Aufbau Dielenboden im Neubau

01.05.2012



Hallo,

unser Häuschen ist gerade am entstehen, daher grübel ich mehr und mehr über den geeigneten Bodenaufbau bei Dielen in Raumlänge.
Obergeschoss:
Wir haben eine Holzbalkendecke (sichtbar ausgeführt) auf die 4 cm EPS Dämmung und 2 cm EPS Trittschall aufgebracht worden sind. Darüber kommen nun noch ca. 5-6 cm Zementestrich auf einer PE oder PP Folie.
Geplant habe ich anschließend 24 mm starke Eichendielen flächig auf ca. 32 mm EPS 035 DEO ds zu legen und mit 30 mm Lagerhölzern lediglich zu fixieren. Abstand der Lagerhölzer 55 cm.

Erdgeschoss:
Unterbau ist eine Betonkellerdecke, die den gleichen Estrichaufbau bekommen wird wie das Obergeschoss. Auch hier plane ich die Dielen wie Oben beschrieben.

Keller:
Hier habe ich lediglich 5 cm EPS auf der Bodenplatte und da es nicht anders ging eine Feuchtigkeitssperre über den EPS Platten. Die Dielen sollen hier nun nicht auf einen Estrich sondern mit dem im OG beschriebenen Aufbau (EPS, dazwischen Lagerhölzer und Oben drauf Dielen) direkt schwimmend verlegt werden.

Die Dielen sollen jeweils verschraubt werden. Nut und Feder nicht verklebt. Schwimmend mit ca. 1 cm Abstand von der Wand liegen die Dielen demnach flächig auf dem EPS. Lagerhölzer haben keinen Kontakt zum Boden.

Wie ist Eure Einschätzung zu dem Aufbau? Mögliche Geräuschentwicklung? Trittschall, Knirschen, Knarren?
Sicherlich sind Holzfaserplatten hier besser, aber wohl auch ein Stück teurer. Sind aber EPS Platten mechanisch nicht ebenso belastbar?

Vielen Dank für Kommentare.

Liebe Grüße aus der Pfalz,

Oliver



EPS...



würde ich da nicht einbauen. Das Raumklima würde mit feuchteausgleichenden Holzweichfaserplatten besser, die Gefahr von Emissionen (unpolymersiertes Styrol) bestünde nicht, und im Brandfalle wäre eine Giftschleuder weniger im Raum.

Bei flächiger Auflage könnte es Quietschgeräusche geben, wenn etwas Bewegung im Boden wäre (Fensternischen, Türen etc.).

Grüße

Thomas



Holzbalkendecke und Zementestrich.



Zusätzlich zu den Ausführungen von Thomas stelle ich in Frage, wieweit der Zementestrich im Obergeschoss Sinn macht. Da kommen jede Menge Feuchtigkeit ins Haus. Ein trockener Aufbau erscheint mir sinnvoller - eigentlich auch im Erdgeschoss.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Danke,



zunächst einmal für die Antworten.
Das mit dem EPS überdenke ich dann noch einmal. 50 mm Holzfaser werde ich von der Höhe nicht mehr hinbekommen. reichen dann auch 30 mm und entsprechend dünnere Lagerhölzer? In welchen Stärken bekommt man die standardmäßig?
Der Estrich ist schon drin, da kann man nichts mehr machen. Hier hatte uns der Architekt dazu geraten, um mehr Masse im Haus zu haben (Dämpfung und Wärmespeicher). Ob das die richtige Entscheidung war, sei einmal dahin gestellt. Nun ist aber nur noch entscheidend, wie machen wir den Dielenaufbau.



DOSER...



hat u.a. 18 und 12mm, das würde ja passen.

Grüße

Thomas



Ja,



das würde passen. Nun bin ich dann aber trotzdem wieder auf Anfang. Der Bodenleger bevorzugt das direkte Verkleben auf den Estrich mit Spezialkleber (Trittschall). Was ist davon zu halten ? Soll wohl besser sein was Schwingung und Knarren des Bodens angeht ?!



Ein richtig verlegter Boden ...



...knarrt nicht. Woher sollen die Schwingungen kommen, wenn der Estrich gerade ist und die Dielung vollflächig auf der Holzweichfaserplatte aufliegt?

Du stehst vor einem klassischen "Parkettlegersyndrom". Der Meister kann offenbar nur kleben. Tischler und viele Zimmerleute sind mit dem Schrauben der Dielung vertrauter.

Für eine massive Dielung ist die Schraubbefestigung vorzuziehen.

Grüße

Thomas