Massivholzdiele oder Landhausdiele auf alten Dielenboden schwimmend oder verklebend?

12.07.2005



Hallo,
haben leider kein Fachwerkhaus,"nur" kl.Reihenhaus von 1928 und sind dabei, alten Charme wieder aufleben zulassen
(Holzsprossenfenster /Fensterläden/im Dach Boden+ bald Treppe aufzuarbeiten usw.).Nachdem ich schon mehrere Fachgeschäfte in unserer Region gefragt habe, bin ich aufgrund der verschiedenen Meinungen
immer noch unsicher, wie wir neuen Holzboden Verlegen sollen. Leider sind in 2 Etagen auf je ca. 30 Qm die alten Fichte (?)-Dielen bis zu 5 mm Dicke mit grauer Spachtelmasse zugekleistert,Aufarbeitung aufgegeben.

Im EG können wir bis zu 30 mm Höhenaufbau planan + würden gerne 22 mm , 140-180 mm breite Massivholz-Eichediele legen:man riet uns ab + zur 15 mm Landhausdiele/Mehrschicht und diese nach Anschleifen auf alte Dielen zu verkleben ,alt. auf Korkschicht schwimmend (Klicksystem)zu verlegen. was ist nun sinnvoller?
unter den alten genagelten Holzdielen befindet sich Balkendecke/Stahlträger (im EG) und lose Ascheschüttung.
Sind Gehgeräusche auf verklebtem Boden besser( weniger hohl)?

Im OG, ebenfalls alte genagelte Holzdielen, wünschen wir etwas Trittschalldämmung und Höhenaufbau von max. 20 mm,Ahorn-Landhausdiele evtl. geplant: Parkettfirma will verkleben , sinnvoll ???
Vielleicht kann uns jemand Tipps geben, ich fand keine passende Antwort im Forum.Vielen Dank vorab. Sylvia Kroll



Kleberei



ich frag mich immer, wie manche Firmen bei Massivholz darauf kommen, dass der verklebt werden soll. Bei den Mehrschichtdielen sollte Sie drauf achten, welche Materialien da zusammengebracht wurden und sich vom Verkäufer bestätigen lassen, dass aus der Diele keinerlei Lösemittel emittieren. Das gleiche gilt für den Kleber.
Schwimmende Verlegung auf Trennlage bietet sich im EG an. Im OG sollten Sie eine richtige Trittschalldämmplatte aus Holzweichfaser verwenden. es gibt verschiedene System für Fertigparkett und Massivdielen (z.B. mit Latten zwischen den Trittschalldämmplatten zur Befestigung der Dielen, Fabrikate: Gutex, Pavatex und weitere)



doch massivholzdiele auf alte Dielen !?



Danke, Rainer Stasch, für Ihre Antwort.
Da ich eben doch die 22mm-Massivholzdiele bevorzuge im EG: wenn ich sie nicht verkleben muß,was meinen Sie mit einer Trennlage(habe nur noch 8 mm Spielraum )? Geht das langfristig auf den alten Dielen (Fugenbildung/ Knarzen )
Ich habe 2 unterschiedl. Meinungen aus ökolog.Fachläden: klammern oder in Nut-Feder-Verbindung rein in den Unterboden schrauben . Dort äußerte man soeben noch, dass die graue Spachtelmasse asbesthaltig sein könnte...was tun ?



Unterlage



Als Unterlage eignet sich Holzweichfasermaterial, was Sie als Rollenware bekommen (Happystep). Die Dielen werden dann untereinander geklammert.
Den vorhandenen Boden sollten Sie auf Festigkeit und Tragfähigkeit prüfen. Wenn der jetzt schon knarzt wird's bestimmt nicht besser. Eben sollte der Untergrund auch sein.



Fußbodenaufbau



Hallo Frau Kroll,
Ihr Fensterbauer kann auch nur von einer Verklebung abraten.

Die Trennlage, welche Herr Stasch im EG, empfiehlt ist ca 5mm dick. Da haben Sie kein Problem mit bei den Fenstertüren.

Ist eine aufwendige Trittschalldämmung im OG unbedingt nötigt?
Wer verursacht bei Ihnen soviel Geräusche im Haus, daß er den anderen Partner stört im EG?
Ich würde auch im OG mit der Trennlage arbeiten. Sie bekommen sonst eventuell Schwierigkeiten mit den Höhen der Innentüren.

Vorallem den alten Fußboden nachnageln, wo er lose ist.

Schöne grüße aus dem warmen Diepholz nach Wuppertal

Louis Schierbaum



Massivholz geklammert



Ich kann mich nur Kollege Stasch anschließen, empfehle jedoch statt der Unterklammerung ein Einspannen der Massivholzdielen - System Cling ! Leichtere Montage usw.



Klarheit



Vielen Dank für die Antworten, wir wissen nun, wie wir vorgehen werden ,
eine Super-Sache, dieses Forum!