Alte Dielen "restaurieren"... Ausbauen, aber wie?

21.06.2004



Hallo Zusammen,
wir wollen unsere alten Dielen aufarbeiten, wissen aber noch nicht , wie wir sie (zerstörungsfrei) "ausbauen" können.
Die Dielen sind ca. 110 Jahre alt, vernagelt, in Nut und Feder verlegt, gestrichen, teilweise mit Ausgleichsmasse bestrichen und dann wurde Linoleum darauf verklebt.
Zu guter letzt war dann noch Teppich darauf!!!
Wir möchten die Dielen ausbauen, um eine ordentliche Trittschalldämmung einzubringen.
Ob sich zwischen den Dielen und der Spallierdecke eine Schüttung (Asche oder ähnliches) befindet, wissen wir noch nicht .
Da wir die Dielen nicht kaputt machen wollen , haben wir uns nur in einer sehr kleinen Ecke mal am Rausbauen versucht (mit realtiv katastrophalen Ergebnissen)!

Bei unserer Zimmerdecke (darüber ist ein (noch) nicht ausgebauter Dachboden) ist keine Schüttung vorhanden.
Ist das Holz vom Dachboden und in der Wohnung wohl das Gleiche? Oder wurde wegen der anderen Beanspruchung wohl eine andere Holzart verwendet?
Woher weiß ich, welche Holzart ich vorliegen habe?

Wie bekommt man die Dielen raus???

Wir sind für jede Anregung dankbar!!!

Viele liebe Grüße aus Recklinghausen
Carsten und Claudia



Augen zu und raus damit!



Wir haben bzw. hatten ein ähnliches Problem. Ich habe diverseste Methoden und Werkzeuge ausprobiert und mich gut 2 Wochenenden damit beschäftigt. Ergebniss: Ohne Bruch etc. geht es nicht. Und 2/3 der Dielen nüzten ja auch nichts (es sei denn dann für einen anderen kleineneren Raum). Grundsätzlich bin ich schon dafür Dinge zu bewahren und aufzuarbeiten, aber irgendwann muss man mal einen Strich ziehen.
Sonst kostet es zu viel Zeit (nicht nur das entnageln, sondern auch Entfernen der diversen Schichten) und irgendwann will am ja auch mal fertig werden. Außerdem nützt die ganze Arbeit auch nix wenn das Ergebniss nachher nicht befriedigt. Also raus damit und neu kaufen. Sorry, meine Meinung,/Erfahrung, vielleicht gibt es ja noch andere Tipps.



Alte Dielen



Erst an einer Stelle öffnen und den genauen Aufbau ermitteln. Dann kann man Empfehlungen für eine Verbesserung des Schallschutzes aussprechen.
Beachten Sie, dass ein Dielenbelag durchgehend genagelt direkt (ohne Zwischenlage) auf den Deckenbalken aus statischen Gründen in aller Regel vorhanden sein muß.
Holzart: zwei Stücke ausbauen und zum nächsten Holzfachmann gehen, Zimmermann oder Schreiner. Der hilft sicher gerne weiter.
Wenn Sie es selber versuchen wollen: Informationen über Holzarten gibt es beim Informationsdienst Holz (http://www.dgfh.de/Publikation-Infodienst-Holz.html)
Eine einfache Lösung wäre natürlich 2 Stücke zu Schleifen und nebeneinander halten. Dann kennt man zwar immer noch nicht die Holzart, aber man weis ob es sich um die gleiche handelt oder die die Hölzer zumindest zusammen passen.





Wir haben mal aus einer alten Schule die abgrissen wurde den Holzboden ausgebaut. Es war genagelte und mit Nut und Feder versehener Eichen- und Buchenboden. Dazu haben wir ein sogenanntes Nageleisen verwendet.
Eine Reihe pro Saal mußten wir zerstören. Dann konnten die anderen recht einfach mit dem Eisen an den Balken angehoben und ausgehebelt werden.

Bei uns hat es am besten geklappt wenn wir das Eisen auf der Nutseite angesezt haben. Auf diese Art haben wir ca 250 m2 massiven Eichen- und Buchenboden vor der Vernichtung bewart.

Die einzelen Stücke haben wir entnagelt, vorgeschliffen um den alten schwarzen Bohnerwachs zu entfernen und in unserem 500 Jahre alten Fachwerkhaus neu verlegt. Dann wurde der fertige Boden nocheinmal geschliffen und endbehandelt.



Dielen gesucht Tanne



Wir haben ein Haus von 1880 und sind gerade dabei dieses zu renovieren,
hierbei haben wir einen alten Dielenboden freigelegt und abgeschliffen.
Leider ist bis zum jetzigen zeitpunkt eine Diele nicht mehr zu retten, wäre aber schade um den Boden. Es sind aber noch 2 Zimmer zu schleifen.
Die Dielen sind aus wahrscheinlich Tannenholz und die benötigte ist 20cm x 380cm x ca noch 20mm stark.
Wer kann uns da helfen?
Wir kommen aus 77815 Bühl.