.

Grüße und gutes Gelingen

Thomas W. Böhme