Bodenaufbau im Badezimmer

22.04.2009



Das Thema ist hier zwar schon sehr oft diskutiert worden, doch habe ich noch ein paar Fragen dazu.

Ich renoviere gerade eine Etage eines Reihenhauses von 1920 mit Holzbalkendecke. Es ist zwar kein Fachwerkhaus, aber ich habe das Gefühl hier noch am ehesten auf kompetente Hilfe zu stoßen.

Durch einen Feuchtigkeitseinschluss unter einer seit min. 15 Jahren nicht mehr benutzten Dusche, haben die darunter liegenden Dielen und ein Deckenbalken angefangen zu faulen.

Der betroffene, mittlerweile wieder trockene, Balken wird in den nächsten Wochen mit Isolierpappe abgeschirmt und ein neuer Balken daneben gesetzt.

Nachdem ich hier jetzt schon viel dazu gelesen habe und aus der eigenen leidvollen Erfahrung, dass ein vermeintlich dichter Boden kein Garant zur Verhinderung von Feuchtigkeitsschäden ist, will ich als Oberbelag Eichendielen verlegen.

Mein Bodenaufbau sähe dann wie folgt aus:

- Putz
- Heraklith-Platten
- Balken (Abstand 600mm)
- Rieselschutz, darauf Liapor als Schüttung
- Weichholz 10mm (Trittschalldämmung)
- Traghölzer 70x50 mm (Abstand 500mm)
- Dielen (Eiche kerngeräuchert, 21mm)

Zwischen den Balken soll ein Fehlboden aus 15mm OSB eingebaut werden.

Wenn das grundsätzlich so machbar ist, habe ich ein paar Detailfragen.

1. Was wäre ein geeigneter Rieselschutz, der feuchtigkeitsbeständig und trotzdem diffusionsoffen ist? Idealerweise sollte diese Schicht ggf. in kleinen Mengen eingedrungenes Wasser erst einmal aufhalten, bis es den Boden nach oben wieder verlassen hat. Wasserflecken, nach einem doch mal etwas nasseren Wannenbad, an der darunter befindlichen Decke will ich möglichst vermeiden.

2. Wie sollte idealerweise der Randabschluss realisiert werden? Ich denke mal, eine seitliche Abdichtung mit Silikon ist eher schädlich als nützlich, da der Unterboden dann schlechter gelüftet ist?
Die Schattenfuge offen zu lassen erscheint mir aber auch gefährlich, da dort Wasser unmittelbar hinein laufen könnte.
Wäre eine mit Silikon auf die Dielen geklebte Scheuerleiste ein mögliche Lösung? Eventuell mit senkrechten Nuten zur Lüftung an der Wandseite?

3. Die Dielen könnte ich derzeit relativ günstig als Sonderposten bekommen. Diese sind allerdings vom Werk aus bereits geölt. Ist es ratsam, diese nach dem Einbau noch einmal zu ölen, damit auch der Fugenbereich ausreichend geschützt ist?

Es würde mich freuen, wenn mir mit meinen Fragen jemand weiterhelfen könnte. Schon einmal vielen Dank!

Markus G.



Wir



hatten neulich bei einer Sanierung einen ähnlichen Fall.
Der Architekt hat uns beauftragt vor dem Einbau des Badezimmers eine Folienwanne auszubilden.
Wir haben Rhepanolfolie wie eine Wanne ausgebildet.
Im Bereich der Dusche bis unter die Decke , ansonsten 50 cm hoch.Nicht ganz billig aber so ist die Holzunterkonstruktion geschützt.