Holzfußboden über Gewölbekeller

01.02.2013 PH



Hallo, einen schönen Freitagabend an alle,
ich habe folgendes Problem in meinem FWH (ca. 250 Jahre alt):
Das Wohnzimmer ist im EG über dem Gewölbekeller (Bruchstein).
Das Haus hat mehrere Jahre leergestanden.
Die Dielen schüsseln.
Ist klar: Dielen aufnehmen und neuen Aufbau. Vorher Ursache beseitigen.
Aber ich möchte den Aufwand in Grenzen halten.
Hat jemand da einen brauchbaren Vorschlag?



Dielen über Gewölbe



Hallo PH,

Daß die Dielen schüsseln kann viele Gründe haben. Wie lange liegen die den drin? Ist der Keller übermäßig feucht? Wenn die Feuchte die Dielen schüsseln läßt würde ich schleunigst mal grundlegende Holzbauteile auf Pilz prüfen.
Möglich ist auch eine Einbringung der Dielen mit zuviel Restfeuchte im Holz.

Ich kann aufgrund mangelnder Angaben nur raten und gehe mal von folgendem Aufbau aus:
Gewölbe, Lehmschüttung, Lager plus Dielung.

Sollte der Keller "normal" funktionieren, mein Rat:
Belasse die Lehmschüttung, ziehe einen Blindboden ein und darauf die neuen Dielen.

Du bleibst damit im System, und es hat schließlich 250 Jahre gutgetan.
Die Lehmschüttung sollte am Scheitel mindestens 30 cm betragen. Der Keller wird im Winter um die 8 Grad C haben, also eine Art Heizung von unten, Fußkälte bei Dichtheit ausgeschlossen.
Ebenso zu beachten sind hierbei die monetären Aspekte...

Gruß P.



@ Peter: Schüsselnde Dielen, wahrscheinlich Weichholz (Region Südharz)...



... sollten nach Jahren des unbeheizten Leerstandes (aus einem anderen thread/Beitrag des Teilnehmers entnommen) nun wirklich nicht überraschen und auch nicht unbedingt in direktem Zusammenhang mit Baumängeln zu sehen sein.

Alles weitere ist Spekulation... insbesondere der Hinweis auf die damalige oder besser: seinerzeitige, mögliche Restfeuchte der Dielen...

Was sich hier, und wie, durch Neuaufbau "verbessern" lässt oder ließe, kann erst nach Bestandsaufnahme ermittelt werden...

Wenn hier weiter geholfen werden soll,ist mehr input nötig...

Möglicherweise wäre auch, je nach Stärke, "Plattschleifen" der Dielen und Füllen der wahrscheinlich vorhandenen Fugen eine Lösung...

Wirklich lustig finde ich den Hinweis mit der Heizwirkung des Kellers "von unten" bei 8° im Winter... "Fußkälte bei Dichtheit ausgeschlossen"...

MfG,
sh



Lieber PH,



etwas Aufwand solltest Du schon treiben: Lies doch 'mal bitte über die Suchfunktion (oben rechts) oder unter dem Button "Dielen und Parkett". Da ist Dein einzigartiges Problem schon mindestens 15mal abgearbeitet worden und dort findest Du brauchbare Aufbauvorschläge.

Über Deine konkreten Gegebenheiten schreibst Du nicht viel, wie soll man Dir da raten? Für einen Aufbauvorschlag bräuchte es wenigstens die mögliche Aufbauhöhe über der Gewölbekappe, zukünftige Nutzung etc.

Ein Fußboden ist aber kein isoliert zu betrachtendes Element im Haus. Wie wird geheizt, gelüftet, welche Dämmung bieten die Außenwände, soll vielleicht eine Fußbodenheizung unter die Dielung...........

Das Schüsseln an sich deutet auf hohe Raumfeuchte hin, die vermutlich vom Keller her kommt und mangels Lüftung halt weiter anstieg.

Grüße

Thomas



schüsselnde Dielen



Hallo,
erst einmal danke für die Antworten.
Vielleicht habe ich etwas ungenau gefragt, daher noch ein paar Infos.
Der Keller war bei Übernahme voll Gerümpel und die beiden Fenster waren zu.
Ich habe den Keller entrümpelt und gut gelüftet. Die Feuchtigkeit (gefühlt) entspricht dem, was man in einem alten Keller erwarten kann. Es soll ja auch kein Wohnraum werden und zum Lagern von Wein und Konsorten ist er bestens geeignet.
Durch den jahrelangen Leerstand ist auch Feuchtigkeit im Haus.
Seit Übernahme heizen wir rund um die Uhr mit dem eingebauten Kachelofen.
Naturgemäß kühlt es nachts ab; das Feuer wird eben kleiner. Seit Anfang dieses Jahres ist nun die Gasheizung in Betrieb und die läuft permanent, so dass die Wohnung warm ist.
Die Wände sind ca. 20 cm dick. Sichtfachwerk außen und innen mit Lehm verputzt. Einfachverglaste Holzfenster.
Nach allem, was wir wissen, befinden sich der Keller und das darüberliegende Wohnzimmer im Originalzustand.
Das wollen wir auch so belassen.
Meine ursprüngliche Frage zielte darauf ab, kann man nachbessern ohne die Dielen aufzunehmen?



Die Dielen...



... werden sich von alleine nicht wieder platt machen...

Wenn die Dielen nicht erst jetzt (seit Heizung) geschüsselt haben, sondern so vorgefunden wurden (davon gehe ich aus), ginge als "Schnell-und-einfach-Lösung" das o.g. Plattschleifen, wenn genug Materialstärke vorhanden ist, mit an- und abschließender Oberflächenbehandlung. Bei sehr dünnen Dielen und/oder starker Schüsselung funzt das natürlich nicht...

"Billige" Alternativen wären noch das "Drüberprügeln" einer neuen Dielung quer oder Nivellieren und anschließende schwimmende Verlegung von irgendwas...

MfG,
sh



Dielen schüsseln



@ sh

ja, es war schon spät...
Mein Gedankengang war: Besser gegen 8 Grad C anheizen (Keller) als gegen - 2 Grad ohne Keller.
nix für ungut, Gruß P.