Trittschallschutz bei Holzbalkendecke verbessern

05.07.2009



Hallo
Habe folgendes Problem.
Ich habe eine Holzbalkendecke in der sich ein Lehm / Strohgemisch befindet darüber ist noch ein wenig Hohlraum und dann folgen alte Holzdielen 24 mm die ich in mühseliger Arbeit abgeschliffen und aufbearbeitet habe. Ohne Nut und Feder.Alle sagten Lehm Stroh Gemisch sei so ein guter Schall bzw Trittschallschutz. Kann ich leider nicht behaupten.
Wir hören teilweise unsere Mieter unter uns schnarchen und wir müssen unseren Kindern verbieten mit einem Wägelchen etc. über den Boden zu schieben da sonst die Mieter unter uns die Krise kriegen, hört sich an als ob eine Eisenbahn da entlang fahren würde.
Wir wollen jetzt versuchen die Dielen nochmal rauszunehmen um den Schallschutz zu verbessern dabei darf ich aber nicht viel höher kommen und ich muss die Dielen fest verschrauben können da ich sie nicht schwimmend Verlegen kann.
Nach viel lesen im Internet denke ich jetzt an folgenden Aufbau:
den Hohlraum über dem Lehm / Strohgemisch mit Perlite von z.B. Fermacell auffüllen.
Die Dielen habe ich mit Holzfasertrittschallschutzpaltten 5 mm 19dB ausgeglichen um den Boden gerade zu bekommen. Darauf würde ich jetzt eine 12 mm OSB Platte verschrauben, darauf dann eine sehr gute 3mm starke 37 dB Trittschallschutzmatte legen
dann schwimmend 15mm OSB Platten gegeneinander verleimt auf die dann die Dielen fest verschraubt werden.
Oder als alternativer Aufbau die Trittschallschutzmatte unter 15mm OBS Platten befestigen diese dann schwimmend auf die Balken und die die Perlite Schüttung legen und die Dielen dann wieder mit den OSB Platten verschrauben.
Dadurch 12mm OSB Platte an Höhe gespart.
Was haltet ihr davon? Noch bessere Vorschläge?
In ein paar Jahren kann ich dann die Decke von unten auch noch Isolieren und ein paar Zentimeter mit Regips abhängen meine Mieter sind schon 88 und 89 vielleicht aber auch erst in 10 Jahren wer weiss.



Noch ein wenig unklar, wass Sie wirklich wollen...



wollen Sie die bestehenden Dielen rausnehmen, Trittschallmaßnahmen aufbauen (OSB, Matten, etc.) und dann die bestehenden, rausgenommenen Dielen wieder auf die OSB aufschrauben?

Oder bleiben die alten aufbereiteten Dielen liegen und darauf der Aufbau für Trittschall mit OSB und dann werden neue Dielen verschraubt?

Die 12er OSB erscheint mir suspekt - welchen Nutzen soll die bringen? Eine trittschaldämmende Holzfaserplatte wäre da interessanter.

Sie schreiben: "Die Dielen habe ich mit Holzfasertrittschallschutzpaltten 5 mm 19dB ausgeglichen um den Boden gerade zu bekommen. Darauf würde ich jetzt eine 12 mm OSB Platte verschrauben" - Wenn die OSB-Platte durch die Holzdämmplatte verschraubt wird, dann ist die Trittschalldämmung dahin und ein Knarzen und Quietschen garantiert.

Wegen Luftschall möglichst alle Konvektionsfugen schließen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Danke für die Antwort.
Die alten Dielen werden erst rausgenommen und zum Schluß auf das OSB geschraubt.
Die 12mm OSB Platte soll dafür sein das man eine Entkopplung erstellen kann, laut verschiedenen Forenbeiträgen soll die unterste Schicht mit den Balken fest verschraubt werden, desweiteren weiß ich nicht ob das sonst mit der Trittschallmatte direkt auf der Schüttung und den Balken funktioniert. Ich muss ja irgendwo eine schwimmende Schicht als Entkopplung haben.



Das wird nix:



Dielen auf 15mm OSB geschraubt.

Der größere Hohlraum müßte unter dem Lehm-Einschub liegen. Diesen kann man nach dem Ausbau einer Diele und der wandseitigen Einschbbretter mit Isofloc ausblasen. Sollte das nicht reichen, legt eher für einen letztlich ja begrenzten Zeitraum ein paar Teppiche auf die Laufwege.

Im übrigen hat sich ja an der geringen Schalldämmung nix verändert, es liegt somit kein neues Problem vor, sondern ein seit Jeher bekannter Zustand.

Alle Rücksicht in Ehren, aber sinnlose Basteleien, die auch noch viel Geld kosten, muß man deshalb nicht angehen.

So der Statiker mitspielt (ggf. erforderliche Scheibenwirkung des Bodens), könnten die Dielen auch entkoppelt verlegt werden. Ein gleichfalls großer Aufwand, aber im Gegensatz zur angedachten Lösung wirkungsvoller und dauerhaft.

Grüße

Thomas