Fussbodenaufbau für Dielen auf Erdreich

27.03.2012



Hallo zusammen,

wir haben eine alte Bauernkate (Ringfundament aus Feldsteinen, Aussenmauern 48 cm Backstein, Innen teilweise Ziegelmauern, teilweise Fachwerk) und müssen den Fussboden neu aufbauen.

Das Haus dient als Wochenend- bzw. als Ferienhaus und wird nicht dauerhaft bewohnt. Geheizt wird das Haus über Öfen, wenn wir vor Ort sind. Ansonsten wird in jedem Raum eine Infrarotheizung als Frostschutz installiert, die im Winter für etwas Temperatur sorgt. Dauerhaftes Wohnen und damit dauerhafte Heizung dort für uns scheidet aus...

Der alte Fussboden ist bereits entfernt und bestand in einigen Zimmern aus Beton auf Sand bzw. Erdreich, in anderen aus Dielen auf Lagerhölzern direkt auf Sand bzw. Erdreich. Nirgends war eine Sperre... Die Lagerhölzer waren durch, die Dielen nur an der Aussenwand substanziell beschädigt, dort wiesen auch die Lagerhölzer die größten Schäden auf, weiter zur Hausmitte hin waren die Dielen "nur" - ich sag mal - gebogen. Hin zur Nut waren sie weit höher als in der Mitte. Die Dielen lagen bereits seit Anfang der 30er, jedenfalls haben wir die Jahreszahl an der Unterseite der Dielen gefunden (mit Bleistift geschrieben). Richtung Aussenwand gab es mal Tierbefall, da lagen dann die Dielen auch direkt auf dem Erdreich, zur Hausmitte hatten sie noch Luft... Der Grundwasserspiegel liegt bei ca. 2 Metern.

Wie gesagt ist der alte Fussboden bereits raus, nun haben wir dort Sand bzw. Erdreich bzw. eine Mischung. Teilweise liegt ca. 10 cm tief in dieser Mischung noch eine Fläche Backsteine, möglicherweise Reste eines alten Fussbodens. Allerdings liegen diese Backsteine bereits unter der Oberkante Fundament, was mir komisch vorkommt...

Nun stellt sich die Frage nach einem neuen Aufbau, es sollen wieder Dielen verlegt werden. Ich habe viel im Forum gelesen, aber sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr...

Ich spiele jetzt mal naiv und würde in dieser Rolle gerne einfach etwas auskoffern, so das ca. 30 cm für den Aufbau bleiben, dann folgender Aufbau:

- Planum
- Folie zur Abdichtung (an den Seiten hochgezogen bis OK Dielen)
- Glasschaumschotter verdichtet, in den Glasschaum die neuen Wasserleitungen eingebettet
- Lagerhölzer gelagert auf Gehwegplatten, 40 cm Abstand
- Nadelholzdielen, 21 mm Dicke (dünn, aber an die komme ich günstig, deshalb der 40er Abstand der Lagerhölzer)

Die Dielen sollen später auch nur geölt werden, kein Lack oder ähnliches...

Achja: Das Feldsteinfundament aussen war teilweise durch langsamen Zuwachs bis zur ersten Lage Ziegel mit Erde zu, das haben wir rundum 25 cm freigelegt, die Fugen werden bald neu verfugt...

Was meint Ihr zum Aufbau? Ziel ist nicht Wohnraum mit heutigem Standard zu erzeugen, es soll "nur" ein Sommerhaus werden, das auch mal im Winter genutzt werden kann.

Danke für Eure Meinungen!

Jürgen



Privat ...



... kann man so einiges tun, das sich im gewerblichen eher nicht empfiehlt. Der Aufbau, den Sie beschreiben, ist nicht mehr zeitgemäß und prinzipiell anfällig für Durchfeuchtung und Befall|Schädigung durch tierische und Pflanzliche Schädlinge.

Ich habe erst vorige Woche einen Hausschwamm begutachtet, der im Kellerbereich eine ähnlich gelagerte Holz-Dielenkonstruktion (5 Jahre alt), teilweise im unterkellerten Bereich, teilweise auf Erdreich aufliegend,
komplett zerstört hat. Er ist übrigens entlang einer ungedämmten Kaltwasserleitung mit Schwitzwasser gewachsen und hatte sich bereits vital daran gemacht, die 1. Etage zu erobern.

Nehmen Sie Abstand von derlei "traditionellen" KOnstruktionen. Bauen Sie eine Beton-Bodenplatte ein inkl. Abklebung. Glasschaumschotter unterseitig als kapill.brechende Schicht und Dämmung ist ok.



Beton-Bodenplatte



Hallo retrogarde,

danke für die Antwort... Das heisst also der Vorschlag wäre: Planum, Glasschaum, Beton-Bodenplatte, Sperrschicht und dann Lagerhölzer samt Dielen. Wie dick sollte der Beton denn eingebracht werden?

Ich habe im ersten Betrag vergessen zu erwähnen, das die Aussenmauern keine horizontale Sperre haben, im Innenteil nur manche Mauern. Feucht sind die Wände allerdings nicht...

Wäre Kies (16/32) auch eine Alterative zum Glassschaum? Glasschaum ist schon ein Kostenfaktor...

Beste Grüße!