Dielen durch Feder mit Unterkonstruktion verschrauben




… wenn Dielen quasi fest mit der Unterkonstruktion und der Nachbardiele verbunden sind… wohin soll denn da das Holz noch arbeiten können? Die Frage stelle ich mir gerade :-)



und



bei welcher Gelegenheit kam dir diese Frage. Verlegst Du gerade Dielen und hast keinen Wandabstand eingehalten ?





Nein. Nächste Woche verlege ich Dielen.



dann



achte auf den Abstand zur Wand, wenn Du trockene Dielung einbaust (mehrere Monate gelagert, schon getrocknet gekauft). Ansonst wird es eher so ausgehen, daß noch im Nachgang ritzen entstehen - je nach Umgebung und Dielenbreite.
"fest verbunden mit dem Untergrund" reicht nicht für die Kräfte des Quellens - diese enorme Kraft wurde früher auch zum Steine spalten im Steinbruch angewendet, das bissel Nagel/Schraube zieht es also "passende", wenn die Dielung "arbeitet".





Dir steht auch die Option frei Die Dielung auf einerm entsprechenden Untergrund schwimmend zu verlegen. Allerdings müßtest Du hierzu die einzelnen Bretter dann untereinander, z.B. durch Verleimen miteinander fixieren. Das "Arbeiten" führt dann zu einer Änderung der Kantenlänge der sich ergebenden Scheibe. ... In wie weit sich hier lokal abgestellte, schwere Möbel oder Sonstiges negativ auf die Ebenheit des Bodens oder die Bildung von Spalten auswirken bliebe dann dem Versuch überlassen.

Ob in die Feder oder direkt von oben Verschrauben oder Nageln ist zunächst mal eine Frage der Optik und des gewollten Aufwands beim evl. später mal Schleifen. Beides führt zur lokalen Fixierung (Festlager) und sofern diese Fixierung nicht versagt, muß (wird) das Material dazwischen nach oben oder unten ausweichen (Ausknicken) wenn das Holz durch Feuchte quillt. Anders herum wird es Spalten geben oder aber ggf. zu Rissen im Holz kommen ( und auch ggf. zu Wellen ), wenn die Bretter über die Jahre weiter trocknen, und zwar da wo die kritischen Materialspannugen überschritten sind.

Du hast nun die Wahl! ... Günstiges (nasses oder maschinell getrocknetes) Holz verbauen und mit Rissen und Spalten leben. Oder aber ggf. mit Wellen und Tälern bei zu trockenem oder zu nassem Holz. ...

Das Zauberwort heißt Einbau- bzw. Ausgleichsfeuchte - bei Holzböden sollte die meines Wissens nach bei 9% +/- 2% liegen und lieber langsam und nicht im Trockenofen erreicht werden. Dazu ab und zu mal etwas Plege ... Dann liegt der Boden auch noch in vielen Jahren eben und glatt, ohne Runzeln und Spalten, egal ob genagelt, geschraubt, geklebt oder geklickt.

Gruß aus Berlin,



... gewagter Vorschlag für massive Dielen ...



Wenn es sich um Vollholzdielen handelt, dann kann ich nur davor warnen, diese nur in der Nut und Feder zu verkleben. Das kann nicht gut gehen.

Möglichst das Holz mit der Feuchte einbauen, die das Holz eh in der Umgebung haben wird, ist natürlich erstrebenswert. Die angesagten 9% (+/-2%) sind theoretisch. So würde ich z.B. den dann möglichen unteren Wert von 7% in meinem Haus nicht riskieren wollen. Es muss zum Haus passen. Dort die Holzfeuchten messen und dann Dielen mit entsprechender Feuchte einbauen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





... dann ist wohl nicht ganz Klar geworden, daß mein Vorschlag mit dem Verleimen nicht ganz ernstgemeint war!

Beim Rest sind wir uns einig! Deshalb auch mein Hinweis auf das Zauberwort.

Gruß aus Berlin



Sonderbare Fragestellung:



Wenn die Diele durch die Feder mit der Unterkonstruktion verschraubt wird, ist sie nur mit der Unterkonstruktion, und nicht mit der Nachbardiele verschraubt. Jedes Brett arbeitet für sich.

Die Holzfeuchte sollte tatsächlich stimmen. Ansonsten foliert 2-3 Tage temperieren lassen (mit Leisten zwischen den Paketen) und dann zügig einbauen.

Grüße

Thomas