Flicken von Löchern im Dielenboden

15.11.2007



Hallo, an alle die so schön viel wissen und zu teilen bereit sind. Danke schon mal für all die tollen anderen Beiträge. Ein schönes Forum...

Hier mein Anliegen:

Wir sanieren ein kleines 3-Familien-Haus, dass zu einem großen Teil sehr schöne Weichholzdielen hat. Natürlich das Übliche: Ochsenblut, Wölbungen... Wir hatten einen Fachmann da, der uns ein Angebot gemacht hatte, dass wir uns jetzt nach den Außensanierungen aber definitiv nicht leisten können - wir müssen (und wollen auch gerne) selbst ran. Leider gibts von da jetzt keine Antworten mehr auf unsere Fragen, obwohl wir für eine Einweisung sogar bezahlen wollten- sei`s drum.

Eine wesentliche Frage, die sich im Vorfeld noch stellt (einiges habe ich hier schon gelesen), ist der Umgang mit Löchern und Branntstellen, die ausgesägt werden müssen. Teilweise gehen diese über 2 Dielen. Wie macht man das, dass ein eingelegtes Stück hinerher hält? Der Untergrund ist eine Balkendecke zwischen den Balken mit (landläufig würde man Dreck sagen) einer Füllung. Die Dielung hat eine Stärk von ca. 3 cm und ist im Wechsel mit Nut oder Feder ausgestaltet.

Dann gibt es noch 2 bis 3 stellen, an denen man denkt duch das Brett zu treten (Hohlräume). Die sind natürlcih in Mitten der Räume. Wie geht man da ran?

Und letztlich vielleicht auch noch die Frage, ob speziell etwas bei den Ofenecken zu beachten ist. Ich habe hierfür Dielen aus Bad und Küche, wo wir einen anderen Belag einbringen möchten. Kann man hier mit Schüttung einfach das Niveau angleichen und dann die passgenauen Stücke einsetzen?

Für die Fugen schein ja Spanen die richtige Methode zu sein. Hier interessiert mich noch einmal, ob ggf. ein Reinigen (auskratzen) der Fugen reicht oder ob Fräsen zwingend sein muss (hab ich nämlich noch nie gemacht, aber zur Not lerne ich halt dazu).

So das war`s (auch schon :-))
Danke & Grüße



Löcher...



...kann man schließen, indem mit Oberfräse und Falzfräser ein größeres Loch in nur halber Dielenstärke hergestellt wird. Dahinein wird ein passgenaues stück verleimt. Nie die Dielenfugen überleimen, immer 2 extra Stücke aussetzen.

Stark schwingende Dielen: feinen trockenen Sand durch die Fugen laufen lassen (hat natürlich nur Sinn, wenn darunter ein gut gefüllter Einschub ist).

Ofenecken: nix Schüttung, auf den Balken Niveau ausgleichen, und passende Dielen darauf befestigen.

Fugen: mit Kratzen ist es meist nicht getan, weil auf dem alten Schmutz kein neuer Leim hält. Die Fugenleiste immer nur mit EINER Diele verleimen.

Wenn Sie das alles geschafft haben, lesen Sie doch 'mal hier im Forum über das Heißölverfahren nach - aus meiner Sicht die bestmögliche Oberfläche für Dielen.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas



Sehr hilfreich



Danke dass sind doch sehr brauchbare Tipps.
Mit hat heute noch jemand gesagt, dass ich in jedem Raum auch noch die Randdiele aufnehmen muss um mir den Zustand der Balkenköpfe anzusehen. Klingt ja klug, aber hoffentlich geht das ohne Verluste. Im Forum gibt es ja ein paar Tipps zum Thema Dielen aufnehmen.

Noch mal danke und jetzt schaue ich was zum Thema Heißölverfahren zu finden ist. Eigene Erfahrungsberichte werden noch einige Wochen auf sich warten lassen...



Randdiele aufnehmen...



...ist nicht immer erforderlich, Schäden dabei häufig unvermeidbar.

Wenn es keinerlei Hinweise auf verborgene Schäden gibt, würde ich's lassen. Auch mit randnahen Probebohrungen kann man sich ein recht gutes Bild machen.

Grüße

Thomas