Dielen ausnivellieren?




Immer noch Fachwerkhaus BJ. 1654. Wohn- Essbereich.
Aufgabe: Parkettverlegung neu. Kurze Renovationszeit erfordert, da dies unsere "Durchgangsraum" ist.
Untergrund: Sandschüttung auf der Geschossdecke, darauf Konterlattung, darauf Eichedielen. Zimmergrösse ca. 4 * 5 mtr. Gefälle sowohl in Längs- als auch in Querrichtung zwischen 0-4 cm. Dielenboden quitscht punktuell.
Vorschlag 1: Alles rausreißen und dann auf die Rohdecke wieder aufbauen. FRAGE: Mit was kann auf der Rohdecke ausnivelliert werden?
Vorschlag 2: Auf den bestehenden Dielen ausnivellieren. FRAGE: Mit was?
Bitte um konstruktive Rückantworten.



Fußbodenaufbau



Was ist das denn für eine Geschoßdecke?
Wie sehen die Dielen jetzt aus?

Viele Grüße



Dielen ausnivellieren?



Hallo Hr. Böttcher;
Geschossdecke EG/OG.
Bodendielen ca. 120mm breit, 18mm stark. L= Zimmerbreite ca. 4 mtr. "Bauchig".
Mir geht es nicht darum die Dielen evtl. begehbar zu machen. In allen umliegenden Räumen liegt der selbe Parkett. Wenn es eine Möglichkeit gibt, auf den Dielen auszunivellieren, würde ich die präferieren.
Grüße aus Ettlingen



Fußbodenaufbau



Ich nehme an, das es hier also um eine Holzbalkendecke geht.
Da in den umliegenden Räumen das gleiche Parkett liegt, warum nicht genauso vorgehen wie in den anderen Räumen?
Dort wurde das Problem doch bereits gelöst.
Als Ausgleich von Flächen werden üblicherweise Trockenschüttungen in gebundener oder ungebundener Form eingesetzt.
Eine andere Möglichkeit ist die Balkenhöhe durch Beilaschung von Bohlen oder durch Auflegen von Federn auszugleichen, wenn man mit der Abweichung nicht leben will.

Viele Grüße



Dielen ausnivellieren?



ja, es handelt sich um eine Holzbalkendecke.
Grundsätzlich haben Sie Recht, warum nicht wie in den anderen Räumen vorgehen. Jedoch muss ich in diesm Raum die Höhe "vermitteln", da die angrenzenden Räume allesamt ein unterschieliches Höhenniveau haben. Auch deswegen würde ich gerne auf die vorhandene Dielen "aufbauen".
Ich muss auf jeden Fall punktuell die Nivellierung auf null auslaufen lassen. Mit welcher Schüttung ist das möglich?
Und was bedeutet "Auflegen von Federn"?
Grüße
SL



Fußbodenaufbau



Mit Schüttungen geht das nicht.
Federn sind keilförmig zugeschnittene/gehobelte Bretter bzw. Leisten, die als Höhenausgleich auf die Balken gelegt werden.

Warum wollen Sie unbedingt eine einheitliche Fußbodenhöhe in den Räumen?
Das ist immerhin ein Altbau, also stehen Sie auch dazu.
Ein oder zwei cm kann man an der Tür mit einer Schwelle ausgleichen.

Viele Grüße



Dielen ausnivellieren?



vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt. ich habe egal welchen Weg ich wähle, auf jeden Fall Höhenunterschiede. Zu Istzustand jetzt : Raum 1, -4 cm, Raum 2 +2 cm. Raum 3, 0cm.
Es ging nur darum, mit dem "geringsten" Aufwand die jetzt bestehenden Höhendifferenzen im Belag an sich, parkettbelegbar zu machen. Momentan kann ich halt keinen Parkett verlegen, da er an einigen stellen "hohl" liegen würde.
Trotz allem bin ich jetzt noch nicht schlauer wie ich diese "Unebenheiten" im bestehenden Dielenbelag wegbekomme.
Grüße
SL



Fußbodenaufbau



Macht nichts,
lesen Sie einfach noch mal meinen zweiten Beitrag durch.
Ausgleichsschüttungen auf der vorhandenen Dielung haben eine minimale Höhe von ca. 2 cm.
Darauf käme Trockenestrich als Grundlage für das Parkett.
Bei einem Höhenausgleich der Balkenlage käme darauf Rauhspund als Unterbau für das Parkett.
Wohin Sie dann mit den Höhe des fertigen Fußbodens kommen müssen Sie selber ausrechnen.
Ein Hinweis: Türblätter kann man nicht beliebig einkürzen.
Und lassen Sie den Sand drin!

Viele Grüße



Nivellieren...



...können Sie auf der vorhandenen Dielung, wenn diese ohne Einschränkungen tragfähig ist und nachgenagelt wurde, indem Sie keilförmige oder gerade Leisten so quer unterlegen, daß ein gleiches Niveau entsteht (Georgs Variante), oder mit kurzen dielenbreiten Stücken viele einzelne Ausgleichspunkte setzen (wenigstens aller 0,4m bei 20mm Stärke).

Dritte Variante: Fläche grob mit 16er Korn überschleifen, Eventuelle nach unten durchgehende Fugen mit PE-Schnur schließen, faserarmierten Ausgleichsspachtel (teuer), der für Ihre Höhendifferenzen geeignet ist, nivellierend aufbringen.

Wenn die Eichendielen gut sind, erschließt sich mir der Sinn des ganzen allerdings nicht. Mit ein paar Höhendifferenzen könnte man leben, oder aber die Dielung vorsichtig aufnehmen,auf den Balken nivellieren, Dielung wieder verlegen.

Grüße

Thomas



Dielen ausnivellieren?



Hallo die Herren,
so langsam kommen wir der Sache näher. Meine bessere Hälfte hat mich nun überzeugt, alles bis auf die Rohdecke raus zu nehmen. Macht Sinn, da die Dielen wippen und quitschen und ich hier nicht mit einer Fließspachtel drauf möchte. Und Thomas, die Dielen haben Nut und Feder, die kann ich nicht so einfach "vorsichtig aufnehmen".
Aber wieso lieber Hr. Böttcher sollte ich den Sand drin lassen?
Grüße
SL



Naja,



immer eine nach der anderen, seitlich darunterfahren, mit dem Kuhfuß hochheben, Nägel abschlagen, absägen etc.

Wir machen das so, daß die Oberfläche heil bleibt. Geduld braucht man freilich.

Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau



Der Sand erfüllt einen bestimmten Zweck, er wurde nicht zufällig eingebaut.
Er sorgt für Schallschutz und Schwingungsdämpfung der Decke.

Viele Grüße



Meine Variante



zum zerstörunggsfreien Ausbau von Dielen:
mit einen Durchschlag, dessen Kopfdurchmesser gleich dem des Nagels ist, die Nägel durch die Dielen schlagen.
So lassen sie sich leicht ausbauen und wiederverwenden.

Viele Grüße aus Ermershausen



@ Gerhard



Klar, solange die Nägel nicht festgerostet sind, eine gute Variante.

Grüße

Thomas



Dielen ausnivellieren?



Hallo Hr. Böttcher,
ich hätte den Sand heraus genommen und dann einen Anhydrid- oder aber Zementestrich einbauen lassen. Ich habe die Befürchtung, dass wenn ich auf den Sand aufbaue, ich im laufe der Zeit die selbe Problematik bekomme, nämlich, dass Hohlräume bzw. Fehlstellen entstehen. Können Sie mir diese Bedenken nehmen?
Falls ja, also, Dielen raus, Sand drinlassen. Was kann dann darauf am Besten verlegt werden? OSB- Platten schwimmend?
Herzliche Grüße
SL



Fußbodenaufbau



Gegenfrage:
Für was haben Sie sich denn nun entschieden?

Angeboten hatten wir:
1. Alte Dielung lassen und aufarbeiten,
2. Alte Dielung ausbauen, Balken mit Federn oder Beinageln ausrichten, alte Dielung wieder einbauen, aufarbeiten.
3. Wie Pkt. 2 aber statt alter Dielung Rauhspund und darauf Parkett
4. auf die alte Dielung Ausgleichsschüttung, Trockenestrich, Parkett

Bei allen diesen Varianten lassen Sie bitte die Finger von der Sandschüttung.
Wenn die Dielung raus ist, können Sie vorhandene Zwischenräume bis zur neuen Dielung mit Dämmstoff (Miwo o.ä.)auffüllen, um den Trommeleffekt zu mindern.
Das wars.

Jetzt kommen Sie mit einer neuen Variante, Estrich.
Also:
Dielung ausbauen,
nur hier! den Großteil der Sandschüttung ausbauen,
Hohlraum mit Dämmstoff auffüllen,
Lewis- Platten einbauen,
Estrich (Anhydrit- oder Zementestrich) einbauen,
Parkett einbauen.
Diese Variante dauert garantiert am längsten, das Zimmer ist für mehrere Wochen blockiert.
Sie sollten sich für eine der vorgeschlagenen Varianten entscheiden.
Oder Sie experimentieren mit einer Eigenkreation, Erfolg ungewiss.

Viele Grüße



Dielen ausnivellieren?



Also, da die vorhandenen Dielen mit einer für mich nicht befriedigenden Lösung auszunivellieren sind, habe ich mich entschlossen die Dielen rauszunehmen. Meiner Logik folgend hätte ich nun den Sand ebenfalls herausgenommen und wie beschrieben auf die Rohdecke wieder aufgebaut. nun stieß ich auf ihre Anmerkung, den Sand auf jeden Fall drin zu lassen. Deswegen meine Frage wie ich auf diese "Sandwüste" aufbauen kann. Auf der Rohdecke liegt die Sandschüttung, darauf LOSE Dachlatten, darauf sind die Dielen genagelt. Nun, Dielen fraus, Dachlatten raus. Wie soll ich denn die Hohlräume mit Mineralwolle auffüllen? Entweder wir schreiben aneinander vorbei, oder ich verstehs einfach nicht....
Grüße SL



Fußbodenaufbau



Ich erinnere mich, das wir von einer Holzbalkendecke zwischen EG und OG ausgehen.
Beim Baujahr 1654 kann es sich nur um eine Holzbalkendecke handeln.
Das heißt, Holzbalken im Abstand ca. 60- 90 cm, dazwischen ein tiefer liegender Fehlboden, auf dem liegt eine Sandschüttung.
Dann schrieben Sie etwas von "Konterlattung", das wären quer zur Balkenlage verlaufende Lattung, die die Dielung trägt.
Ist das so richtig?
Wenn nicht, dann versuchen Sie noch einmal den Aufbau der Decke zu beschreiben, diesmal bitte etwas exakter.

Viele Grüße



Dielen ausnivellieren?



bereits in meinem Ursprungsbeitrag schrieb ich, dass AUF der Holzbalkendecke VOLLFLÄCHIG eine Sandschüttung liegt (vermute ca. 5-7 cm, darauf, bzw. darin (wahrscheinlich auf die Deckenbalken genagelt und unterfüttert) liegen Dachlatten, auf diese sind nun die Bodendielen genagelt. Nun muss ich ja diese Sandschicht "ausnivellieren", um sie wieder belegen zu können. Und deshalb meine Frage, mit was? Großformatige Platten wie z.B. OSB- PLatten oder eher Kleinformatige Platten, oder aber den von Ihnen genannten Rauhspund (was ich mir ziemlich zeitraubend vortselle)?
Grüße
SL



Boden ausgleichen



Wenn ich das aus dem letzten Beitrag nun richtig verstanden habe liegt unter dem Parkettboden eine Sandschicht.
Dann wäre folgender Aufbau möglich

Sand raus bis auf Dielung
Rieselschutz verlegen
Höhenausgleich z.B. mit Thermo-Plan B1 schaffen.
eine Holzweichfaserplatte wie Pavastep oder Thermo A8 verlegen
Thermo GE oder Trockenestrich etc. verlegen
Endbelag verlegen

Grüsse Thomas



Fußbodenaufbau



Jetzt noch mal langsam:
liegen die Oberflächen der Deckenbalken UNTERHALB der Sandoberfläche, sind also vom Sand bedeckt?
Wie breit sind die Balken, wie weit der Abstand?
Liegen die Lagerhölzer QUER zur Balkenlage AUF den Balken oder PARALLEL zwischen den Balken auf dem Sand?
Wie sieht die Decke eigentlich von unten aus?

Viele Grüße



Dielen ausnivellieren?



Also, auf ein Neues:
Deckenbalken b= ca. 220 mm (Erfahrungswert aus dem bereits sanierten Nebenzimmer). Balkenabstand l.W. ca. 60-70 cm. DARAUF lose Sandschüttung, darin-darauf wie beschrieben Dachlatten, quer zur Balkenlage, darauf dann die Dielen.
Von unten besehen ist die Decke "traditionell" mir einenm Blindboden ausgestattet, dann "Stroh- Lehmgemisch" darüber bis Oberfläche Balken bündig so eine "Art" Magerbeton.
Diese Decke wurde 1942 nach einem Brandschaden saniert. Deckenbalken original aus dem 17. Jahrhundert. Der jetzige Aufbau wurde 1942 gemacht. Die Sandschüttung soll hier wohl als Trittschall bzw. Masse dienen.
Grüße SL





Gefachfüllungen können, müssen aber nicht unbedingt entfernt werden, kommt natürlich auf das Material und Zustand des Materials an.
Höhenausgleich z.B. mit Thermo-Plan B1 schaffen.
eine Holzweichfaserplatte wie Pavastep oder Thermo A8 verlegen
Thermo GE oder Trockenestrich etc. verlegen
Endbelag verlegen

Natürlich kann man mit den Aufbauten auch vareieren.

Grüsse Thomas



Was genau...



...soll denn als Nutzschicht kommen?

Mehrschicht- oder Massivparkett welcher Größe, Dielen massiv oder Mehrschicht?

Wie wichtig ist Trittschall, wäre er im EFH vernachlässigbar?

Wenn das nicht klar ist, raten wir hier noch jahrelang bunt ins Blaue.

Grüße

Thomas



Deckenaufbau



Na also geht doch.
In diesem speziellen Fall können Sie den Sand bis auf Oberkante Balken entfernen, der Magerbeton in den Balkenfeldern hat die Funktion der Deckenfüllung.
Der Sand war hier nur Polster zur Aufnahme der Lagerhölzer, eine Art Trockenschüttung.
Sie können den Fußboden wieder genau so aufbauen wie er war, nur die Lagerhölzer müssten neu ausgerichtet werden. Allerdings besteht dann wieder die Gefahr, das der Sand auswandert und der Fußboden uneben wird.
Da die Polsterhölzer QUER zur Balkenlage eingebaut waren, gehe ich nicht davon aus, das die Deckenfüllung aus Magerbeton tragend ist.
Sie können dann auf die Balkenlage so verfahren wie beschrieben, also entweder Dielung mit Höhenausgleich oder Trockenestrich auf Schüttung und Rauspund bzw. OSB.
Die Rauhspund bzw. OSB- Lage auf den Balken dient zur Lastaufnahme und -verteilung, da ich mir nicht sicher bin, ob die Füllung aus Magerbeton das kann.
Zu klären ist dann noch die Frage nach dem Schallschutz von Thomas Böhme.

Viele Grüße



Dielen ausnivellieren?



Hallo die Herren Böhme und Böttcher,
nachdem nun der "Untergrund" geklärt ist, nun zum Oberbelag. Verlegt werden soll ein Fertiparkett Terhürne Belcanto 2390x200x13,5 mm. Und ja, der Trittschall spielt eine Rolle. Also lange Rede kurzer Sinn. Welche Lösung bietet der Fachmann bezüglich "optimalem" Trittschall an, wenn die Sandschicht drinbleibt, oder sagt der Fachmann, am Besten raus mit dem Sand und komplett neu aufbauen?
In der Hoffnung auf weiterhin konstruktive Vorschläge verbleibe ich mit herzlichen Grüßen
SL



Dann...



...sollten die Lagerhölzer auf den Balken längs liegend nivelliert werden. Was dann dazwischen kommt, Sand oder eine Schüttung, ist zweitrangig (Ich gehe hier davon aus, daß darunter ein beheizter Raum ist).

Auf den Lagerhölzern vorzugsweise OSB in Nut und Feder verleimt (bessere Verlegeebene), dann Ihr Parkett verklebt (bringt den festeren Boden, besser überschleifbar) oder schwimmend auf z.B. Rollkork (besserer Trittschallschutz, schlechter überschleifbar).

Frohes Schaffen

Thomas



Dielen ausnivellieren?



Hallo Hr. Böhme;
ich halte die Variante, den Sand drinzulassen und auszunivellieren momentan für die sinnvollste. Darauf würde ich mit Trockenestrichelementen gehen, darauf dann die handelsübliche Trittschalldämmplatte und dann den Parkett.
Wie ist ihre Meinung hierzu?
Grüße
SL
PS: Ja, darunter liegt ein beheizter raum. Aber warum sollten bei ihrem Vorschlag die Lagerhölzer auf den Balken LÄNGS verlegt werden und nicht QUER?