Was für ein Fußboden?

09.08.2010



Hallo Forumsnutzer,

ich bin gerade dabei wegen einer neuen Treppe unseren kompletten Flur und den Boden der oberen Etage zu erneuern.
Wie es da so geht kommt ja bekanntlich eins zum anderen.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage. Bisher war im Flur der oberen Etage ein 25mm Dielenboden verbaut mit eimen alten PCV Belag obendrauf. Jetzt ist der PVC runter und die Dielen sollten gegen neue Fichten oder Lärchendielen ausgetauscht werden, da sie sehr ausgetreten und Nut und Feder teilweise gebrochen sind. Daher hatte man beim begehen immer schon ein leicht schwammiges gefühl.
Soweit ich das jetzt erkennen kann liegen die Dielen auf Balken auf, zwischen denen wohl eine dicke schicht aus Lehm mit ein wenig Sand als Schüttung ist. An den Seitenwänden ist aber glaube ich kein Holz Unternbau vorhanden, da die Dielen schräg mit den tragenden Balken unter den Wänden vernagelt sind.
Die Balken in der Mitte liegen knapp 90cm auseinander. Sind neue Dielen bei so einem Unterbau überhaupt zu empfehlen?
Wenn ja in welcher Stärke oder was wäre ein alternativer Boden? Spannplatten mit Parkett...? Soll aber auch noch bezahlbar sein.

Bin für jeden Tipp dankbar.
Habe noch ein paar Bilder vom Boden mit angehängt.



Was für ein Fußboden?



Noch ein Bild



Was für ein Fußboden?



Seitenansicht der decke



Was für ein Fußboden?



Insgesamt sind es ca. 7qm Bodenfläche, wären OSB Platten oder eine schwimmende Verlegung von Fermacellplatten auch eine alternative?

So, das waren dann auch die Bilder.

Vielen Dank im vorraus.



Bleiben Sie bei Dielen!



OSB-Platten brauchen auch eine Auflage wandseitig. Und sie sind als Nutzschicht eher nicht geeignet.

Das wandseitige Auflager für die Dielen schaffen Sie durch Anschrauben eines Lagerholzes an die Balken in passender Höhe.

Eine schwimmende Verlegung von Platten belastet die Einschübe, davon ist dringend abzuraten.

Grüße

Thomas



Holzboden



SgH

Versuch mal diese Links :

http://www.holzhandel.de/bauen_und_wohnen_seite.html

http://goforwood.info/en/search.php?name=&country=DE&category=497-326&search=Find!

MFG
Roland
www.goforwood.info



Bei älterer Balkenlage...



...mit entsprechendem Nivellierungsbedarf sollten jedenfalls raumlange Dielen zur Anwendung kommen, verlegefertig auf 9% getrocknet.

Grüße

Thomas



Moin Rene,



90cm ist recht weit, 60cm sind eher üblich. Du könntest auf Mitte (45cm) mit 2 Balkenschuhen einen weiteren Balken zwischenhängen. Der muss nicht so stark wie die anderen sein, dann gehen auch 21mm Dielen.

Gruss, Boris



90cm



ist ein übliches Altbaumaß, und mit einer 28mm-Diele problemlos zu belegen. Die "21mm-Tütendiele" gibt's nicht raumlang, und mit den Hirnstößen der Systemdielen handelt man sich hier eine zusätzliche Fehlerquelle ein; ich würde nicht im Balkenzwischenraum stoßen.

Grüße

Thomas



Was für ein Fußboden?



Hallo,

schon mal vielen Dank für die Tipps.
Das mit den 20 bzw. 21 mm Dielen habe ich mir schon gedacht.

Da werde ich mich mal erkundigen wo ich 27 bzw. 28 mm Dielen herbekomme.

Ist es eigentlich nötig die mittigen Balken links und rechts mit Randbohlen zu verstärken wie auf dem Foto? Habe ich gestern hier im Forum gesehen. Da müßte ich aber einiges von dem an sich sehr festen Lehmboden wegnehmen.

Sollte ich eigentlich als erstes den Boden machen oder erst die Wände neu verputzen?

Gruß René



Bei zusätzlichen Mittelbalken...



...wie auch beim dargestellen Beischrauben zusätzlicher Bohlen treiben sie einen nicht unerheblichen Aufwand. Sie können, intaktes Balkenwerk vorausgesetzt, die Dielen wieder auf die Balken legen, der Höhenausgleich erfolgt dann auf den Balken mittels Distanzhölzer.

Die dargestellte Variante ist oft dann die bessere, wenn die Einschübe sowieso erneuert werden.

Grüße

Thomas



Moin Rene,



ob du diesen Aufwand betreiben musst, sagt dir eine Richtlatte: Gerade bei langen Räumen kann vom Rand bis zur Mitte schnell mal 5cm Unterschied herrschen, bei älteren Häusern noch mehr. Und wenn du schon den Boden neu machst, willst du die "Delle" ja eher raus haben. Also gleicht man die Höhendifferenz damit aus.

Vorher Verputzen solange der alte Boden noch drin ist, spart man gerade das abdecken des neuen Bodens - nicht der Rede wert. Im schlecht belüftbaren Bereich lässt die hohe Raumfeuchte wahrscheinlich die Dielen stärker arbeiten.
Wir haben 50 Jahre alte Dielen ohne Probleme in einem frisch verputzten Raum verlegt.

Gruss, Boris



Wie nun?



Hallo Boris,

wie meinst Du das nun? Erst verputzen oder erst den Boden?
Das mit dem Abdecken des Bodens (ist nicht der Rede Wert) habe ich nicht ganz verstanden?
Ps.: Die Räume sollten eigentlich sehr gut zu belüften sein.

Gruß René



Moin Rene,



Verputzen macht einen Haufen Dreck weils kleckert, also besser vorher. Wenns zeitlich nicht passt und du erst nach dem Bodenverlegen dazu kommst, musst du lediglich den neuen Boden sauber abdecken - in 15min. erledigt, also "nicht der Rede Wert".

Jetzt klarer?

Gruss, Boris

P.S. Das Putz und Boden sich nicht berühren sollen, is ja klar, oder?



Putz und Boden



Wie ist das im Erdgeschoss mit dem Putz und Boden?
Da sollen neue Fliesen auf deem Betonboden verlegt werden. Kann man an den Wandputz einen Fliesensockel anbringen?
Muß man dort auch drauf achten, das sich Putz und Boden nicht berühren??

Gruß René



Bodenaufbau



Hallo,

habe noch kurz eine Frage zu meinem Boden.
Um ein bisschen mehr stabilität in meinen Boden zu bekommen,
überlege ich gerade ob ich entweder einen 32mm Dielenboden oder 19mm Rauhspund plus eine 27mm Diele verwende. 32 mm Dielen sind leider nicht so einfach zu bekommen, daher die Frage ob ein zweischichtiger Aufbau evtl. noch etwas stabiler ist. Wahrscheinlich könnte es auch noch kostengünstiger sein?

Gruß René



Mir must Du nicht glauben,



hier im Forum sind wir ja alle nur Pixel :-)

Dennoch: Bei den angegebenen Balkenabständen sind 27/28mm starke Dielen hinreichend dimensioniert. Der 19er Rauhspund machts nicht viel stabiler, muß auch noch trocknen, sonst quillt die daraufgelegte Diele auf.

Frag einen (real existierenden) Statiker, oder google zum Thema. Sicher findet sich am Bau auch noch anderswo Gelegenheit, das Geld zu verbraten. 2x Dielen ist auch 2x Verlegeaufwand. Wenn wirklich mehr Holz auf den Boden soll, als sein muß, wäre der 32mm-Variante entschieden der Vorzug zu geben. Kann jedes bessere Sägewerk herstellen.

Die Qualität der Verlegung bestimmt die Qualität des Bodens entscheidend mit.

Gutes Gelingen

Thomas



Gleiche Ausgangssituation, aber schlechte Balken.



Hallo Thomas, hallo René,
hallo alle anderen,

so wie bei René sieht meine Decke an der ich gerade arbeite auch aus. Mein Problem ist, dass bei den Balken vom ehemaligen Querschnitt 14/16 nur noch ca. 8/10 übrig bleibt, weil sich im Splint der Käfer ausgetobt hat. Die Einschubhölzer drohen an einigen Stellen herauszufallen. Deshalb entschied ich den Stampflehm und die Einschubhölzer zu entfernen. Die Deckenbalken werde ich abbeilen, mit MASID behandeln und durch seitlich angeschraubte und stirnseitig mit der Hauswand verbundene Hölzer 6/16 verstärken. Ich lege dann sicherheitshalber zwischen die alten Deckenbalken noch jeweils ein neues Holz. Damit verringert sich die zu überbrückende Spannweite auf ca. 40-50 cm. Die neuen Hölzer ziehe ich 1cm über die alten Balken und nivelliere diese aus. Weil ich dort ein Bad einbauen will, lege ich auf die Balken eine 22mm OSB Platte, die ich mit der Unterkonstruktion verschraube. Darauf will ich dann 20mm Trockenestrichelemente schwimmend legen. Darauf eine Entkopplungsmatte und Fliesen.

Meine Fragen: Den Hohlraum zwischen den Balken will ich wieder ausfüllen. Gegen den Schall will ich dort Masse einbringen. Dazu würde ich sehr gerne den alten Stampflehm verwenden. Hat da jemand schon Erfahrungen gemacht? Schichtdicke? Rezept? Ich würde seitlich an die Balken eine 6/4 Latte anschrauben und darauf die alten Einschubhölzer legen. Darauf dann wieder den Stampflehm, so zwischen 6 und 10 cm. Den unteren Hohlraum würde ich mit einer flexiblen Holzweichfaserplatte ausstopfen. Was haltet ihr davon? Der alte Stampflehm ist ziemlich hart, alt und riecht muffig staubig.

Ideen für René:
www.massivholzdielen.de - Dort gibt es eine Restpostenliste. 27er Pitch Pine, Red Pine und Kiefer ab 20 EUR/m². 30er Lärche ist etwas teurer aber raumlang zu haben.
www.welschoff-massivdielen.de - Dielen bis 40mm Stärke.
Bei uns (36341 Lauterbach, ca. 80km von Dir weg) gibt es einen sehr guten Holzhandel (www.sht-holzzentrum.de). Herr Gutrung dort kann fast alles besorgen. Das Sägewerk Karl Gieß in 36369 Lautertal ist auch sehr flexibel und macht viele Dinge auf Kundenwunsch möglich.

Viele Grüße vom Nachtgespenst



Aufwand



Noch was dazu. Mein Aufwand ist finanziell überschaubar. Das ganze Material kostet bei ca. 12m² knapp 600 EUR (inkl. Trockenestrich und Befestigungsmaterial). Die Arbeiten kann ich alle selber machen. Einzig und allein die Zeit und der Dreck sind nervig.

Gruß und einen schönen Abend



Die "Restbalkenstärken"



klingen bedenklich. Der Aufwand für Verstärkung und Nivellierung ist nicht unerheblich. Kommt da nicht eine Neuverlegung der Balkenlage günstiger?

Grüße

Thomas



Restbalkenstärke



Hallo Thomas,

die Spannweite ist nur 2,90 m. Heute habe ich die Decke komplett ausgebaut. Zwei Balken kommen raus. Einer kann bleiben. Die fehlenden ersetze ich dann mit 8/18. Laut Zimmermann ausreichend.

Unsicher bin ich mir noch mit dem alten Lehm. Heute habe ich probeweise mal einen Eimer voll eingeweicht. Den lasse ich jetzt mal bis zum Wochenende ziehen und schau mal, was draus wird. Bei anderen Leuten und im Forum habe ich eher Trockenschüttungen gesehen (Perlite, Hanfschäben, Bimsleichtlehm). Was haltet ihr vom Wiedereinbau des alten Lehms? Freue mich über jede hilreiche Info.

Gruß vom Nachtgespenst



Du schaffst Dir...



...da viel Wasser in's Haus. Alter Lehm kann auch ganz schön stinken.

Anders: Rieselschutz auf den Einschub, Liapor (Blähton) einfüllen. Ein paar Ziegelsteine, Gehwegplatten, Lehmsteine oder Grünlinge (ungebrannte Ziegel) dazwischen bringen mehr Masse.

Grüße

Thomas