Bodenaufbau: alten Boden ausgleichen, neue Dielen verlegen

16.10.2011



Hallo zusammen,

wir haben ein altes ausgebautes Dachgeschoss eines MFH gekauft (Bj. 1899) und möchten nun neue Massivholzdielen Verlegen lassen. Aufbauend auf einer alten Holzbalkendecke mit Dielen soll der neue Boden aufgebaut werden. Nach dem Lesen vieler Beiträge und Webseiten bin ich etwasverwirrt und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.


Die existierende Holzbalkendecke ist relativ uneben (1-5 cm Abweichungen von einem definierten Nullpunkt auf der Etage) und müsste ausgeglichen werden.

Die vorhandenen Dielen sind aktuell direkt in die Balken genagelt (und teilweise bewegen sie sich beim darüberlaufen).

Der erste geplanter Schritt wäre zunächst das fest Verschrauben der alten Dielen mit den Balken mit Verlegeschrauben.

Dann hier non unten nach oben der neue Aufbau den wir aktuell bevorzugen würden:
0) Alte Massivholzdielen bleiben
1) Rieselschutz aus Papier einbringen
2) Perlite Ausgleichsschüttung (zum Ausgleich der Höhen und zum Verlegen neuer Leuten)
3) 1 Lage OSB Platten 18 mm mit Nut und Feder System (in den Stößen verklebt)
4) Neue Massivholzdielen mit den OSB Platten verschraubt

Ich überlege aktuell, ob statt den OSB Platten nicht Lagerhölzer z.B. 40 x 60 mm die in die Ausgleichsschüttung eingebettet sind, verwendet werden sollten (wäre vermutlich günstiger als die OSB Platten und die Dielen könnten besser verschraubt werden als in die "dünnen" OSB Platten).

Was ist euere Meinung?

Vielen Dank für eure Hilfe,

Sven



Davon halte ich:



Nichts.

Die dünne OSB-Platte soll schwimmend das Arbeiten einer massiven Dielung bändigen? Das kann sie nicht. Ober die Pumpwirkung eines solche Aufbaues bekommen Sie auch noch den Staub dieses Gekrümels in die Lunge. Beachten Sie zudem, daß die billigsten Schüttungen (Bims z.B.) nicht druckfest sind.

Ich würde die alten Dielen entfernen, wenn nicht zu retten. Nivelliert die neue Dielenlage auf der Balkenlage verlegen. Dann haben Sie auch keine Probleme mit der Aufbauhöhe.

Grüße

Thomas



Danke für die schnelle Antwort



Danke Herr Böhme für die schnelle Antwort.

Wichtiger als ein sehr geringer Aufbau wäre mir eine gute Trittschalldämmung zur Wohnung unter uns (gehört uns nicht) sowie die Möglichkeit neue Kabel und Rohre etc. zu verlegen.

Deshalb war die Idee bisher die alten Dielen liegen zu lassen und sie als untere Ebene zu verwenden auf der dann der neue Boden aufbaut. So kann dann auch die Schlacke zwischen den Balken bleiben wo sie seit langen Jahre ist --- und während der Bauphase selber hat man die ganze Zeit über die alten Dielen als festen Boden.

Muss ich auf alle Fälle nochmal drüber nachdenken. Das mit der Schüttung ist dann ja wirklich nicht geeignet wenn es durch die Schwingungen über die Zeit zerkrümelt.

Viele Grüße,

Sven



Dann ganz anders:



Entweder Dielung raus, OSB nivelliert verlegen, und dann Gutex-Thermofloor NF (Holzweichfaserplatten mit eingenuteten Lagerhölzern), Dielung.

oder

Rieselschutz, Mehabit verdichtet (bitumierte Hanfschäben - hier verklebt sich die Schüttung untereinander), und dann Gutex-Thermofloor NF (Holzweichfaserplatten mit eingenuteten Lagerhölzern), Dielung.

Eine 50er Aufbauhöhe der Dämmung brächten die deutlich trittfesteren Holzweichfaserplatten DOSER DHD N25 (mein Favorit), 2fach überlappend verlegt, mit zwischenliegenden Lagerhölzern 60 x 48mm.

Ich würde zur nivellierten 25er OSB auf der Balkenlage raten. Das Nivellieren der Platten ist zwar mit Keilleisten etwas mühsam, bringt aber den stabileren Aufbau mit weniger Fehlerquellen, und die Leitungsführung könnte überwiegend schon unter der OSB erfolgen.

Grüße

Thomas



Bodenaufbau



Hallo zusammen,

ich würde mich gerne Sven`s Frage anschließen.
Wir haben auch gerade eine Wohnung gekauft (BJ1926). Der
Dielenboden ist von der Stärke noch so das er diverses Abschleifen überleben würde, nur wurde vor einiger Zeit eine Wand zwischen zwei Räumen entfernt. Der Boden hat jetzt an der Stelle einen Versatz von ca 6cm. Den würden wir gerne ausgleichen. Dafür müssen wir entfeder den einen Bereich auffüttern, oder den anderen versuchen "tiefer zu legen". Aktuell sind die Dielen auf dem Balken vernagelt.

Meine Frage wäre, ob ich die alten Dielen einfach munter entfernen sollte, den Boden ausgleichen und dann die alten Dielen wieder draufzimmern soll ? Würde in dem Schritt gerne auch den Geräuchpegel etwas senken, vielleicht durch Korkstreifen auf den Holzträgern. Nur wenn ich da dann wieder durchnagel. schaffe ich ja wieder eine Schallbrücke .. richtig?

Also vielleicht kann mir da auch jemand weiterhelfen, wie ich am besten vorgehe...

Danke und schöne Grüße

Timm