Eichendielen nach 2 Wochen hochgehoben, warum?

10.01.2006



Hallo ihr vielen Fachleute,

ich habe einen Eichendielenboden verlegt, 20 mm, 18 cm breit. Das Haus ist hundert Jahre alt, vorher lagen auch Dielen drin. auf 25 qm liegt er über einem Gewölbekeller mit Esstrich, Folie und 60 mm Gutex mit Verlegeleiste, über der Feder verschraubt. Dort ist er immer noch schön eben und knarrt noch nichtmal.
allerdings auf 35 qm liegt er über Balken. Dort habe ich das Gefache ausgeräumt, Folie rein (der Keller ist kalt und feucht, die Schlacke wieder eingefüllt (ca. 8 cm) und den Rest (8cm) mit Cellulose aufgefüllt. An die Balken wurden Lagerhölzer mit 16 cm hoch und 6 cm breit genagelt. (Aussteifung und Planie) Nach Lieferantenangaben mit ca. 15-18% % Feuchtigkeit. Die Lagerhölzer liegen also nicht von der Folie "ausgeschlossen" unter den Dielen. Darauf 5mm Hanf. Im Abstand von max. 40 cm befinden sich "Blindhölzer" mit 60x40mm, an welche die Dielen verschraubt wurden, Feuchtigkeit laut Händler 8-10%, wie die Dielen. Die Blindhölzer "schweben" in der Dämmung, so dass die gesammte Eichendielenplatte schwimmt.
Nun, nach zwei Wochen wölbt sich der Boden über der Balkenlage. Die Wölbung beträgt in der Raummitte ohne Belastung mindestens 2 cm. Der Raum ist 4x8 Meter, der Wölbungsscheitel geht in Dielenlängsrichtung über 8 Meter gleichmäßig.
Woher kommt das? Wie kann ich Abhilfe schaffen? Dummerweise kann ich den Boden nicht mehr einfach ohne Schaden aufnehmen, die letzte Reihe (8 M. lang) ist aufwändig eingepasst und verleimt. Die Dielen sind Werkseitig Öko-geölt, gefast und mit Nut und Feder.

Waren die Blindhölzer nicht trocken und haben sich nun verkürzt?
Haben die Dielen Feuchtigkeit aus den Lagerhölzern oder aus dem Raum aufgenommen (Der Raum ist Kälter als der andere, auf ca 18 Grad beheizt)?
Warum wölbt sich der Boden im anderen Raum nicht?
Wölbt der Boden sich nach der Heizperiode noch stärker oder wars das, so dass ich einfach einräume und die Wölbung runterdrücke?
Sollte ich einfach eine (mehrere) Dehnfugen einschneiden, wie breit?

Ich bin sehr gespannt auf Eure Antworten und hoffe, dass sich mein Frust bald legt.

Vielen Dank
Uwe





Hallo,
ganz wichtige Frage: Haben Sie bei der Verlegung der Dielen einen Abstand zu den aufgehenden Bauteilen, den Wänden gelassen? Haben Sie die Dielen vor der Verlegung im Raum gelagert und so konditioniert?
Die Ausgleichsfeuchte von Holz in Innenräumen beträgt (nach DIN 1052) ca. 12% +/-3%. Der Mittelwert des Quell- und Schwindmaßes (aus rad. und tan) beträgt 0,24% je % Holzfeuchteänderung bei Nadelholz, Eiche wird etwas weniger sein. Bei 4m Breite sind das schon 9,6 mm je % Holzfeuchte.

Könnte der Grund sein.

Grüße
R.J.



Hallo



vielen Dank für die fixe Antwort.

Ich habe ausreichend Abstand zur Wand, bisher liegt der Boden nirgends an.

Die Dielen lagen zwar zwei Wochen im Raum, aber eingepackt. Allerdings habe ich den ersten Raum zwei Tage nach Anlieferung verlegt, den zweiten, jetzt gewölbten Boden, erst nach zwei Wochen.
Warum wölbt sich der Boden dann nur in dem einen Raum? Der Feuchteunterschied kann doch gar nicht so groß sein.

Ich glaube gerade immer mehr daran, dass die Blindhölzer nicht bei, wie angegeben, 10 % sondern bei mehr Feuchte lagen und geschrumpft sind.

Wie auch immer, haben Sie einenTipp was ich jetzt noch tun kann, oder tun sollte - was würden Sie machen?



So ist Holz.



Hallo Uwe,
ich hatte zu erst die gleiche Vermutung wie R.J..
Gehe ich recht in der Annahme, daß jetzt nichts auf der Fläche steht?
Das Anheben um 2cm dürfte dann rel. belanglos sein.
Stell Dir vor, welche Kraft in Holz steckt, wenn man damit sogar Steine sprengen kann.
Ich würde einfach erst mal einräumen und dann sehen, was passiert. Wahrscheinlich nichts.
Das ist wohl so, wenn man Massivholz schwimmend verlegt.

Grüße Lukas





Nun, dann ist das wohl schon mal ausgeschlossen.

Aber auch wenn die Blindhölzer nachgetrocknet sind, sind diese nicht (oder nur unmerklich) kürzer geworden. Holz ist ein anisotropes Material, d.h. das Quellen und Schwinden ist in alle Richtungen verschieden. Das Quell- und Schwindmaß in Faserrichtung liegt bei etwa 0,01% je % Holzfeuchteänderung.
Auf jeden Fall sind die Dielen breiter geworden, beim Schwinden dieser hätten Sie nun Fugen.

Die Dielen einfach herunterzudrücken wird nachhaltig nicht gelingen. Als Beispiel, bewässerte Holzkeile wurden schon vor Urzeiten zum Spalten von Felsblöcken benutzt. Ich kenne Schadensbilder von fugenlos verlegten Hirnholzparkett, welches eine komplette Steinreihe (Erdgeschoss) eines mehrstöckigen Hauses um mehrere cm nach außen gedrückt hat.

Es wird nicht viel mehr übrig bleiben, als zu versuchen die Dielen schadensfrei zurückzubauen und neu zu verlegen. Eine Fuge einschneiden könnte den Boden weit mehr verunstalten. Vielleicht haben sich die Dielen womöglich gänzlich von den Auflagerhölzern entfernt.
Einen besseren Tip kann ich momentan leider nicht geben.
Vielleicht sollten Sie sich einen Fachmann (mit Feuchtemessgerät) holen, der vor Ort den Schaden begutachten, dem sie ein paar Einbauzeichnungen vorlegen können und der möglicherweise weiter Ursachen feststellt.





Richtig, Lukas, es steht derzeizt noch nichts drauf. Wenn ich mich draufstelle drückts die Biegung soweit zurück, dass der Kontakt zum Lagerholz wieder da ist.

Liebe/r R.J., die Frage bleibt: Warum biegt es sich nur in dem einen Raum durch? In dem anderen Raum habe ich satte Auflage. Oder reicht das geringe Gewicht, welches durch die Nut und Feder-Technik bei den Gutex-Platten mit Verlegeleiste unter den Dielen hängt, um der Biegung noch (!) entgegen zu wirken?
Fürs Rückbauen und neu legen müsste ich 1 qm nachbestellen, was bei meinem Lieferanten schwierig wäre, da er es wahrscheinlich erst produzieren müsste.
Zu Ihrer Vermutung/Frage, ob sich die Dielen von der Auflage gelöst haben: Ich gehe davon aus, dass zwar ein Abstand zu den Lagerhölzern besteht, dass aber die Blindhölzer nach wie vor fest verschraubt mit den Dielen verbunden sind. Die können sich nicht lösen, ich schwör ;-)

Wenn das Runterdrücken durch Einräumen und somit Belasten des Bodens nicht nicht in Betracht käme, so würde ich es derzeit bevorzugen, nachträglich eine oder mehrere Dehnfugen einzuschneiden. Ich weiß zwar noch nicht wie, aber die Dielen sind ja so gefräßt, dass sie im Stoß an der Oberfläche sich berühren und unten Luft dazwischen ist. Wenn ich jetzt an z.B. vier Fugen eien Homöopatischen Schnitt von 2 mm im Stoß von einer Tiefe bis zur Feder realisieren könnte?

Aber wie ich das so überlege und schreibe kommt es mir auch wieder absurd vor und ich glaube fast sie haben recht und ich sollte den Boden zumindest zum Teil nochmal aufnehmen. Ich habe dabei nur Angst davor, dass sich der andere Raum auch noch wölbt und ich dann nochmal anfangen muss. Gleich alles nochmal aufnehmen stellt mir die Nackenhaare auf, was bei den Nackenhaaren nicht einfach ist.





Noch was:
Die Blindhölzer haben ja einen recht geringen Querschnitt bei 40x60mm und sind damit beim Abstand von 40 cm zahlenmäßig der Eiche gegenüber eindeutig unterlegen. Wie ist das Dehnverhalten von Nadelhölzern? wenn der Boden belastet wird, gibt dann das Blindholz nach, dehnt sich und die Randfugen werden kleiner? das wär doch dann auch OK.



Mit Kanonen auf Spatzen schießen



würde ich nicht.
Was kann sich ändern, wenn aufgeschnitten oder wieder aufgenommen wird?
Nachdem ich die Frage nochmal in Ruhe gelesen habe, frage ich mich, warum überhaupt schwimmend verlegt wurde.
Da zum Rand noch genügend Fuge ist würde ich, wenn das Beschweren nicht ausreichen sollte, was ich nicht glauben möchte, die Platte mit ein paar verpfropften Schrauben nach unten zwingen. Etwas anderes wäre das bei einer verschraubten Verlegung auch nicht.

Grüße Lukas





Diese Form des Aufbaus entspricht einem Vorschlag des Herstellers "Woodline", von dem ich aber nicht gekauft habe.
Schwimmend ist nicht gleich schwimmend. Oder anders rum, die Variante mit den Verlegeleisten in Holzweichfaserplatten ist genauso schwimmend. Und das scheint mir gar nicht so selten zu sein.
Ich habe diese Variante gewählt, weil ich den Vorteil des Schallschutzes sehe. Unter Umständen werde ich eines Tages in dem Keller afrikanisches Trommeln unterrichten.
Es schien mir keinen Unterschied zu machen, ob ich die Dielen an die Lagerhölzer schraube, oder ob ich zusätzliche Hölzer drunterlege und daran schraube. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, dass sich der Boden nachher nach oben wölben könnte. Der ist ja auch schwer. Wahrscheinlich hätte ich doppelt so viele Hölzer bei doppelter Dimension nehmen sollen, damit ich dann wirklich den gleichen Effekt wie beim "nichtschwimmend" verlegen hätte.
Aber nach wie vor: warum wölbt es sich im anderen Raum nicht, oder kommt das noch?

Ich bin Dir jedenfalls für Deine pragmatische-beruhigende Wirkung dankbar, Lukas.
Und Lieber R.J., danke für die Prozente, is suuper wenn man mal Werte für die Dehnung hat. Weis jemand den Dehnungswert von Eiche genau?



Trockenes Holz



Ohne die Verschraubung der einzelnen Lagerhölzer untereinander und mit den Balken ganzverstanden zu haben möchte ich eine Möglichkeit hinzufügen.
Ich kenne solche Fälle, wenn ein stramm verlegter Dielenboden aus trockenem Holz (8-10%) in einem Raum höherer Luftfeuchte verlegt ist. Dann nimmt das Holz Feuchtigkeit auf, und der Boden quillt und wölbt sich mit der Überspannung auf. Das geht aber mit der Zeit verloren. Die Dielen schwinden wieder und die Spannung gleicht sich aus. Am Ende hast Du auch nach Jahren einen dichten schönen Dielenboden ohne grosse Fugen zwischen den Dielen, die bei fachgerechter Verschraubung auch nicht knarren.
Ich würde daher gar nichts machen, den Boden gleichmässig belasten und den nächsten Sommer abwarten. Dann wirst Du dich über den schönen Boden freuen. Im nächsten Winter wirds dann wieder etwas strammer und in zwei Jahren merkst Du nichts mehr davon.

Geduld wünscht Dir
jh



Feuchtequellen



Guten Tag, Hr. Jones und die Anderen haben schon wichtiges zusammengetragen. Wenn das Raumklima in beiden Räumen etwa gleich ist, muss neben einer gewissen, direkten Anfeuchtung der Dielen noch eine weitere Feuchtequelle da sein. Sonst sind die Unterschiede in den Räumen nicht zu erklären. Das Kann sein:
Die wiedereingebrachte Schüttung ist zu feucht gewesen.
Die neuen Konstrutionshölzer sind zu feucht gewesen.
Kondensat bildet sich an der eingebauten Folie, da die Folie, so wie ich den Aufbau verstanden habe, außer dort, wo sie um die alten Balken geschlagen ist, an der Kaltseite liegt. Der Keller ist wie Sie beschrieben haben kälter als der Raum darüber. Deshalb setzt ein Diffusionsstrom vom Wohnraum nach unten zum Keller ein. Die Folie liegt an der Kaltseite der Konstruktion. Direkt über der Folie ist der Bodenaufbau fast so kalt wie der Keller, der Diffusionsstrom wird an der Folie stark gebremst Folge: Tauwasserausfall!
Die oben genannten Punkte, sowie ggf. weitere konstruktive Schwachpunkte sollten überprüft werden. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold





Lieber JH,
Du hast die maximal beruhigendsten Worte geschrieben. Vielen Dank. Zur Konstruktion: Die Lagerhölzer sind 16 cm hoch und 6 cm breit und sind jeweils auf beiden Seiten gegen die Balken genagelt. Diese Lagerhölzer sind auf die Höhe eingestellt und tragen durch einen Hanfstreifen getrennt, schwimmend, den Dielenboden. Denn dieser ist nicht an die Lagerhölzer, sondern an zusätzliche "Blindhölzer" (alle 40 cm), mit 4 x 6 cm geschraubt. Die Blindhölzer hängen also ausschließlich unter den Dielen und sind auch nur an dein Dielen besfestigt. Und zwar mit zwei Schrauben pro Holz, Würth, 3,5 x 50, mit Bohrkopf speziell für solche Zwecke. Wie empfohlen schräg mit ca. 45° über der Feder geschraubt. Sollte so dann gut verschraubt sein, oder?

Lieber Ullrich Arnold,
es kann natürlich sein, dass die Schüttung noch Feuchte hatte, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. Die Schlacke hatte nämlich gestaubt wie der Teufel. In jede Ritze ist der Staub im Haus gedrungen, obwohl wir uns sehr um Staub-Vermeidung bemüht hatten. Das muss ja aber nichts heisen, díe Schlacke kann ja trotzdem einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt gehabt haben. Oder?
Das mit dem Diffusionsstrom kommt mir insgesamt auch sehr schlüssig vor, gar schon regelrecht wissenschafftlich. Ich denke aber die kurze Dauer von zwei Wochen bis der Boden die jetzige Wölbung hatte ab der Verlegung würde dafür nicht reichen, oder? Kann in der Zeit so viel Feuchtigkeit durch den Boden, die Cellulose, die Schlacke bis zur Folie und sich so zurückstauen, dass die Dielen aufquellen?
Da glaub ich mit meinem Halbwissen und durchschnittlicher Logikbegabung jetzt eher an feuchte Lagerhölzer oder Schlacke.

Würden Sie dem JH zustimmen, jetzt erstmal Ball flach halten und abwarten? Meine Ärztin würde sagen, "da warten wir ganz energisch ab!". Oder raten Sie mir zu einer Maßnahme?

Vielen Dank für all die wertvollen Hinweise von allen!





Das ist sicherlich alles völlig richtig, was Ulrich Arnold schreibt. Auf lange Sicht würde ich dennoch eine solche Konstruktion als funktionsfähig sehen, denn
1. hat Schlackeschüttung ein relativ gutes Speichervolumen (?), und
2. hat eine Holzdielung einen ausreichend hohen Diffusionswiderstand , um als Dampfbremse zu wirken. (ggf. die Ränder mit einem Dampfbremsstreifen dichten)

Ausserdem würde sich ein solcher Befund als Folge von Kondensat aus der Raumluft nicht so schnell einstellen.

Bleibt also eine vermutlich zu hohe Feuchtigkeit der Unterkonstruktion gegenüber den trockenen Dielen beim Einbau.
Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Konstruktionshölzer (gekauft im Baumarkt mit handelsüblicher rel. Feuchte)für so einen Befund genügend Feuchtikeit aufbringen, sondern vermute tatsächlich eine zu hohe Feuchte der Schüttung.
Wie auch immer, dies wird sich im Laufe der nächsten Monate ausgleichen.
Ich schlage daher vor, dass Herr Collmar eine Revisionsmöglichkeit zur Langzeitbeobachtung vorsieht (ein herausnehmbares Stück Diele), und uns dann mal nach einem halben Jahr informiert, wie sich die Sache entwickelt.

Für so einen Fall wäre ein feedback über einen Zeitraum von vielleicht 2 Jahren sehr hilfreich, und wir könnten alle davon lernen.

beste Grüsse,
jh



Fazit



Hallo J.H., wir haben jetzt viele Möglichkeiten überlegt und diskutiert. Ich selbst glaube nun, dass die Erklärung "Restfeuchte in der Schlacke" die wahrscheinlichste Ursache ist.

Heute Morgen hatte ich die Biegung wieder untersucht und nachgemessen. Und siehe da, sie ist bereits leicht zurückgegangen, um schätzungsweise 20 %. Ich hatte jetzt auch 1 Woche auf ca. 21° geheizt. Wobei ich nicht glaube, dass es an der Raum-Luftfeuchtigkeit lag, sonst hätte sich der andere Raum auch wölben müssen.

Ich vertraue nun auf die Erfahrung von jh, wonach sich die stramm Dielung häufiger anfangs wölbt, und sich im Laufe von zwei Jahren "beruhigt" und in Folge recht fugenfrei viel Freude bereitet.

Nach Abwägung allen hier geäußerten Fachwissens, nach meinen örtlichen Gegebenheiten, dem aktuellen Befund und unseren Ansprüchen, würde ich die Konstruktion heute wieder genau so ausführen! Vielleicht mit dickeren Blindhölzern und garantiert auf 8-10% getrockneten Lagerhölzern.

Für eine Revisionsöffnung müsste ich Gewalt anwenden - Habe keine Diele, welche herausgenommen werden kann ohne Flurschaden.

Ich Danke allen die mitgedacht und ihr Wissen hier eingebracht haben. Ihr habt mir sehr geholfen. Ich habe mir entsprechend der Anregung von jh fest vorgenommen, die Entwicklung in den nächsten zwei Jahren hier zu dokumentieren.

Es grüßt herzlich

Uwe



Erfahrungsbericht



Hallo Uwe,

wie ist Deine Dielen-Wölbungs-Geschichte ausgegangen?
GeH



Erfahrungsbericht nach 2 Jahren



Hallo GeH,

gut dass Du mich erinnerst.

Ich denke mittlerweile, dass es ganz einfach daran lag, dass die Dielen beim Einbau trockener waren als wie es dem Raum entspräche. Sie sind wahrscheinlich in dem einen Raum nicht hochgekommen, weil die Gutexkonstruktion "schwerer" ist. Ich hatte umlaufend ca. 1,5 cm Luft gelassen. Habe dann noch zweimal jeweils ca. 12 mm mit einer Schattenfugenfräse rausgeholt. Jeweils im Frühjahr, wenn ich die Heizung abgestellt habe. Inzwischen steht auch ein Küchenblock mit 4,7 m. langer Betonarbeitsplatte/Esstisch darauf. Trotzdem bildeten sich an manchen Stellen gleichzeitig leichte "Blasen". Man merkte das aber nur, wenn man auf einem Stuhl saß und jemand vorüber ging. Das hat wohl damit zu tun, dass die schwimmende Platte nun nicht mehr überall gleichmäßig weg kann und Spannungen entstehen. Das habe ich nun damit gelöst, dass ich an einigen Stellen die Dielen nachträglich verschraubt habe. Mit 20er ungefähr 8 mm tief gebohrt, dann noch mit 6er durchgebohrt, die Schraube mit Unterlagscheibe versehen und nachher einen Pfropfen drauf. So kann sich der Boden weiter Bewegen ohne dass die Schraube gleich abreisst. Aber hoch kann er nicht.

Abschließend bin ich jetzt sehr zufrieden mit dieser Bauart. Ich habe nun einen sehr gut verlegten Boden, ganzjährig ohne Fugen! Und da schwimmend verlegt auch mit besserer Trittschalldämmung.

Die Geduld hat sich nun ausgezahlt.

Viele Grüße

U.C.