Deckenaufbau in Altbau

16.11.2010


Deckenaufbau in Altbau

Hallo an alle hier im Forum von einem Neuling

Wir haben wor einem Jahr ein altes Haus gekauft. Kein Fachwerk, aber doch mit einem Alter von mehr als 80 Jahren recht alt. Die untere Etage war bewohnbar und brauchte nur renoviert zu werden. Auf der oberen Etage haetten wir gerne Massivholzdielen verlegt, wie sie schon in der unteren Etage verlegt sind. Vorgefunden haben wir eine Schlackeschuettung, dann mit Ochsenblut behandelte Holzdielen, darueber Spanplatten, darueber Papier und Teppich und darauf Laminat. Wir haben versucht die alten Dielen zu abzuschleifen, was uns aber nicht ueberzeugt hat. So moechten wir neue Massivholzdielen verlegen. Die Geschossbalken sind, so weit wir es beurteilen koennen, noch ok.

Unsere Fragen.

1. Ist es sinnvoll die Schlackeschuettung im Hinblick auf die Isolation und den Schallschutz gegen eine neue Daemmung auszutauschen und wenn ja, gegen welche?

2. Ganz eben ist der Dielenboden nicht. Die Balken haben an manchen Stellen einen Hoehenunterschied von gut 3 Zentimetern. Wie gehen wir am besten vor? Zuerst wieder OSB Platten Verlegen und darauf dann die Holzdielen oder die Holzdielen direkt auf die Balken schrauben? (Was im letzteren Fall aufgrund der geringeren Hoehe an den Seitenwaenden eine relativ grosse Luecke laesst weil der Deckenaufbau nicht so hoch wie vorher ist) Muessen wir diese 3 Zentimeter ausgleichen und wenn ja auf welche Weise, oder sind drei Zentimeter auf einer Flaeche von 5 mal 5 Metern pro Raum bei einer Holzdecke noch tolerierbar? (Ich habe die Informationen bekommen, die Deckenbalken mit Holzkeilen auszugleichen und dann weiterzuarbeiten, oder aber OSB Platten zu verlegen und dann mit Ausgleichsmasse zu arbeiten)

3. Vom oertlichen Holzhaendler habe ich verschiedene Aussagen bekommen. Einer meinte, der Dielenboden koenne schwimmend verlegt werden, der andere meinte, bei der Raumgrosse ginge das nicht.

Ich habe schon versucht, ueber die Suchfunktion an Informationen zu kommen. Es gibt aber so viele verschiedene Aussagen.

Wenn sich jemand die Zeit nehmen wuerde und uns kurz fuer Laien erklaeren koennte wie und mit welchen Materialien wir am besten die Decke aufbauen, waere uns super geholfen.

Eine Bitte habe ich noch. Sollte meine Frage nicht ganz in dieses Forum passen, bitte mich nicht mit Worten zerreissen.

Schoenen Gruss Roesberger Ralf



diese



Fragen wurden mit Lösung schon oft behandelt.
Zu 1.) nein, es sei denn, du müßtest an die Balken umfassend ran, dann aber Schüttung wieder einbringen.
2. Statt OSB und Dielung lieber stärkere Dielung (Balkenabstand ?), Ausgleich mit passenden Unterlagen (schneiden vor Orte), Schwimmend macht keinen Sinn bei den Anforderungen (1-Familien-Haus ?).

Mit den Aussagen ist es wie im Leben - du wirst immer verschiedene und manchmal auch widersprechende Antworten bekommen, entscheiden mußt Du selber, was dir logisch und machbar erscheint. Manchmal entscheidet ja auch der Geldbeutel



zu 1.



würde wie auch Olf die alte Schüttung darin lassen.
zu 2. entweder oben auf die Balken Keile schneiden, oder was ich besser finde, seitlich an die Balken Pfosten anbringen (z.B. 40 x 120mm)da stört aber wiederum die vorhandene Schüttung- die müßte umgeschaufelt werden (vorteil außerdem der geringere Balkenabstand durch die Aufdopplung)
zu 3. Dielenboden wird nicht schwimmend verlegt.

wir empfehlen bei diesen gegebenheiten 28mm 3-Schichtdiele(unsere natürlich): Optik wie Dielenboden, Raumlang bis 5m,kaum oder keine Fugenbildung und verschieden Oberflächen und Holzarten möglich, Verdeckte Befestigung möglich, große Balkenabstände möglich (3-fach verleimung und 28mm dicke)

Grüße aus dem Vogtland





Die Schüttung sollte raus, wenn sie durch die Decke rieselt (Es fällt Staub im Raum darunter aus der Decke, wenn man oben auf dem Boden hüpft) - man kann sie nach dem Einbringen eines Rieselschutzes wieder verwenden.
Der Höhenausgleich der Balken muss sehr exakt erfolgen.
Jetzt wäre auch der Moment, ein Leerrohr für eine Deckenlampe im Raum darunter zu verlegen.



Deckenaufbau in Altbau weitere Fragen



Vielen Dank fuer die Antworten. Gut, die alte Schuettung bleibt drin. Es rieselt nichts nach unten durch und ich brauche auch keine Leerrohre zu verlegen. Die Raeume darunter sind ja renoviert und werden bewohnt. Ein kleiner Teil der Schlackeschuettung ist allerdings nicht mehr vorhanden. Welches Material empfehlt ihr denn, um die Luecken aufzufuellen? Eventuell kann ich einen Zwischenraum auf die anderen verteilen und dann nur diesen neu auffuellen.

Das mit den Keilen ist mir noch nicht ganz klar. Soll ich dies immer in kleinen Stuecken, vielleicht ein oder zwei Bretter breit schneiden? Einen, an beiden Seiten spitz zulaufenden Keil von vielleicht 1,5 Metern Laenge so zurechtzuschneiden, dass er eine ebene Flaeche bildet, stelle ich mir doch etwas problematisch vor, ohne entsprechende Maschinen. Werden diese Keile dann nur mitsamt den Dielen verschraubt, oder muessen sie selbst befestigt werden?

Ist es noch notwendig, zwischen den Dielen und den Balken eine andere Schicht anzubringen? Der Verkaeufer (Ich habe jetzt 28mm Dielen bestellt) meinte, eine einfache Korkschicht aus Baumarktmaterial geschnitten wuerde reichen.

Meine Fragen moegen ja fuer eingefleischte Bauherren laecherlich erscheinen. mir bereiten sie allerdings Kopfzerbrechen.

Gruss aus dem Rheinland



wenn



die Dielung raus ist, dann mit Schnur und Richtscheit mal alles abmessen, die Keile (ist mehr symbolisch gemeint) können etwa 1 m lang sein und können durchaus Lattenform haben. Wichtig ist eine scharfe Kreissäge und ein gutes Augenmaß. Unterlagen (statt Keil) mit kleinen Nägeln heften. Kork ist gut, es geht aber auch Trennwand von Trockenbauwänden (auf Rolle, selbstklebend).



Ergänzt...



...kann die Schlackeschüttung am besten mit Blähton werden (Liapor, Maxit Clay etc.)

Eine Unterlage zwischen Balken und Diele bringt nix. Allenfalls unter vollflächigen Auflagen mach das Sinn. In diesem Fall nehme ich meist Rohfilzpappe.

Die schrägen längeren Keile geistern immer wieder durch das Forum, sind aber tatsächlich schwer vor Ort für den Laien herstellbar. Früher wurden an den Auflagepunkten der Dielung gespaltene Nadelholzstreifen untergeschoben, bis es passte. Also heutzutage: Sperrholzreste und Holzreste unterschiedlicher Stärken aus Verpackungen u.a. sammeln, auf ein einheitliches Maß bringen (8x8, 10x10, 6x10cm) und separat gut auf den sauber abgekehrten Balken befestigen. Bei der Feinjustierung im Millimeterbereich tut auch ein Hartkarton gute Dienste. Ca. die Hälfte der Unterlage ist unter der 1. Diele und bildet auch die Auflage für die nächste Diele. Ein Laser hilft beim Nivellieren ungemein.

Die Bretters sind hoffentlich raumlang? Ansonsten sollten Querstöße nur auf den Balken erfolgen.

Die schwimmende Verlegung massiver Dielung ist Unsinn, auch wenn's verkauft wird. Da sind Dreischichtdielen eine echte Alternative, und die "Schlosser'schen Schlossdielen" schon deshalb empfehlenswert, weil sie auch in Stärken geliefert werden, die keinen separaten lastverteilenden Unterbau (OSB) brauchen.

Grüße

Thomas